Rumänischer Immobilienmarkt: ertragreichste Investitionsrenditen

rumänischer immobilienmarkt: ertragreichste investitionsrenditen Die Beratungs- und Auditgesellschaft PricewaterhouseCoopers Rumänien erwartet für dieses Jahr beträchtliche Investitionen in der rumänischen Immobilienbranche. Besonders soll der Bereich der Neubauten angekurbelt werden.

Die Beratungs- und Auditgesellschaft PricewaterhouseCoopers Rumänien erwartet für dieses Jahr beträchtliche Investitionen in der rumänischen Immobilienbranche. Besonders soll der Bereich der Neubauten, überwiegend in der Hauptstadt Bukarest, im westlichen Temeswar und im mitterumänischen Klausenburg angekurbelt werden. Das, nachdem 2014 der Appetit der Investoren auf den Immobiliensektor gestiegen ist.

 

„Auch in Rumänien konnte man 2014 eine Steigerung des Appetits der Investoren für den Immobiliensektor feststellen. Im Laufe des Jahres hat man eine Reihe von Immobilientransaktionen verzeichnet, sowohl im Bürobereich als auch im Gewerbebereich. Wir erwarten auch für 2015 eine Reihe beträchtlicher Investitionen im Immobiliengewerbe“, erklärte in einer Mitteilung die Vertreterin von PricewaterhouseCoopers, Francesca Postolache. In Rumänien ist letztes Jahr der Wert der Transaktionen mit Immobilien von 300 Millionen im Jahr 2013 bis auf 1,2 Milliarden Euro gestiegen. Laut DTZ Echinox stellen 45% des Gesamtes Projektanschaffungen der Endverbraucher, 30% Büros und 15% Industrie dar. Der Erwerb von Grundstücken stellte 10% dar. Die Gesellschaft geht von einem anhaltenden Wachstum des Investitionsmarktes für einige weitere Jahre aus. Der Vorsitzende des Verbandes Rumänischer Immobilienmakler, Dragoş Vlăsceanu, sagt:

 

2014 hatten wir die größte Anzahl von Immobilientransaktionen in der Geschichte. Rund 850.000 Transaktionen gab es letztes Jahr, verglichen mit dem Jahr 2007, als es einen regelrechten Immobilienboom gab und wir 700.000 Transaktionen verzeichnet haben. Aus dem Gesichtspunkt der Dynamik gibt es einen Plus von 20% im Vergleich zu unserem bisher besten Jahr, 2007.“

 

 

Auf dem Markt werden leichte Preissteigerungen verzeichnet. Dragoş Vlăsceanu:

 

„Es gibt keinen Einflussfaktor des Preises, der darauf hindeuten könnte, dass die Preise zurückgehen könnten. Im Gegenteil. Es gibt eine steigende Nachfrage. Die Mehrheit der Menschen hebt ihr Geld von der Bank ab und erwirbt Immobilien, denn es ist die derzeit lukrativste Investition. Diese Investitionen in Immobilien werden also durch die wirtschaftliche und finanzielle Marktlage gefördert. Einschließlich die Regierung fördert den Erwerb von neuen Wohnungen durch die weitere Unterstützung des Eigenheim-Erwerb-Programms »Das Erste Haus«. Dieses Jahr wurden die höchsten Beträge genehmigt, denn man hat eine Steigerung der Nachfrage festgestellt.“

 

 

Dragoş Vlăsceanu hat auch über den Stand des Baus von Ferienhäusern gesprochen:

 

„Wir haben uns noch nicht vollständig aus der Krise erholt, so dass wir auch an den Erwerb eines Ferienhauses denken könnten. Die Zahl derjenigen, die sich so etwas leisten können, ist weiterhin recht niedrig. Ich kann Ihnen sagen, dass der Markt weiterhin blockiert ist. Was aber gut läuft, ist die Immobilienvermietung. Die Mieten in den Randvierteln laufen nicht so gut, denn die großen Entfernungen könnten das Budget beeinträchtigen. In Städten suchen die Menschen überwiegend nach Wohngebieten mit sehr entwickelter Infrastruktur für den öffentlichen Verkehr. Ich beziehe mich dabei insbesondere auf die U-Bahn-Stationen. Die Verkäufe laufen auch sehr gut. Warum? Der Preis pro Quadratmeter ist bis auf rund 700 Euro gesunken. Abhängig von der Fläche kann sich jeder rund 700 – 800 Euro pro Quadratmeter in den Randvierteln budgetieren.“

 

 

Laut dem Immobilienportal www.imobiliare.ro lag der Durchschnittspreis der angebotenen Wohnungen im Mai bei 928 Euro pro qm, um 0,8% höher als in derselben Zeitspanne des vorigen Jahres. In der Hauptstadt sind die Wohnungen um 2,3% billiger verglichen mit derselben Bezugsperiode und kosten rund 1.056 Euro pro qm. Alte Wohnungen sind aber um 0,7% teurer. Diese kann man für 1.031 Euro pro qm erwerben. In Kronstadt verzeichneten die Durchschnittspreise im Mai eine Steigerung von 6,1% und damit bis auf 855 Euro pro qm. In Klausenburg stieg der von den Verkäufern geforderte Preis von 863 auf 1.011 Euro pro qm. Im östlichen Constanţa erreichte der Index von imobiliare.ro die 900-Euro-pro-qm-Marke. Diese ist 4,2% höher als im Mai 2014. In Temeswar liegt der durchschnittliche Verkaufspreis bei 875 Euro pro qm, um 8,2% höher als der Wert vom letzten Jahr.

 

Die Nachrichtenagentur Mediafax gab neulich bekannt, dass sich der rumänische Immobilienmarkt laut Joseph Houlihan, dem Vorsitzenden des Verwaltungssrates von European Property Federation, auf einer Wachstumstendenz befände. Der besagte Verband hat seinen Sitz in Brüssel und vereint Immobilienspieler, mit einem Portfolio von insgesamt 1.500 Milliarden Euro aufwarten. Ihnen zufolge sei der rumänische Markt für Investoren und Entwickler dank seiner Renditen immer attraktiver. „Der rumänische Immobilienmarkt bietet zurzeit die größten Investitionsrenditen in Mittel- und Osteuropa. Die Marge beträgt 8%, während Immobilien der Klasse A in Warschau und Prag Renditen von nur 6,5% oder weniger bieten“, sagt Joseph Houlihan. In Bukarest befinden sich etliche Bürogebäude in der Bauphase. Nach der Fertigstellung sollen laut dem Finanzblatt 120.000 qm dieses Jahr und 500.000 qm nächstes Jahr angeboten werden.


www.rri.ro
Publicat: 2015-06-16 19:18:00
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