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Nachrichten 01.04.2025

Die wichtigsten Meldungen des Tages

Nachrichten 01.04.2025
Nachrichten 01.04.2025

, 01.04.2026, 18:49

In Rumänien ist heute eine Notverordnung der Regierung in Kraft getreten, mit der offiziell eine Krise auf dem Kraftstoffmarkt festgestellt wird. Auslöser ist der Krieg im Nahen Osten. Laut dem Dokument müssen Unternehmen, die Kraftstoffe produzieren, importieren, vertreiben oder verkaufen, ihre Aufschläge bis zum 30. Juni auf dem durchschnittlichen Niveau des Vorjahres halten. Damit soll Spekulation verhindert werden. Bei Verstößen drohen Geldstrafen zwischen 0,5 und 1 Prozent des Vorjahresumsatzes. Außerdem wird für drei Monate der Biokraftstoffanteil im Benzin von 8 auf 2 Prozent gesenkt. Exporte von Diesel und Rohöl sind nur noch mit Genehmigung der Energie- und Wirtschaftsministerien erlaubt. Wer diese nicht einholt, riskiert Strafen zwischen 5 und 10 Prozent des Umsatzes. Weitere Maßnahmen gegen steigende Kraftstoffpreise werden derzeit geprüft. 

 

Die Störung der Ölversorgung aus dem Nahen Osten wird sich im April verstärken und beginnen, die europäische Wirtschaft zu beeinträchtigen. Die Schließung der Straße von Hormus werde die Lieferungen erheblich reduzieren, warnte am Mittwoch Fatih Birol, Leiter der Internationalen Energieagentur (IEA), berichtet Reuters. Die Europäische Kommission empfiehlt den Mitgliedstaaten, Maßnahmen zum Kraftstoffsparen zu ergreifen. Hintergrund ist die mögliche Verknappung bei anhaltender Blockade der Straße von Hormus. Wie der Korrespondent von Radio Rumänien in Brüssel berichtet, wird auch diskutiert, die Preise an Tankstellen bewusst hoch zu halten, um den Verbrauch zu drosseln. Die Internationale Energieagentur empfiehlt unter anderem, wenn möglich im Homeoffice zu arbeiten, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, die Geschwindigkeit um mindestens 10 km/h zu senken oder Fahrgemeinschaften zu bilden. Auch Fahrverbote im Wechsel nach Kennzeichen werden in Betracht gezogen. 

 

Die rumänische Regierung hat die Preisbegrenzung für Grundnahrungsmittel bis zum 30. Juni verlängert. Betroffen sind unter anderem Weißbrot, Joghurt, Eier, Öl sowie Hühner- und Schweinefleisch, außerdem Mehl, frisches Obst und Gemüse. Die Maßnahme gilt bereits seit einem Jahr und drei Monaten und wurde mehrfach verlängert. Zugleich hat die Regierung beschlossen, noch vor Ostern Gehälter für Beschäftigte mehrerer strategisch wichtiger Industriebetriebe zu zahlen, die kurz vor der Insolvenz stehen. Die Summe beläuft sich auf über 257 Millionen Lei, also mehr als 50 Millionen Euro. Auf der Werft Damen Mangalia am Schwarzen Meer setzten die über 1.000 Beschäftigten ihre Proteste am Dienstag den neunten Tag in Folge fort. Sie haben seit drei Monaten keinen Lohn erhalten und wollen bis zum 6. April demonstrieren. Dann soll eine Gläubigerversammlung über den Sanierungsplan entscheiden. 

 

Der Leiter der rumänischen Straßenbehörde, Cristian Anton, ist nach Hausdurchsuchungen von Korruptionsstaatsanwälten festgenommen worden. Die Ermittlungen betreffen einen Korruptionsfall im Zusammenhang mit Prüfungsbetrug bei der Erlangung von Berufskraftfahrer-Zertifikaten. Anton soll Teil eines Netzwerks gewesen sein, das gegen Zahlungen zwischen 600 und 1.500 Euro das Bestehen der Prüfungen garantierte. Bei den Durchsuchungen wurden nach Angaben aus Justizkreisen 500.000 Euro gefunden. Insgesamt gibt es 12 Verdächtige. Ermittelt wird sowohl in Bukarest als auch in zwei weiteren Landkreisen. 

 

Bei einem Treffen in Bukarest haben Präsident Nicușor Dan und Ministerpräsident Ilie Bolojan ihrem moldauischen Amtskollegen Alexandru Munteanu die Unterstützung Rumäniens zugesichert. Das gilt sowohl für den EU-Beitritt als auch für Energiesicherheit und den Schutz vor hybriden Bedrohungen. Munteanu dankte für die Zusammenarbeit und erklärte, sein Land stehe unter dem Druck mehrerer Krisen infolge der Konflikte in der Ukraine und im Golf. Dazu zählen steigende Preise, Probleme bei der Energieversorgung, Umweltbelastungen der Flüsse und Drohnenverletzungen des Luftraums. 

 

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und die Außenminister der Mitgliedstaaten, darunter auch Rumäniens Außenministerin Oana Țoiu, haben am Dienstag in Butscha der Opfer des Massakers durch russische Truppen gedacht. Anlass war der vierte Jahrestag der Ereignisse. Die Politiker bekräftigten ihre Unterstützung für die Forderung der Ukraine, Russland zur Verantwortung zu ziehen. Im Anschluss fand in Kiew ein informelles Treffen des Rates für Auswärtige Angelegenheiten statt. Thema waren weitere Hilfen für die Ukraine und die Sicherheitslage in der Region. 

 

Die rumänische Fußball-Nationalmannschaft hat am Dienstagabend in Bratislava ein Freundschaftsspiel gegen die Slowakei mit 0 zu 2 verloren. Es war zugleich das letzte Spiel unter Trainer Mircea Lucescu, der krankheitsbedingt fehlte. Er war am Sonntag ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem Rumänien zuvor das Playoff-Halbfinale zur WM 2026 in Istanbul mit 0 zu 1 gegen die Türkei verloren hatte. Das nächste Spiel bestreitet Rumänien am 2. Juni in Tiflis gegen Georgien – voraussichtlich mit einem neuen Trainer.

 

In Rumänien gibt es heute vorübergehend mehr Wolken. Vor allem im Nordosten fällt Regen, vereinzelt auch im Norden, in der Landesmitte und im Süden. In den Bergen treten teils Regen, teils Schnee auf. Der Wind weht schwach bis mäßig, mit einzelnen stärkeren Böen im Westen und Osten, meist um 40 bis 45 Kilometer pro Stunde. In den Hochlagen der Berge sind auch Böen bis 70 Kilometer pro Stunde möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen 8 und 18 Grad. In Bukarest werden zur Mittagszeit etwa 12 Grad erreicht, die Tageshöchsttemperatur liegt bei rund 16 Grad.

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