EU-Förderungsgelder: verbesserte Abschöpfung durch Rumänien 2014

eu-förderungsgelder: verbesserte abschöpfung durch rumänien 2014 2014 war ein gutes Jahr, was die Abschöpfung der EU-Fonds in Rumäniens anbelangt. Eugen Teodorovici, Rumäniens Minister für EU-Fonds, zog die Bilanz.

Ende 2014 erreichte die Abschöpfungsquote der Struktur- und Kohäsions-Fonds 51,8% für die Zeitspanne 2007-2013. Somit war die Abschöpfungsquote um 3,5 Mal größer als Ende 2012. Insgesamt kassierte Rumänien bis jetzt EU-Fonds in Höhe von 10,73 Milliarden Euro ein. 2015 ist das letzte Jahr, in dem Gelder aus dem mehrjährigen Finanzrahmen 2007-2013 erhalten werden können. Das operationelle Programm für die Verbesserung der Verwaltungskapazität weist die größte Abschöpfungsquote auf. In absoluten Zahlen bringen aber das Transport-Programm und das regionale operationelle Programm mehr EU-Gelder nach Rumänien.

 

Außer Struktur- und Kohäsions-Fonds bekommt Rumänien erhebliche EU-Fonds für die Landwirtschaft und die ländliche Entwicklung. Diese sind von der vorgestellten Bilanz nicht erfasst worden. Der Minister für EU-Fonds, Eugen Teodorovici, erklärte in einem Interview mit Radio Rumänien:

 

„2014 war ein sehr gutes Jahr. Für das zweite nachfolgende Jahr hat Rumänien keinen Euro aus den zugewiesenen EU-Fonds verloren. Wir haben über 700 Millionen Euro mehr als 2013 bekommen, das ist sehr gut. 2015 ist ein schwieriges Jahr. Warum? Weil zwei Zeitspannen sich überlappen. 2015 geht die Programm-Zeitspanne 2007-2013 zu Ende und wir müssen so viel wie möglich abschöpfen, um so viel wie möglich zu gewinnen. Rumänien hat fünfeinhalb Jahre lang fast nichts gemacht, die Abschöpfungsquote lag bei fast Null. Ich schätze ein, dass wir dieses Jahr 80% oder sogar mehr der von der EU-Kommission für den aktuellen Finanzrahmen zugewiesenen Fonds  abschöpfen werden.“

 

 

Was dafür gemacht werden muss? Eugen Teodorovici:

 

„Wir müssen uns alle mobilisieren, sowohl die zentrale Verwaltung als auch die lokale, die Ministerien, die Berater, die Bau-Unternehmen, alle, die Teil dieses Prozesses sind oder an diesem Prozess als Partner teilnehmen. Auch wenn wir vielleicht über ein einfacheres, effizienteres System verfügen, wird es schwer sein, das eben genannte Niveau am Ende des Jahres zu erreichen, wenn die Rechnungen nicht zügig abgebucht werden. Ich sehe das Jahr 2015 als ein Jahr, in dem sich Vieles in puncto Gesetzgebung, Verfahren, öffentliche Beschaffungen ändern wird. Auch die Zahlungs-, Bewertungs- und Auswahl-Termine sollen kürzer werden. Wenn es früher monatelang dauerte, ein Projekt zu bewerten und auszuwählen, liegt der Durchschnitt jetzt bei etwa einem Monat, eineinhalb Monaten, höchstens knapp zwei Monaten. Hier ist auch die Unterzeichnung des Finanzierungs-Vertrags inkludiert, was zur Beschleunigung dieses Prozesses führt. Das gilt auch für die Zahlungen. Wir wissen, dass die Begünstigten früher monatelang auf die Zahlungen warteten. Abhängig vom jeweiligen operationellen Programm, kann jetzt dieser Prozess weniger als 20 Tage dauern.“

 

 

Welche Initiativen gibt es aber für dieses Jahr? Eugen Teodorovici:

 

„Man muss in erster Reihe im Bereich der  Human-Ressourcen handeln. In diesem Sinne haben wir die Löhne aller Angestellten von Vermittlungs-Strukturen angehoben. Alle Menschen, die zurzeit in Rumänien mit EU-Fonds arbeiten, haben einen guten Lohn, wenn wir uns die Löhne in Rumänien anschauen. Sie werden aber abhängig von ihrer Leistung bezahlt. Wenn sie das vereinbarte Ziel erreichen, bekommen sie ihre Löhne. Wenn sie das, was man als monatliches Ziel vereinbart hat, nicht erreichen, bekommen sie nicht mehr die Leistungs-Prämie von der EU. Das, um in erster Reihe an die tägliche Arbeit gebunden zu sein und gegenüber dieser verantwortungsvoll zu handeln. Ich werde jeden Monat eine Übersicht der Zahlungen haben, weil ich genau wissen möchte, wie wir vorankommen. Das Ziel ist ehrgeizig, das gebe ich zu, aber erreichbar.“

 

 

Rumäniens Minister für EU-Fonds hat auch über die Fonds der Zeitspanne 2014-2020 berichtet und dabei auch die wichtigsten Bereiche, in die das Geld fließen wird, genannt:

 

„Im Großen und Ganzen haben wir dieselben Prioritäten – die Groß-Infrastruktur, die Umwelt, der Transport-Bereich, der Energie-Sektor. In diese muss Rumänien, wie auch andere Staaten in Ost-Europa, noch viel Geld investieren, weil es viele Anforderungen gibt. Zugleich berücksichtigt man die private Wirtschaft. Es gibt über vier Milliarden Euro für private Unternehmen, mehr als 3,2 Milliarden allein für Klein- und Mittel-Unternehmen. Auch im Bereich der Innovation und der Forschung investieren wir jetzt eine erhebliche Summe, weil diese in Zukunft wichtig sein werden. Auch das Sozialwesen bekommt 4,2 Milliarden Euro für die Bildung, soziale Inklusion, Jugend, Schaffung von Arbeitsplätzen. Es ist eine ausgewogene Zuweisung der Fonds, aber insbesondere in den Bereichen, in denen Rumänien seine Wettbewerbs-Vorteile gegenüber anderen Staaten in der Region ausnutzen kann.“

 

 

Für die Zeitspanne 2014-2020 wurden Rumänien EU-Fonds in Höhe von etwa 43 Milliarden Euro zugewiesen, mehr als 22 Milliarden davon für die Kohäsions-Politik.


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Publicat: 2015-02-10 18:08:00
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