{"id":629781,"date":"2022-10-07T14:16:00","date_gmt":"2022-10-07T11:16:00","guid":{"rendered":"http:\/\/devrri.freshlemon.ro\/aktuell\/geopolitische-situation-beunruhigt-finanzmaerkte-id629781.html"},"modified":"2022-10-07T14:16:00","modified_gmt":"2022-10-07T11:16:00","slug":"geopolitische-situation-beunruhigt-finanzmaerkte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rri.ro\/de\/feature-reportage\/das-globale-dorf\/geopolitische-situation-beunruhigt-finanzmaerkte-id629781.html","title":{"rendered":"Geopolitische Situation beunruhigt Finanzm\u00e4rkte"},"content":{"rendered":"<p align=justify>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p><iframe allow=autoplay frameborder=no height=20 scrolling=no src=https:\/\/w.soundcloud.com\/player\/?url=https%3A\/\/api.soundcloud.com\/tracks\/1358624887&#038;color=%2300b7f1&#038;inverse=false&#038;auto_play=false&#038;show_user=true width=100%><\/iframe><\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<div style=font-size: 10px; color: #cccccc;line-break: anywhere;word-break: normal;overflow: hidden;white-space: nowrap;text-overflow: ellipsis; font-family: Interstate,Lucida Grande,Lucida Sans Unicode,Lucida Sans,Garuda,Verdana,Tahoma,sans-serif;font-weight: 100;><a href=\"https:\/\/soundcloud.com\/radioromaniainternational\" style=\"color:\" text-decoration: target=\"_blank\" title=\"RadioRomaniaInternational\" rel=\"noopener\">RadioRomaniaInternational<\/a> \u00b7 <a href=\"https:\/\/soundcloud.com\/radioromaniainternational\/geopolitische-situation-beunruhigt-finanzmarkte\" style=\"color:\" text-decoration: target=\"_blank\" title=\"Geopolitische\" Situation beunruhigt rel=\"noopener\">Geopolitische Situation beunruhigt Finanzm\u00e4rkte<\/a><\/div>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p align=justify>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p align=justify>Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar fiel der Wechselkurs des Euro und im September sank er bis knapp unter die psychologische Schwelle der Parit\u00e4t zum US-Dollar. W\u00e4hrend der Euro zu Beginn des Jahres bei etwa 1,15 $ notierte, fiel er im vergangenen Monat vor\u00fcbergehend auf den niedrigsten Stand seit mehr als 20 Jahren. Diese Entwicklung h\u00e4ngt mit der geopolitischen Situation zusammen, die durch den von Wladimir Putin angezettelten Krieg entstanden ist. Ein Krieg, der die wirtschaftliche Lage in der Eurozone verschlechtert hat und die Investoren zunehmend zur\u00fcckschrecken l\u00e4sst. Da die EU nun versucht, sich aus der Abh\u00e4ngigkeit von russischem \u00d6l und Gas zu befreien, sind die Energiekosten in den Mitgliedsstaaten massiv gestiegen, was jeder Europ\u00e4er zu sp\u00fcren bekommt.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p align=justify>&#13;<br \/>\nAngesichts der explodierenden Gaspreise und der M\u00f6glichkeit, dass Moskau die Lieferungen einstellt, bef\u00fcrchten die Investoren eine m\u00f6gliche Rezession in der Eurozone. Eine Rezession, von der auch Analysten sprechen, die vorhersagen, dass sie in der EU schneller und h\u00e4rter ausfallen wird als in den USA. Die Bef\u00fcrchtung, dass sich die Weltwirtschaft auf eine Rezession zubewegt, wird immer h\u00e4ufiger ge\u00e4u\u200e\u00dfert. Eine neue Weltordnung und eine Neuordnung der W\u00e4hrungsstr\u00f6me und W\u00e4hrungspolitik stehen bevor, die zwischen China und den USA ausgehandelt werden, meint Andrei R\u0103dulescu, Experte f\u00fcr Makro\u00f6konomie, im Gespr\u00e4ch mit unserem Sender:<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p align=justify>&#13;<br \/>\n<em>Die j\u00fcngsten Entwicklungen der Wirtschaftsparameter in den USA und in der Eurozone zeigen deutlich, dass in der zweiten H\u00e4lfte dieses Jahres eine Rezession bevorsteht, d.h. eine Wirtschaftskrise. Meiner Meinung nach wird es sich nicht um eine gro\u200e\u00dfe Krise handeln, sondern eher um eine Wirtschaftskrise, die \u00e4hnlich jener Ende der 1990er Jahre ausfallen wird. Auch in Europa zeichnet sich eine soziale Krise ab. Leider wird Europa der Pr\u00fcgelknabe sein, Rum\u00e4nien eingeschlossen, der die Rechnung f\u00fcr die totale Konfrontation zwischen den USA und China bezahlt. In Falle Rum\u00e4niens k\u00f6nnte die Rechnung etwas weniger hoch ausfallen als in den westlichen L\u00e4ndern, weil wir viel weniger von Kohlenwasserstoffeinfuhren aus Russland abh\u00e4ngig sind.