Nachrichten 25.01.2022

nachrichten 25.01.2022

Infektionsgeschehen: 114.000 Impfstoffdosen des Herstellers BioNTech-Pfizer für die Impfung von Kindern zwischen 5 und 11 Jahren sind am Dienstag in Rumänien eingetroffen. Die Impfung dieser Altersgruppe wird am 26. Januar beginnen. Unterdessen steigt die Zahl der Covid-19-Fälle in Rumänien weiter an. Die meisten täglichen Fälle werden in der Region Bukarest-Ilfov bestätigt, wo die Nachfrage nach Tests groß ist. Um diese Nachfrage so schnell wie möglich zu befriedigen, hat das Gesundheitsministerium beschlossen, 28 neue Testzentren zu eröffnen. In den letzten 24 Stunden wurden insgesamt 19.685 neue Fälle von SARS-CoV-2-Infektionen und 44 Todesfälle gemeldet. Der Druck auf die Krankenhäuser ist zwar nicht so groß wie bei der letzten Welle der Pandemie, doch die Zahl der stationär behandelten Patienten steigt von Tag zu Tag. In den spezialisierten Gesundheitseinheiten übersteigt die Zahl der mit COVID-19 ins Krankenhaus eingelieferten Personen 7.000. Auf der Intensivstation befinden sich 650 Patienten.

 

Streik: Die Beschäftigten der Bukarester Verkehrsbetriebe haben ihre Protestaktion ausgesetzt und ihre Tätigkeit wieder aufgenommen, nachdem der öffentliche Nahverkehr in der Hauptstadt fünf Tage lang ausgefallen war. Der Streik war von einem Gericht für illegal erklärt worden, doch die Gewerkschafter haben die Entscheidung des Gerichts bisher ignoriert. Sie fordern Lohnerhöhungen und den Rücktritt von Adrian Criţ, dem Geschäftsführer des Unternehmens. Dieser erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Agerpres, dass die Beschäftigten nach fünf Tagen illegaler Proteste, die die Hauptstadt lahmlegten, endlich begriffen hätten, dass sie sich nicht über das Gesetz und ihre Verpflichtungen gegenüber der Bevölkerung von Bukarest hinwegsetzen könnten. Der Bürgermeister von Bukarest, Nicuşor Dan, gab seinerseits bekannt, dass die Gespräche fortgesetzt werden, um die Situation bei den Bukarester Verkehrsbetrieben im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel zu verbessern. Zuvor hatte Nicuşor Dan den Vorwurf erhoben, der Protest sei politisiert worden.

 

Ukraine: Die Ukraine entwickelt ihre Notfallpläne für jedes Szenario oder mögliche Maßnahmen Russlands. In einerMitteilung für Radio Romania sprach die stellvertretende ukrainische Ministerpräsidentin für euro-atlantische Integration Olha Stefanischina vom starken Wunsch der ukrainischen Bevölkerung der NATO beizutreten. „Für uns ist es entscheidend, dass beim nächsten Gipfel die nächsten Schritte für unseren NATO-Beitritt erfolgen. Wenn das Dokument keine Hinweise auf den künftigen Beitritt der Ukraine enthält, sei es genau das, was Russland fordert, nämlich einen Stopp der NATO-Erweiterung“, sagte Olha Stefanischina. Westliche Führer beschuldigen Moskau, die Quelle der aktuellen Spannungen zu sein, und sagen, dass Sicherheit und Stabilität in Europa durch Verhandlungen gesichert werden können. Am Montag wurde die Situation, die durch Russlands aggressives Vorgehen in der Nähe der Ukraine und der Schwarzmeerregion entstanden ist, auf die Tagesordnung des Außenratstreffens in Brüssel gesetzt. Außenminister Bogdan Aurescu schlug vor, als Ausdruck der Solidarität der EU mit der Ukraine die Möglichkeit zu prüfen, ein Treffen des Rates „Auswärtige Angelegenheiten“ in Kiew abzuhalten. Er bekräftigte, wie wichtig es sei, die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Ukraine und anderer östlicher Partner zu unterstützen und das Engagement der EU bei der Suche nach politischen Lösungen für die langwierigen Konflikte in der Schwarzmeerregion zu verstärken.

 

Korruption: Der von Transparency International veröffentlichte Korruptionswahrnehmungsindex 2021 zeigt, dass 131 der 180 untersuchten Länder trotz offizieller Zusagen in den letzten zehn Jahren keine nennenswerten Fortschritte bei der Korruptionsbekämpfung erzielt haben. Dem Bericht zufolge ist Rumänien keine Ausnahme, und die Wahrnehmung der Korruption im öffentlichen Sektor ist seit 10 Jahren unverändert. Mit nur 45 von 100 Punkten bleibt Rumänien neben Ungarn (43 Punkte) und Bulgarien (42 Punkte) eines der korruptesten Länder in der Europäischen Union. Die Analyse von Transparency International zeigt, dass die Covid-19-Pandemie den Regierungen die Möglichkeit gegeben hat, ihre Exekutivgewalt auszuweiten, öffentliche Informationen zu verbergen und die Rechte der Bürger einzuschränken. In Rumänien war einer der anfälligsten Bereiche das öffentliche Auftragswesen, was sich auf die Transparenz der öffentlichen Ausgaben während der Pandemie auswirkte.

 

Wetter: In ganz Rumänien ist das Wetter überwiegend kalt. Im Norden, Nordosten und Zentrum des Landes wird Frost verzeichnet. Leichte Schneefälle gibt es im Nordwesten, vereinzelt auch in der Landesmitte und im Osten sowie im Gebirge. Der Wind ist schwach bis mäßig, mit stärkeren Böen in den Südkarpaten und im östlichen Karpatenbogen, wo die Windgeschwindigkeit 70 bis 80 km/h erreicht und es zu Schneestürmen kommen kann. Die Tageshöchswerte am Dienstag liegen zwischen minus 9 und plu 3 Grad liegen. Auch in Bukarest bleibt das Wetter kalt. Zu Mittag wurde in der rumänischen Hauptstadt eine Temperatur von minus 1 Grad Celsius gemessen.


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Publicat: 2022-01-25 17:42:00
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