Filmdebüt: Unabhängige Filmemacher zählen auf Enthusiasmus der Mitwirkenden

filmdebüt: unabhängige filmemacher zählen auf enthusiasmus der mitwirkenden Der Spielfilmdebüt der Regisseurin Ana Lungu („Das Selbstporträt einer artigen Tochter“) schildert das Schicksal einer allein lebenden jungen Frau im Bukarest unserer Tage, deren privates und gesellschaftliches Leben diie junge Filmemacherin nachzeichnet.

Der Spielfilmdebüt der Regisseurin Ana Lungu („Autoportretul unei fete cuminţi“ / „Das Selbstporträt einer artigen Tochter“) schildert das Schicksal einer allein lebenden jungen Frau im Bukarest unserer Tage, deren privates und gesellschaftliches Leben die junge Filmemacherin in all seinen Facetten nachzeichnet.

 

„Das Selbstporträt einer artigen Tochter“, der Debütfilm der Regisseurin Ana Lungu, hat am Jahresanfang seine Premiere beim Internationalen Filmfestival in Rotterdam gefeiert. Ende September wurde der Streifen auch in den rumänischen Kinos präsentiert. Der Film der jungen Regisseurin wurde auf den Internationalen Festspielen „Crossing Europe“ in Linz mit dem Großen Preis geehrt. Beim Festival Bucharest IFF wurde die rumänische Produktion mit dem Preis für die beste Regie und dem Preis des Publikums, beim Festival des europäischen Films in Bukarest ebenfalls mit dem Preis des Publikums ausgezeichnet.

 

„Das Selbstporträt einer artigen Tochter“ erzählt die Geschichte von Cristiana, verkörpert von der Theaterdarstellerin Elena Popa, einer Frau, die aus einer „gutbürgerlichen Familie“ stammt. Ihre Freizeit widmet die 30-Jährige ihrem Doktoratsstudium als Ingenieurin im Bereich der seismologischen Berechnungen, den Gesprächen mit ihren nahen Freunden Alex und Michelle und den seltenen Treffen mit einem verheirateten Mann, mit dem sie liiert ist. Nachdem ihre Eltern aus Bukarest ausziehen, bleibt sie alleine in der Wohnung und kauft sich einen Hund. Somit erfüllt Cristiana einen ihrer Kindheitsträume. Die Regisseurin Ana Lungu sagte über die Produktion „Das Selbstporträt einer artigen Tochter“:

 

„Der Film hat so gut wie kein kommerzielles Potential, für mich war es besonders wichtig, dass der Streifen meiner Vision der Kinokunst entspricht, ich hatte keinen Zweifel, dass ich das machen will. Meine Versuche haben sich vor allem darauf konzentriert, keine Kompromisse als Künstlerin, als Regisseurin zu machen. Ich wollte vermeiden, dass mein Film kommerziellen Zwecken dient. Ich wollte Sachen schildern, die in unserem Alltag passieren, über Sachen sprechen, die ich kenne, und ich habe gehofft, dass meine Geschichte den Zuschauer erreichen wird.“

 

 

Im Jahr 2010 hatte Ana Lungu zusammen mit Ana Szel den Film „Burta Balenei“ (zu dt. „Der Bauch des Wals“)  gedreht. Die Produktion wurde beim Internationalen Filmfestival in Locarno in der Sektion Cineasti del presente/Filmmakers of the Present präsentiert. Was setzt die Arbeit an einem unabhängigen Film in Rumänien voraus? Die Regisseurin Ana Lungu dazu:

 

Dieser Film wird von einem Produktionsstudio mit der Teilnahme mehrerer Filmproduktionsgesellschaften unterstützt.  Was ich klarstellen möchte, ist, dass dieser Film dennoch ein unabhängiges Projekt bleibt. Was ich damit meine, ist, dass es keine Finanzierungsquelle für diesen Streifen gab. Der Film entstand dank der Unterstützung des Produktionsstudios Mandragora und der Großzügigkeit meiner Freunde aus dem künstlerischen und technischen Team, die kostenlos dafür gearbeitet haben. Das spielt für mich eine besondere Rolle, dass der Film mit voller Begeisterung produziert wurde.“

 

 

Die Darsteller Emilian Oprea, Radu Iacoban, István Téglás ergänzen die Filmbesetzung, Bildproduzent ist Silviu Stavilă, Tonproduzenten Vlad Voinescu und Filip Mureşan, den Filmschnitt machte Dana Bunescu. Nach der Bukarester Premiere soll der Film in Braşov (Kronstadt), Craiova, Cluj (Klausenburg), Deva Galaţi, Iaşi, Sfântu Gheorghe, Sibiu (Hermannstadt) und Târgu Jiu präsentiert werden.


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Publicat: 2015-10-15 14:29:00
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