Immobilienmarkt nach der Krise: leichte Wiederanklurbelung in Sicht

immobilienmarkt nach der krise: leichte wiederanklurbelung in sicht Der rumänische Immobilienmarkt hatte unter der Weltwirtschaftskrise nach 2008 zu leiden. Die Immobilienpreise sind gesunken, der Markt ist geschrumpft. Jetzt gibt es aber wieder gute Signale auf dem Markt.

Der rumänische Immobilienmarkt bleibt nach wie vor abhängig von den Banken-Krediten. Ursache ist die schwache Entwicklung des Kapitalmarktes. In anderen Ländern Europas nimmt der Anteil der Finanzierungen aus anderen Quellen zu. Das besagt eine Analyse des Immobilien-Beratungsunternehmens DTZ Echinox. Aus diesem Grund suchen die Investitionsfonds, die Immobilien in Rumänien besitzen, nach Ressourcen auf dem Kapitalmarkt. Leider aber über andere Börsen und nicht in Bukarest, so ein Kommuniqué des erwähnten Unternehmens. Der Vorsitzende des Immobilien-Makler-Verbands,  Dragoş Vâlceanu, erklärt für Radio Rumänien, was in letzter Zeit auf dem Markt passiert ist:

 

Der Immobilienmarkt war immer von Interesse, wenn das Geld sorgfältig investiert wird, kann der Gewinn weit über dem Bankzins liegen, insbesondere jetzt, wo dieser stark gesunken ist. Darüber hinaus haben die Preise ein Niveau erreicht, bei dem man aufgefordert wird, eine solche Investition zu machen. Gewöhnlich ist die monatliche Rate, die man für einen Immobilien-Kredit zahlen muss, niedriger als die Miete. Es gibt auch einen solchen Druck auf den Immobilienmarkt. Leute, die seit langem Miete zahlen, üben Druck auf den Immobilienmarkt aus und denken ernsthaft daran, etwas zu kaufen. Es gibt weiter kleine Investoren, die über Liquiditäten verfügen und keinen Kredit brauchen. Diese sehen sich irgendwie gezwungen, eher eine 2-Zimmer-Wohnung für 50.000 Euro zu kaufen, als dieses Geld bei der Bank anzulegen und keine Zinsen zu bekommen. Die Wohnung können sie vermieten und etwa 7-8 % im Jahr nur mit der Miete verdienen. Das ist eine gute Rendite.“

 

 

Was geschieht aber mit den Preisen auf dem Immobilienmarkt? Dragoş Vâlceanu:

 

„Wir können jederzeit einen Preisanstieg erwarten, es gibt schon Statistiken, die darauf hindeuten, die Preise sind nicht mehr gesunken. Im Gegenteil, in manchen Gegenden sind die Preise für bestimmte Immobilienarten gestiegen. Wenig, aber sie beginnen zu steigen. Es hängt sehr viel von der Immobilie und von der Gegend ab. Die Preise steigen jetzt wieder. Bei uns war der Preissturz-Schock nicht so groß wie in anderen Ländern und es hat nicht so viele Personen betroffen. So haben viele vergessen, dass es ein kleines Risiko in diesem Bereich gibt. Man kann eine Wohnung kaufen, die dann in zwei Jahren billiger werden könnte. Es gibt auch dieses Risiko.“

 

 

Dem Nationalen Statistikamt zufolge sei die Zahl der Baugenehmigungen für Residenzbauten gegenüber letztem Jahr gestiegen. Nicht viel, aber sie ist doch gestiegen. „Das ist ein gutes Zeichen für den Bausektor, diese Tendenz muss aber konsolidiert werden und von einer positiven Dynamik in der Wirtschaft begleitet werden“, meint der Immobilien-Analyst Radu Zilişteanu:

 

Es widerspiegelt eine leichte Rückkehr des Vertrauens auf dem Immobilienmarkt. Darüber hinaus hat die wirtschaftliche Stabilität in Europa den rumänischen Bürgern, die im Ausland arbeiten, erlaubt, mehr Geld ihren Familien in Rumänien zu schicken. Es gibt ein positives Gefühl gegenüber dem, was letztes Jahr geschehen ist.

 

 

Im September sei der Durchschnittspreis der Wohnungen in Bukarest gegenüber dem Vormonat bis auf 1054 Euro pro Quadratmeter leicht zurückgegangen, so das Immobilien-Portal imobiliare.ro. In Cluj (Klausenburg), Timişoara (Temeswar) und Braşov (Kronstadt) sind aber die Preise um 1,5 bis 3,1% gestiegen. So hat in Cluj der Quadratmeter einen Preis von 951 Euro erreicht, in Timişoara 833 Euro und in Braşov 840 Euro.

 

Laut einem Bericht des Unternehmens Jones Lang LaSalle wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 432 Millionen Euro in den rumänischen Immobilienmarkt investiert. Das ist die größte Summe seit 2008. Andrei  Văcaru, Vertreter dieses Unternehmens, erwartet einen erheblichen Anstieg des Volumens bis Ende des Jahres. Dieses soll sich dem vor der Wirtschaftskrise verzeichneten Volumen annähern. Für mehrere wichtige Immobilien-Projekte seien die Verhandlungen fortgeschritten. Die abgewickelten Tranksaktionen zeigen uns, dass die Zahl der potentiellen Käufer von rumänischen Immobilien größer ist, und das widerspiegele einen erheblichen Anstieg der Liquiditäten auf dem Markt, so Andrei Văcaru.


www.rri.ro
Publicat: 2014-10-28 17:56:00
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