{"id":819502,"date":"2024-10-20T17:30:48","date_gmt":"2024-10-20T14:30:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rri.ro\/?p=819502"},"modified":"2024-10-19T17:05:33","modified_gmt":"2024-10-19T14:05:33","slug":"hoehlentourismus-im-anina-gebirge-die-comarnic-hoehle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rri.ro\/de\/feature-reportage\/radio-tour-de\/hoehlentourismus-im-anina-gebirge-die-comarnic-hoehle-id819502.html","title":{"rendered":"H\u00f6hlentourismus im Anina-Gebirge: die Comarnic-H\u00f6hle"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/w.soundcloud.com\/player\/?url=https%3A\/\/api.soundcloud.com\/tracks\/1937808359%3Fsecret_token%3Ds-6RO7fQ4BeIC&amp;color=%2300b7f1&amp;inverse=false&amp;auto_play=false&amp;show_user=true\" width=\"100%\" height=\"20\" frameborder=\"no\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<div style=\"font-size: 10px; color: #cccccc; line-break: anywhere; word-break: normal; overflow: hidden; white-space: nowrap; text-overflow: ellipsis; font-family: Interstate,Lucida Grande,Lucida Sans Unicode,Lucida Sans,Garuda,Verdana,Tahoma,sans-serif; font-weight: 100;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;\"><a style=\"color: #cccccc; text-decoration: none;\" title=\"RadioRomaniaInternational\" href=\"https:\/\/soundcloud.com\/radioromaniainternational\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">RadioRomaniaInternational<\/a> \u00b7 <a style=\"color: #cccccc; text-decoration: none;\" title=\"H\u00f6hlentourismus im Anina-Gebirge: die Comarnic-H\u00f6hle\" href=\"https:\/\/soundcloud.com\/radioromaniainternational\/hohlentourismus-im-anina-gebirge-die-comarnic-hohle\/s-6RO7fQ4BeIC\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">H\u00f6hlentourismus im Anina-Gebirge: die Comarnic-H\u00f6hle<\/a><\/span><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;\">Eine der sch\u00f6nsten H\u00f6hlen in Rum\u00e4nien ist die Comarnic-H\u00f6hle im Anina-Gebirge, einem Mittelgebirge im S\u00fcdwesten Rum\u00e4niens, das Teil des Banater Gebirges ist und den s\u00fcdlichen Abschnitt der Westrum\u00e4nischen Karpaten bildet. Die Comarnic-H\u00f6hle ist eine der sch\u00f6nsten und wildesten in Rum\u00e4nien. Sie hat eine L\u00e4nge von 6\u00a0203 Metern und einen H\u00f6henunterschied von 100 Metern, mit einer Erschlie\u00dfung auf drei Ebenen. Die Touristen k\u00f6nnen nur die obere, \u201etrockene\u201c Ebene besichtigen, die 1\u00a0750 Meter lang ist. Die untere Ebene wird vom unterirdischen Lauf des Baches Ponicova durchquert.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;\"><span lang=\"de-DE\">Unser heutiger F\u00fchrer in der Comarnic-H\u00f6hle ist Bogdan B\u0103descu, Pr\u00e4sident des H\u00f6hlenforschervereins \u201eExploratorii\u201c in Re\u0219i\u021ba (dt. Reschitz), landesweit bekannter <\/span><span lang=\"ro-RO\">Spel\u00e4ologe<\/span><span lang=\"de-DE\"> und ehemaliger Pr\u00e4sident des rum\u00e4nischen H\u00f6hlenforscherverbandes. Von ihm erfahren wir, dass f\u00fcr die Bildung einer H\u00f6hle ein l\u00f6sliches Gestein, n\u00e4mlich Kalkstein, vorhanden sein muss. Und in der Region Cara<\/span><span lang=\"ro-RO\">\u0219<\/span><span lang=\"de-DE\">-Severin gibt es viele Kalksteingebiete.