{"id":1078133,"date":"2026-10-31T15:00:06","date_gmt":"2026-10-31T13:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rri.ro\/?p=1078133"},"modified":"2026-11-01T15:47:21","modified_gmt":"2026-11-01T13:47:21","slug":"nachrichten-31-10-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rri.ro\/de\/aktuell\/newsflash-de\/nachrichten-31-10-2026-id1078133.html","title":{"rendered":"Nachrichten 31.10.2026"},"content":{"rendered":"<div>Mehr als drei Viertel der Rum\u00e4nen (78 %) sind der Ansicht, dass sich das Land in die falsche Richtung entwickelt; nur 16 % glauben, dass Rum\u00e4nien auf dem richtigen Weg ist. Dies geht aus einer Umfrage des Instituts Avangarde hervor, die zwischen dem 21. und 26. Oktober durchgef\u00fchrt wurde. W\u00fcrden am kommenden Sonntag Parlamentswahlen stattfinden, w\u00fcrden 35 % der Befragten f\u00fcr die nationalistische Partei AUR \u2013 die derzeit in der Opposition ist \u2013 stimmen, und 26 % f\u00fcr die regierende Sozialdemokratische Partei. Mit deutlichem Abstand folgen die Parteien, die bis vor Kurzem Teil der Regierungskoalition waren: die Nationalliberale Partei (15 %), die USR (10 %) sowie der Demokratische Verband der Ungarn in Rum\u00e4nien (5 %). Knapp ein Drittel der Befragten (30 %) ist der Meinung, dass die Erh\u00f6hung von L\u00f6hnen und Renten die oberste Priorit\u00e4t f\u00fcr die Regierung von Luca Niculescu sein sollte; danach folgen die Bek\u00e4mpfung der Korruption sowie die Verringerung des Haushaltsdefizits und der Staatsverschuldung.<\/p>\n<p>Die Staatsanw\u00e4ltin Laura Codru\u0163a K\u00f6vesi (Rum\u00e4nien) beendet ihre siebenj\u00e4hrige Amtszeit als Leiterin der Europ\u00e4ischen Staatsanwaltschaft (EUStA) \u2013 eine Position, die sie 2019 als erste Europ\u00e4ische Generalstaatsanw\u00e4ltin angetreten hatte. Ab dem 1. November wird die Beh\u00f6rde von ihrem Stellvertreter, dem deutschen Staatsanwalt Andr\u00e9s Ritter, geleitet. Dem Jahresbericht der EUStA zufolge waren Ende letzten Jahres mehr als 3.600 Ermittlungsverfahren anh\u00e4ngig, bei denen sich der gesch\u00e4tzte Schaden auf \u00fcber 67 Milliarden Euro bel\u00e4uft. Mehr als zwei Drittel dieser Summe entfallen auf Betrugsf\u00e4lle im Zusammenhang mit Geldern der Europ\u00e4ischen Union, insbesondere bei der Mehrwertsteuer und Z\u00f6llen. Laura Codru\u0163a K\u00f6vesi \u00e4u\u00dferte sich stolz auf die Erfolge der Beh\u00f6rde, wies jedoch zugleich auf Herausforderungen hin \u2013 etwa eine unzureichende finanzielle und personelle Ausstattung, Verz\u00f6gerungen bei der \u00dcberarbeitung der operativen Vorschriften sowie Druck auf die Unabh\u00e4ngigkeit der EUStA.<\/p>\n<p>Die polnischen Botschafter in Bukarest und Peking sind heute zur\u00fcckgetreten. Hintergrund ist ein institutioneller Konflikt in Warschau um das Verfassungsgericht des Landes, der gestern Abend weiter eskalierte. \u201eAngesichts des Versuchs, das Verfassungsgericht rechtswidrig zu \u00fcbernehmen, sehe ich keine M\u00f6glichkeit mehr, weiterhin als Botschafter der Republik Polen in Rum\u00e4nien zu fungieren\u201c, teilte Botschafter Pawe\u0142 Soloch auf X mit. Gestern Abend wurde die Polizei am Sitz des Verfassungsgerichts eingesetzt. Das Gericht steht im Mittelpunkt eines Streits zwischen der von Donald Tusk gef\u00fchrten Regierung und dem nationalistischen Pr\u00e4sidenten Karol Nawrocki, der einen offiziellen Besuch im Senegal vorzeitig abbrach, um nach Warschau zur\u00fcckzukehren. Der Konflikt dreht sich um Richter, die w\u00e4hrend der vorangegangenen nationalistischen Regierung ernannt wurden. Das derzeitige Kabinett m\u00f6chte diese ersetzen, w\u00e4hrend der Pr\u00e4sident deren Amtszeit verteidigt. Ein von der aktuellen Regierung unterst\u00fctzter Richter k\u00fcndigte die Suspendierung des Gerichtspr\u00e4sidenten an; das Gericht widersetzte sich jedoch dieser Entscheidung und bezeichnete sie als versuchten Staatsstreich. Vor dem Geb\u00e4ude kam es zu Protesten, und die Polizei nahm mehrere Personen fest, die versuchten, gewaltsam einzudringen.<\/p>\n<p>Die rum\u00e4nische Regierung hat eine dreimonatige Verl\u00e4ngerung des Krisenstatus auf dem Markt f\u00fcr Roh\u00f6l und Erd\u00f6lprodukte (bis zum 1. Februar) beschlossen. Damit bleiben die derzeitigen Senkungen der Verbrauchsteuern auf herk\u00f6mmlichen Dieselkraftstoff in Kraft, um die Bev\u00f6lkerung und die Wirtschaft zu entlasten. Nach Einsch\u00e4tzung der Regierung w\u00e4re der ohnehin schon hohe Dieselpreis ohne diese Ma\u00dfnahme deutlich weiter gestiegen. Der Krisenstatus auf dem rum\u00e4nischen Markt f\u00fcr Roh\u00f6l und Erd\u00f6lprodukte war am 7. August ausgerufen worden \u2013 angesichts von Spannungen und Volatilit\u00e4t im Nahen Osten sowie steigender internationaler Preise.<\/p>\n<p>\u201eWahrheit erfordert Menschen, die bereit sind, sie zu suchen, zu bewahren und zu verteidigen\u201c, sagte Professor emeritus Antoon De Baets von der Universit\u00e4t Groningen (Niederlande), der am Freitagabend in Bukarest mit dem Cantemir-Preis ausgezeichnet wurde. Der 1955 geborene Antoon De Baets lehrt Geschichte, Ethik sowie Menschenrechte und hat mehr als 200 Werke zu Themen wie der Zensur von Geschichte, der Ethik von Historikern und der Geschichte der Menschenrechte verfasst. Der j\u00e4hrlich verliehene Cantemir-Preis ehrt bedeutende Pers\u00f6nlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur im Rahmen der \u201eK\u00f6niglichen Konferenzen\u201c (Royal Conferences) \u2013 einer wissenschaftlich-kulturellen Veranstaltungsreihe, die 2017 ins Leben gerufen wurde und unter der Schirmherrschaft von Prinz Radu, dem Ehemann der H\u00fcterin der Krone, Margareta, steht.<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr als drei Viertel der Rum\u00e4nen (78 %) sind der Ansicht, dass sich das Land in die falsche Richtung entwickelt; nur 16 % glauben, dass Rum\u00e4nien auf dem richtigen Weg ist. Dies geht aus einer Umfrage des Instituts Avangarde hervor, die zwischen dem 21. und 26. Oktober durchgef\u00fchrt wurde. 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