\u201c<\/em><\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p align=justify>&#13;\n <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p align=justify>Ein weiterer Faktor, der den Dollar gegen\u00fcber der europ\u00e4ischen W\u00e4hrung beg\u00fcnstigt hat, ist die Tatsache, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinss\u00e4tze zur Bek\u00e4mpfung der Inflation viel energischer und aggressiver erh\u00f6ht hat. Angesichts der Unsicherheit in der Weltwirtschaft haben die Anleger also das Gef\u00fchl, dass sie sich mehr auf die US-W\u00e4hrung verlassen k\u00f6nnen, den traditionell sicheren Hafen in Krisenzeiten. Der Wirtschaftsanalytiker Sorin P\u00e2slaru erl\u00e4utert die Zusammenh\u00e4nge:<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p align=justify>&#13;<br \/>\n<em>Die Europ\u00e4ische Union hat in der Eurozone nicht den gleichen Mut wie die Vereinigten Staaten, die Inflation zu bek\u00e4mpfen, weil sie mehr Angst vor einer Rezession hat. Die Amerikaner sind, wie immer, dynamischer. Sobald sie eine ung\u00fcnstige Situation haben, handeln sie, wie sie es in der letzten Krise getan haben: Sie haben die so genannte quantitative Lockerung eingef\u00fchrt, bei der sie Billionen in den Markt warfen, um das Vertrauen wiederherzustellen. Jetzt gehen sie aufgrund der Inflation das Risiko einer Rezession ein. Sie glauben, dass sie ohne eine Erh\u00f6hung der Arbeitslosigkeit &#8212; ich habe sogar Meinungen \u00fcber eine Verdoppelung der Arbeitslosenzahlen gelesen &#8212; die Inflation nicht stoppen k\u00f6nnen. Und automatisch gehen die Investoren dann nach Amerika. Wir k\u00f6nnten in der Tat einen immer st\u00e4rkeren Dollar erleben, auch aus geopolitischen Gr\u00fcnden.\u201c<\/em><\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p align=justify>&#13;\n <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p align=justify>Ein fallender Euro droht einer Wirtschaft, die bereits massiv unter der steigenden Inflation leidet, noch gr\u00f6\u200e\u00dferen Schaden zuzuf\u00fcgen. Und die schlechte Nachricht ist, dass ein schwacher Euro und die damit verbundenen h\u00f6heren Preise die Europ\u00e4ische Zentralbank vor zus\u00e4tzliche Herausforderungen stellen &#8212; die EZB wurde ohnehin kritisiert, weil sie viel sp\u00e4ter als andere vergleichbare Institutionen mit der Anhebung der Zinss\u00e4tze begonnen hat.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p align=justify>&#13;<br \/>\nSchlimmer f\u00fcr die EZB, deren Aufgabe es ist, die Inflation unter Kontrolle zu halten, ist die Tatsache, dass der Euro nicht nur gegen\u00fcber dem Dollar, sondern auch gegen\u00fcber anderen W\u00e4hrungen wie dem Schweizer Franken und dem japanischen Yen an Wert verloren hat, so die Analysten. Auch das Pfund Sterling fiel im September auf seinen bisher niedrigsten Stand &#8212; 1,0350 zum Dollar &#8212; , was auf die von der neuen britischen Premierministerin Lizz Truss inmitten der Energiekrise angek\u00fcndigten Steuersenkungsma\u200e\u00dfnahmen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p align=justify>&#13;<br \/>\nDie von \u00d6konomen auf 100 bis 200 Milliarden Pfund teuer gesch\u00e4tzten Ma\u200e\u00dfnahmen, deren Finanzierung und Auswirkungen jedoch unklar und nicht in den Zahlen der Regierung enthalten sind, haben die M\u00e4rkte aufgew\u00fchlt und zu einem beispiellosen Tadel des Internationalen W\u00e4hrungsfonds gef\u00fchrt, der London zu einer Nachbesserung aufforderte. Wir mussten dringend Entscheidungen treffen, um das Wirtschaftswachstum zu f\u00f6rdern und Ma\u200e\u00dfnahmen gegen die Inflation zu ergreifen. Das bedeutet nat\u00fcrlich, dass man kontroverse und schwierige Entscheidungen treffen muss, aber als Premierministerin bin ich bereit, das zu tun\u201c, sagte in diesem Zusammenhang Liz Truss.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p align=justify>&#13;<br \/>\nDas Pfund ist auf ein Allzeittief gefallen, die britische Nationalbank musste einspringen, um Rentenfonds zu retten, der Wert britischer Unternehmen ist in drei Wochen um 500 Milliarden Pfund gesunken, die Kreditzinsen der britischen Regierung sind auf den h\u00f6chsten Stand seit der Krise von 2009 gestiegen und bedrohen somit die finanzielle Stabilit\u00e4t des Landes. Gegen\u00fcber der BBC erkl\u00e4rte die britische Regierungschefin, dass die Erh\u00f6hung der \u00f6ffentlichen Kreditaufnahme die richtige Entscheidung gewesen sei, weil sie den Menschen bei der Bezahlung ihrer Energierechnungen helfen werde. Gleichzeitig schloss sie laut Nachrichtenagenturen nicht aus, die Ausgaben f\u00fcr \u00f6ffentliche Dienstleistungen zu k\u00fcrzen.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p align=justify>&#13;<br \/>\nNachtr\u00e4glich r\u00e4umte Liz Truss allerdings ein, dass sie das Terrain besser h\u00e4tte vorbereiten sollen, bevor sie die massiven Steuersenkungen ank\u00fcndigte, die die Finanzm\u00e4rkte in Panik versetzten. Daraufhin machte auch die Exekutive in London bei einigen Ma\u200e\u00dfnahmen einen R\u00fcckzieher.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Krieg in der Ukraine hat gravierende Folgen auch f\u00fcr die internationalen Finanzm\u00e4rkte. 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