{"id":969957,"date":"2025-12-21T17:30:16","date_gmt":"2025-12-21T15:30:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rri.ro\/?p=969957"},"modified":"2026-01-11T16:00:09","modified_gmt":"2026-01-11T14:00:09","slug":"schloesser-in-rumaenien-lebendige-zeugnisse-vergangener-epochen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rri.ro\/de\/feature-reportage\/radio-tour-de\/schloesser-in-rumaenien-lebendige-zeugnisse-vergangener-epochen-id969957.html","title":{"rendered":"Schl\u00f6sser in Rum\u00e4nien: lebendige Zeugnisse vergangener Epochen"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/w.soundcloud.com\/player\/?url=https%3A\/\/api.soundcloud.com\/tracks\/soundcloud%253Atracks%253A2245539677&amp;color=%2300b7f1&amp;inverse=false&amp;auto_play=false&amp;show_user=true\" width=\"100%\" height=\"20\" frameborder=\"no\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<div style=\"font-size: 10px; color: #cccccc; line-break: anywhere; word-break: normal; overflow: hidden; white-space: nowrap; text-overflow: ellipsis; font-family: Interstate,Lucida Grande,Lucida Sans Unicode,Lucida Sans,Garuda,Verdana,Tahoma,sans-serif; font-weight: 100;\"><a style=\"color: #cccccc; text-decoration: none;\" title=\"RadioRomaniaInternational\" href=\"https:\/\/soundcloud.com\/radioromaniainternational\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">RadioRomaniaInternational<\/a> \u00b7 <a style=\"color: #cccccc; text-decoration: none;\" title=\"Schl\u00f6sser in Rum\u00e4nien: lebendige Zeugnisse vergangener Epochen\" href=\"https:\/\/soundcloud.com\/radioromaniainternational\/schlosser-in-rumanien-lebendige-zeugnisse-vergangener-epochen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schl\u00f6sser in Rum\u00e4nien: lebendige Zeugnisse vergangener Epochen<\/a><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 14pt;\">Unsere Reise beginnt im S\u00fcden des Landes, im Prahova-Tal, wo wir die K\u00f6nigliche Dom\u00e4ne Pele\u0219 besuchen, die ein architektonisches Juwel von unsch\u00e4tzbarem Wert beherbergt. Das Schloss Pele\u0219, erbaut im Stil der deutschen Neorenaissance, diente K\u00f6nig Karl I. als Sommerresidenz. Ein Rundgang durch Pele\u0219 beschr\u00e4nkt sich l\u00e4ngst nicht nur auf die prunkvollen Salons, sondern f\u00fchrt auch in Bereiche, die dem Publikum jahrzehntelang verschlossen waren. Details zur heutigen Besucherroute erl\u00e4utert Paul Popa, Leiter des Nationalen Zentrums f\u00fcr Tourismusf\u00f6rderung in Sinaia:<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 14pt;\">\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Ein geschichtsbegeisterter Besucher kann das Schloss vom Erdgeschoss bis hinauf in den Dachboden erkunden. Dieser war aus verschiedenen Gr\u00fcnden 47 Jahre lang geschlossen und ist erst seit Kurzem wieder zug\u00e4nglich. Hier erwarten den Gast einzigartige und \u00e4u\u00dferst bedeutende Exponate sowie ein Bereich, der sich deutlich vom restlichen Schloss unterscheidet, intimer wirkt und einst den Hofdamen der K\u00f6niginnen vorbehalten war. Auch K\u00f6nig Michael verbrachte hier einen Teil seiner Kindheit; dort gab es einen speziellen Raum f\u00fcr Zeichenunterricht, hier wurde er von Mitgliedern der k\u00f6niglichen Familie und ihren engen Vertrauten unterrichtet.\u201c<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 14pt;\"><span lang=\"de-DE\">Auf demselben Gel\u00e4nde k\u00f6nnen Besucher auch das Schloss Peli\u0219or bewundern \u2013 kleiner in seinen Dimensionen, aber von ganz besonderem Reiz. Es war die Residenz des Kronprinzen Ferdinand und seiner Gemahlin Maria. Peli\u0219or markiert einen \u00fcberraschenden stilistischen \u00dcbergang und ist ein eindrucksvoller Ausdruck der k\u00fcnstlerischen Vision der K\u00f6nigin Maria, die das Innere in ein wahres Art-Nouveau-Kunstwerk verwandelte.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 14pt;\">\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Obwohl das Schloss von au\u00dfen dem Pele\u0219 \u00e4hnelt, er\u00f6ffnet sich im Inneren eine v\u00f6llig andere Welt. Peli\u0219or ist das einzige vollst\u00e4ndig im Jugendstil gestaltete Schloss Rum\u00e4niens. Hier befindet sich auch das Herz K\u00f6nigin Marias \u2013 ganz nach ihrem Wunsch, nahe bei dem Volk zu bleiben, das sie so sehr liebte. Es ruht im Goldenen Salon, ihrem Lieblingsraum, den sie selbst entworfen hat, bedeckt von den Flaggen Rum\u00e4niens und Gro\u00dfbritanniens \u2013 letztere erinnert an ihre britischen Wurzeln. Ein Besuch in Schloss Peli\u0219or erweitert den Horizont des Besuchers erneut \u2013 eine stilistische Reise von der deutschen Renaissance bis zum Jugendstil, durch zahlreiche Epochen und Ausdrucksformen, die gleicherma\u00dfen faszinieren.