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;\">\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Kalksteine bilden sich am Meeresboden oder am Grund von Lagunen, wo es viele Meereslebewesen gibt, die nach ihrem Tod auf dem Grund zur\u00fcckbleiben, und all diese Muscheln und Knochen bilden durch Ablagerung \u00fcber Millionen von Jahren eine dicke Schicht. Das f\u00fchrt dazu, dass wir heute die Anina-Berge haben, die \u00fcber 1\u00a0000 Meter hoch sind und nur aus Kalkstein bestehen. Damit sich eine H\u00f6hle bilden kann, m\u00fcssen drei Bedingungen erf\u00fcllt sein. Wir brauchen ein l\u00f6sliches Gestein. Au\u00dferdem brauchen wir Wasser, das durch das l\u00f6sliche Gestein flie\u00dft und es aufl\u00f6st, und so entsteht der Hohlraum. Dann braucht man Zwischenr\u00e4ume, durch die das Wasser seinen Weg bahnen kann. Es reicht nicht aus, das Gestein zu haben, wenn es nicht auch ein paar Risse gibt, durch die das Wasser flie\u00dfen kann. Im Laufe der Zeit l\u00f6st das flie\u00dfende Wasser mehr und mehr vom Kalkstein auf. Wenn ein Stollen urspr\u00fcnglich nur einen Zentimeter breit war, ist er heute 10\u201320 Meter breit und hoch.\u201c<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;\">Ein interessanter Aspekt ist, dass es in der Comarnic-H\u00f6hle keine Tropfsteine gibt, sondern Kalziumkarbonatablagerungen, f\u00fchrt der Spel\u00e4ologe Bogdan B\u0103descu weiter aus.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;\">\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Wenn Sie in die H\u00f6hle hineingehen, werden Sie viele dieser Kalziumkarbonat-Formationen in verschiedenen Phasen und Formen sehen, die alle sehr sch\u00f6n sind. Und in der Mitte der H\u00f6hle, wo die Tiefe etwa 200 Meter unter der Erdoberfl\u00e4che erreicht, gibt es einige gro\u00dfe Becken, die heute voll mit Wasser sind. Sie werden im Volksmund Chinesische Mauern genannt. Sie haben einen ganz besonderen Charme. Eine weitere Besonderheit der H\u00f6hle sind die Feuersteinformationen. An den W\u00e4nden sind dunkle, br\u00e4unlich-schwarze Streifen zu sehen. Das sind Einlagerungen aus Feuerstein. Sie wurden in der fernen Vergangenheit von Naturv\u00f6lkern zu Werkzeugen verarbeitet. Dies ist das Gestein, aus dem die ersten Werkzeuge <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>der Menschheit<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> hergestellt wurden.\u201c<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;\">Trotz des unwirtlichen Klimas und schwieriger Lebensbedingungen in der H\u00f6hle gibt es einige Lebewesen, die sich daran angepasst haben. Ein echtes unterirdisches Universum, das wir mit Bogdan B\u0103descu, dem Vorsitzenden des spel\u00e4ologischen Vereins \u201eExploratorii\u201c in Re\u0219i\u021ba, kennenlernen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;\">\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Es gibt eine ganze Reihe von wirbellosen Tieren, die in der Regel einen, zwei oder sogar weniger als einen Millimeter gro\u00df sind. Diese wirbellosen Tiere leben st\u00e4ndig in den Tiefen der H\u00f6hle und ern\u00e4hren sich voneinander oder von trophischen Ressourcen, die das Wasser manchmal von der Oberfl\u00e4che hinunterbef\u00f6rdert. Neben diesen rund ein Hundert wirbellosen Lebewesen, die in der H\u00f6hle vorkommen, gibt es auch Tierarten, die zuf\u00e4llig in die H\u00f6hle gelangen. Der Bach Ponicova kann, vor allem bei hohem Wasserstand, Krebse oder Fr\u00f6sche mitbringen. Diese Arten leben in der H\u00f6hle nur so lange, wie sie Nahrung finden, und sterben schlie\u00dflich, aber sie schaffen es, lange genug zu \u00fcberleben. Es gibt auch Schmetterlinge und Spinnen, die vor allem entlang der ersten paar Dutzend Meter nach Eintritt in die Comarnic-H\u00f6hle zu finden sind. Und die Tierart, die jeder kennt, sind die Flederm\u00e4use. Es handelt sich um kleine S\u00e4ugetiere, die sich ganzj\u00e4hrig \u00fcber l\u00e4ngere oder k\u00fcrzere Zeit in der H\u00f6hle aufhalten. Dort finden sie sowohl ein g\u00fcnstiges Habitat f\u00fcr die Geburt von Nachwuchs als auch Unterschlupf und \u00dcberwinterungspl\u00e4tze. Besonders im Winter bilden sie in der Comarnic-H\u00f6hle recht gro\u00dfe Kolonien.