Landkreis Mieresch: Burgen, Landhäuser, Kurorte

landkreis mieresch: burgen, landhäuser, kurorte Neben der UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Sighişoara (dt. Schäßburg), gibt es im Landkreises Mureş Hunderte von Landhäusern und Burgen aus verschiedenen Epochen zu entdecken und mehrere gute Kurorte zu besuchen.

Târgu Mureş (dt. Neumarkt am Mieresch), auch Stadt der Rosen genannt, ist die Hauptstadt des siebenbürgischen Landkreises Mureş, der nach dem Fluss benannt ist, der ihn von Nordosten nach Südwesten durchfließt. Obwohl in Târgu Mureş, das im Laufe der Zeit mehrere große Brände erlitten hat, nicht mehr viele sehr alte Gebäude erhalten geblieben sind, gelang es der Altstadt, ihre mittelalterliche Prägung zu bewahren. Eine Reihe von wunderschön verzierten Gebäuden erinnert an den alten mittelalterlichen Markt und die blühende Stadt aus der Zeit zwischen den Weltkriegen. Sanda Viţelar, Kommunikations- und Medienberaterin des Kreisrates Mureş empfiehlt:

 

„Wenn Sie sich in der Kreisstadt Târgu Mureş befinden, sollten Sie im Stadtzentrum verweilen. Hier erzählen Ihnen historische Gebäude von der multikulturellen Geschichte der Stadt der Rosen. Sie sehen zwei der repräsentativsten Gebäude des Jugendstils, den Kulturpalast und den Verwaltungspalast. Diese wurden im Stil der frühen siebenbürgischen Sezession erbaut. In Târgu Mureş befindet sich auch das Corneşti-Plateau, ein Erholungsgebiet in der Natur. Hier können sie den zweitgrößten Zoo Rumäniens besuchen. Im Sommer können Sie sich hier sonnen und im Mureş-Sport-Komplex baden, der drei Außen- und einen Innenpool sowie einen künstlichen See hat, auf dem man mit dem Boot fahren kann.“

 

 

Sehenswert sind auch die reformierte Kirche in der Festung, deren Ursprünge auf das 14. Jahrhundert zurückgehen, die orthodoxe Kathedrale, die griechisch-katholische Kirche, die römisch-katholische Kirche der Minoriten und das dazugehörende Minoriten-Kloster, die Synagoge sowie die im 15. Jahrhundert errichtete mittelalterliche Burg. Weitere beachtenswerte Gebäude der Stadt sind das Rathaus, die Teleki-Bolyai-Bibliothek und nicht zuletzt das Nationaltheater mit seiner modernen Architektur. Im Dezember haben Sie einen Grund mehr, Târgu Mureş zu besuchen, denn im Zentrum der Altstadt erwarten Sie ein Weihnachtsmarkt und zwei große Eislaufflächen.

 

Von Târgu Mureş aus, einer Stadt, die heute fast zu gleichen Teilen von Rumänen und Ungarn bewohnt ist, können Sie eine mittelalterliche Themenreise durch die bezaubernden engen Gassen Sighişoaras (dt. Schäßburg) unternehmen. Die mittelalterliche Festung, die einzige noch vollständig erhaltene und bewohnte mittelalterliche Festung Osteuropas, wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von deutschen Einwanderern, den Siebenbürger Sachsen, gegründet. Heute stehen noch fünf der einst vierzehn Türme der Stadtmauer, die im Mittelalter die Oberstadt von Sighişoara befestigte (Fleischer-, Kürschner-, Schneider-, Schuster- und Zinngießer-Turm). Über der Altstadt von Sighişoara thront die unverwechselbare Schäßburger Bergkirche. Das befestige Gotteshaus wurde ab 1345 erbaut. Nicolae Tescula, Leiter des Geschichtsmuseums Sighişoara, sprach über die wichtigste Sehenswürdigkeiten der UNESCO Weltkulturerbe-Stadt:

 

„Der Uhrturm wurde im 14. Jahrhundert erbaut. In diesem befand sich bis zur Reformation das Rathaus. Er ist 64 Meter hoch. Das Dach ist sogar noch höher als der Körper des Gebäudes. Der Balkon, den Sie besuchen können, befindet sich in einer Höhe von 30 Metern, weitere 34 Meter sind noch bis zur Dachspitze. Auf dem Dach ist ein Wetterhahn befestigt, der uns das Wetter in der Stadt anzeigt. Sehenswert sind die mechanischen Figuren der Uhr – der Trommler, der die Stunden angibt, und die symbolischen Figuren: die Gerechtigkeit, der Henker und der Frieden. Einige Figuren wechseln ihre Positionen um 6 und 18 Uhr. Die Figuren, die die Wochentage darstellen, wechseln um Mitternacht ihre Positionen. Das Uhrenwerk ist alt, es stammt aus dem Jahr 1906, aber das erste Uhrturmwerk wurde im 17. Jahrhundert hergestellt. Wir rühmen uns, dass Mitte des 15. Jahrhunderts der erste bekannte Uhrmacher, ein Schlosser, aus Schäßburg stammte. Die Stadt hat also eine Tradition in der Uhrenherstellung.“

 

 

69 km von Sighişoara entfernt, am Fuße des Gurghiu-Gebirges, befindet sich ein Kurort mit langjähriger Tradition, Sovata. Péter Ferenc, Vorsitzender des Kreisrates Mureş:

 

„Es gibt hier Salzseen, die nicht nur in Rumänien, sondern auch in Europa einzigartig sind. Diese Salzseen mit Faulschlamm sind im In- und Ausland für Spa-Behandlungen bekannt. Die Behandlungen sind in erster Linie für Erkrankungen des Bewegungsapparats, aber sie bringen auch gute Ergebnisse bei gynäkologischen Erkrankungen und sogar bei der Behandlung der Sterilität. Auch Atemwegserkrankungen werden hier behandelt. Wir haben einen heliothermischen See, das heißt, dass er von den Sonnenstrahlen erwärmt wird. Über dem Salzwasser des Sees liegt eine dünne Süßwasserschicht. Dadurch wird ein Treibhaus-Effekt erzielt, die Wassertemperatur kann auch auf über 40 Grad Celsius ansteigen. Dieser See ist bei Touristen sehr beliebt. Viele kommen hierher, um einen See, der von der Sonne erhitzt wird, zu erleben.“

 

Im Landkreis Mureş gibt es viele Landhäuser und Schlösser, aber wenn Sie sich für eines entscheiden müssen, sollte es jenes in Zău de Campie sein. Sanda Viţelar erklärt:

 

„Das Ugron-Schloss ist auch als Kalender-Schloss bekannt. Es hat 365 Fenster, vier Türme, nach den Jahreszeiten, 52 Räume, diese ist die Anzahl der Wochen im Jahr, 7 Terrassen, in Anlehnung an die Wochentage, und 12 Flure, die für die Monate des Jahres stehen. Das Schloss hat auch eine Geschichte, es ist eine tragische Liebesgeschichte, der verbotenen Liebe zwischen dem Schlossherrn und einer russischen Prinzessin.“

 

 

Der Landkreis Mureş  hat folglich für alle Touristen etwas zu bieten und ist zu allen Jahreszeiten eine Reise wert.


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Publicat: 2019-12-22 18:00:00
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