2010-09-10























Pro Memoria
Carageas Pest

In zahlreichen Regionen Europas hatten die Menschen im Mittelalter mit der Pest zu kämpfen. Doch im rumänischen Fürstentum Walachei wütete der Schwarze Tod zum letzten Mal Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Rumänen benannten die Epidemie nach dem damaligen Herrscher, dem fanariotischen Wojwoden Ioan Gheorghe Caragea (Ausspr.: Ka – ra – dschah) „Carageas Pest“ hieß noch lange im Volksmund die Beulenpest, die 1813 – ein Jahr nach dessen Thronbesteigung – ausbrach.
Ioan Vodă Caragea (1754 - 1844)
Foto: Wikipedia

Grigore Constantinescu-Monteoru, eine Persönlichkeit aus der Region Buzău

Capela familiei Monteoru
Nicht wenige Persönlichkeiten Rumäniens stammen aus der Region Buzău, so etwa die Schriftsteller Vasile Voiculescu, Vasile Cârlova, Laurenţiu Ulici, der Zwischenkriegszeitpolitiker Alexandru Marghiloman, die Malerin Margareta Sterian. Adelige oder bürgerliche Familien wie Angelescu, Vernescu, Sărăţeanu leisteten schon im 19. Jh. einen bedeutenden Beitrag zur wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung der Region. Ein wichtiger Geschäftsmann und Wohltäter unter den Persönlichkeiten der Buzău-Region war Grigore Constantinescu-Monteoru.
Kapelle der Familie Monteoru

Kollateralschäden der Revolution von 1989: Die Zentrale Universitätsbibliothek Bukarest (BCU)

Diktaturen und kleinliche Geister haben die Kultur und ihre Träger schon immer als potentielle Feinde betrachtet oder im besten Fall als unnützliche Hirngespinste der Intellektuellen abgetan. Den Bibliotheken wurde entlang der Geschichte nicht selten eine ähnliche Verachtung entgegengebracht, die manchmal zu purem Hass und Gewalt gegen den Hort der Bücher mutierte. Im Trubel der revolutionären Ereignisse von 1989 fing die Zentrale Universitätsbibliothek in Bukarest Feuer, als sich Securitate-Trupps und Armee nach der Flucht Ceauşescus am 22. Dezember Gefechte lieferten. Das Gebäude brannte fast gänzlich ab, 500.000 Bände, darunter 12.000 Inkunabel, seltene Bücher, Dokumente und wertvolle Manuskripte rumänischer Schriftsteller wurden zerstört. Historiker sprechen von einem Desaster für die Kulturgeschichte Rumäniens.
Die Bibliothek nach dem Brand von 1989

In Pro Memoria sprachen wir mit einem Zeitzeugen. Mircea Regneală, der heutige Leiter der BCU, erinnert sich an die dramatischen Ereignisse von damals. (Titel Anklicken, um den ganzen Beitrag zu lesen.)

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