\u201c <\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 14pt;\"><span lang=\"de-DE\">Unsere Reise f\u00fchrt weiter ins Zentrum Rum\u00e4niens. Hier z\u00e4hlt Schloss Bran (auf deutsch auch als T\u00f6rzburg bekannt) zu den meistbesuchten Sehensw\u00fcrdigkeiten des Landes. Oft f\u00e4lschlicherweise mit dem Dracula-Mythos in Verbindung gebracht, verf\u00fcgt es in Wirklichkeit \u00fcber eine reiche und vielschichtige Geschichte, die mit dem Deutschen Orden, mit F\u00fcrsten und sp\u00e4ter mit K\u00f6nigin Maria von Rum\u00e4nien verbunden ist. \u00dcber die Jahre hinweg wurde kr\u00e4ftig investiert, um das Besuchererlebnis kontinuierlich zu verbessern. \u00dcber diese Entwicklungen berichtet Alexandru Priscu, Marketingdirektor des Schlosses:<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 14pt;\">\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Seit 2009 vergeht kaum ein Jahr ohne neue Projekte zur Weiterentwicklung des Anwesens von Bran. Manche Ma\u00dfnahmen bleiben dem Publikum verborgen, etwa die Restaurierung des Dachs, w\u00e4hrend andere \u2013 wie die Sanierung der S\u00fcdfassade \u2013 deutlich sichtbar sind. Besonders eindrucksvoll ist jedoch der sogenannte \u00bbZeittunnel\u00ab: ein Aufzug, der Besucher vom Innenhof des Schlosses durch den Felsen hinab in den K\u00f6niglichen Park bringt \u2013 eine 34 Meter lange Fahrt durch den Berg. Hinzu kommen die Restaurierung des Teehauses, dessen Einbindung in den Besucherparcours, sowie die Wiederherstellung des Verwalterhauses. Erw\u00e4hnenswert ist auch die Ausstellung \u00bbEine Geschichte der Furcht in Transsilvanien\u00ab, die w\u00e4hrend der Quarant\u00e4nemonate 2020 eingerichtet wurde und das vierte Stockwerk des Schlosses in eine umfangreiche Schau zur rum\u00e4nischen Mythologie verwandelte. Das Schloss Bran war \u00fcber viele Jahre hinweg das einzige Museum der Region, das sieben Tage die Woche ohne Ausnahme ge\u00f6ffnet hatte \u2013 auch an Weihnachten und Neujahr.\u201c<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 14pt;\"><span lang=\"de-DE\">Zur Abrundung unserer Schl\u00f6sser-Tour reisen wir in den Westen Siebenb\u00fcrgens, nach Hunedoara (dt. Eisenmarkt), wo uns die majest\u00e4tische Corviner Burg erwartet, auch als Hunyadi-Schloss bekannt, die zu den sch\u00f6nsten mittelalterlichen Burgen der Welt z\u00e4hlt. Mit ihren Bastionen, T\u00fcrmen und dem beeindruckenden Innenhof bietet sie eine eindrucksvolle Reise in das Mittelalter. Besucher k\u00f6nnen hier nicht nur Verteidigungsanlagen und wertvolle architektonische Details entdecken, sondern auch Orte voller Legenden, die \u00fcber Jahrhunderte \u00fcberliefert wurden. Davon erz\u00e4hlt Sorin Tincu, Leiter des Museums Burg Hunedoara:<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 14pt;\">\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Ein H\u00f6hepunkt ist der Brunnen der Burg, um den sich eine bekannte Legende rankt: Drei t\u00fcrkische Gefangene sollen ihn \u00fcber 15 Jahre hinweg in den Dolomitkalk gegraben haben, um das Grundwasser zu erreichen. Ihre letzte Bitte \u2013 die Freiheit nach verrichteter Arbeit \u2013 wurde ihnen jedoch verwehrt, stattdessen wurden sie hingerichtet. Einer von ihnen soll der Legende nach in die Mauer geritzt haben: \u201aWasser habt ihr nun, ein Herz jedoch nicht.\u2018 Vom Brunnen aus gelangt der Besucher in das gotische Lapidarium, wo zahlreiche architektonische Fragmente ausgestellt sind, die im Zuge der Restaurierungen des 19. und 20. Jahrhunderts von den Burgmauern entfernt wurden. Weiter geht es zur sogenannten Artillerieterrasse oder dem Munitionsbastion aus dem 17. Jahrhundert sowie zur B\u00e4rengrube \u2013 einem abgelegenen Hof mit d\u00fcsterer Vergangenheit, in dem einst B\u00e4ren gehalten wurden und Gefangene ihnen zum Fra\u00df vorgeworfen worden sein sollen.\u201c<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 14pt;\"><span lang=\"de-DE\">Die Schl\u00f6sser und Burgen in Rum\u00e4nien sind nicht nur unvergessliche Reiseziele, sondern lebendige Geschichtsb\u00fccher \u2013 faszinierende Zeugnisse vergangener Zeiten, die zum Entdecken, Erkunden und Staunen einladen.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; RadioRomaniaInternational \u00b7 Schl\u00f6sser in Rum\u00e4nien: lebendige Zeugnisse vergangener Epochen &nbsp; Unsere Reise beginnt im S\u00fcden des Landes, im Prahova-Tal, wo wir die K\u00f6nigliche Dom\u00e4ne Pele\u0219 besuchen, die ein architektonisches Juwel von unsch\u00e4tzbarem Wert beherbergt. 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