\u201c<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;\">Die Comarnic-H\u00f6hle befindet sich unter der Obhut des Nationalparks Semenic-Cara\u0219-Klamm. Nicolae Ifca, Leiter der Parkverwaltung, gibt im Folgenden einige praktische Hinweise zur Besichtigung der H\u00f6hle.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;\">\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Ich empfehle den Touristen, die offizielle Website des Parks (<\/i><\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/pnscc.ro\/en\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span lang=\"de-DE\"><i>www.pnscc.ro<\/i><\/span><\/a><\/u><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>) zu besuchen, wo sie alle Informationen \u00fcber die \u00d6ffnungszeiten der einzelnen Attraktionen des Parks erhalten. In der H\u00f6hle gibt es mehrere S\u00e4le unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe und viele S\u00e4ulenformationen. Unser t\u00e4glicher Zeitplan sieht vor, dass wir ab 10:30 Uhr den ersten Einlass f\u00fcr H\u00f6hlenbesucher gew\u00e4hren, der n\u00e4chste Eintritt erfolgt um 13:00 Uhr, und der letzte Einlass ist um 15:30 Uhr <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>m\u00f6glich<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>. Von Montag bis Freitag kann man die H\u00f6hle mit einem F\u00fchrer nur auf Vorbestellung besuchen, an den beiden Wochenendtagen stellen wir immer einen F\u00fchrer zur Verf\u00fcgung.\u201c<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;\"><span lang=\"de-DE\">Im Nationalpark Semenic-Cara\u0219-Klamm befinden sich elf Naturschutzgebiete sowie 65\u00a0000 Hektar unber\u00fchrte und jahrhundertealte Buchenw\u00e4lder, die 2016 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurden. Hier befindet sich auch ein seltenes Exemplar des Mammutbaums (wissenschaftlicher Name: <\/span><span lang=\"ro-RO\"><i>Sequoiadendron giganteum<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">), dessen Umfang 5,70 Meter betr\u00e4gt und dessen Alter auf 200 Jahre gesch\u00e4tzt wird. Er kann \u00fcber einen Wanderweg erreicht werden, der von der Comarnic-H\u00f6hle startet.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;\">Die Verwaltung des Nationalparks stellt f\u00fcr sieben touristische Programme im Schutzgebiet Fremdenf\u00fchrer zur Verf\u00fcgung. Bei den Guides handelt es sich um die Ranger des Parks, die das Gebiet in- und auswendig kennen und viele Informationen \u00fcber die lokale Geschichte und Kultur, die Flora und Fauna sowie die \u00d6kosysteme geben k\u00f6nnen. Ein gef\u00fchrter Rundgang kostet 70 Lei (14 \u20ac) pro Person.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; RadioRomaniaInternational \u00b7 H\u00f6hlentourismus im Anina-Gebirge: die Comarnic-H\u00f6hle &nbsp; Eine der sch\u00f6nsten H\u00f6hlen in Rum\u00e4nien ist die Comarnic-H\u00f6hle im Anina-Gebirge, einem Mittelgebirge im S\u00fcdwesten Rum\u00e4niens, das Teil des Banater Gebirges ist und den s\u00fcdlichen Abschnitt der Westrum\u00e4nischen Karpaten bildet. Die Comarnic-H\u00f6hle ist eine der sch\u00f6nsten und wildesten in Rum\u00e4nien. 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