Rumänien zeigt derzeit zwei völlig verschiedene Gesichter, wenn es um Umweltschutz und Nachhaltigkeit geht. Während die öffentliche Verwaltung beim Recycling von Haushaltsabfällen immer noch vor riesigen Problemen steht, legt die Privatwirtschaft ein beeindruckendes Tempo vor.
Rumänien stellt die Weichen für eine grüne Zukunft: Mit dem Start von „M100“ wurde ein innovativer Mechanismus ins Leben gerufen, der rumänische Städte auf ihrem Weg zur Klimaneutralität begleiten soll. Doch M100 ist keine starre Behörde, sondern ein Projekt, das auf Kooperation und praktischen Nutzen setzt.
Die Erneuerbare-Energien-Gemeinschaften stellen einen grundlegenden Paradigmenwechsel dar, was die Art und Weise betrifft, wie Elektrizität produziert und verbraucht wird. Sie ermöglichen es Bürgern, kleinen Unternehmen und lokalen Behörden, sich zu organisieren, um Energie aus grünen Quellen wie Sonne oder Wind zu erzeugen.
Rumänien setzt auf die Energiewende: Mit der Verabschiedung der „Nationalen Wasserstoffstrategie 2025-2030“ hat das Land einen offiziellen Meilenstein für die Dekarbonisierung der Wirtschaft gesetzt.
Silvester in Rumänien – für viele gehört das bunte Feuerwerk um Mitternacht einfach dazu. Doch der Wind dreht sich! In den letzten zehn Jahren ist eine hitzige Debatte entbrannt: Wie viel Dreck und Lärm vertragen unsere Umwelt und unsere Gesundheit eigentlich noch? Immer mehr Städte in Rumänien und der gesamten EU ziehen jetzt die Reißleine und setzen auf Verbote. Warum? Das wollen wir im Folgenden erfahren.
In einem entscheidenden Moment für den Umweltschutz und die nachhaltige Entwicklung hat Rumänien einen wesentlichen Schritt zur Angleichung an internationale Standards im Schutz des Naturerbes vollzogen. Anfang dieses Monats wurde am Sitz der Nationalen UNESCO-Kommission Rumäniens die „Charta der Internationalen UNESCO-Geoparks in Rumänien“ unterzeichnet.
Umweltbildungsprojekte gewinnen im Bildungssystem immer mehr an Bedeutung und definieren den schulischen Raum neu. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist das Konzept der „Schulgärten“, das vom Verein „Mai Mult Verde“ (Mehr Grün) als pädagogische Plattform entwickelt wurde, um Schülerinnen und Schüler der Natur näherzubringen. Der jüngste dieser Lernräume wurde nun auf dem Gelände des Nationalkollegs „Ion Maiorescu“ in Giurgiu eingerichtet.
In Timișoara, der Kulturhauptstadt, gibt es eine bemerkenswerte Premiere in der städtischen Digitalisierung: Das Pilotprojekt „Green Twin“ – ein digitaler Zwilling für städtisches Grün.
Jedes Jahr aufs Neue startet die Rumänische Ornithologische Gesellschaft ihr Bildungsprojekt „Schulen, die naturfreundlich sind“ – die Ausgabe 2025/2026 steht gerade in den Startlöchern. Das Projekt ist als Unterstützungsprogramm für Lehrkräfte aus dem Vorschul-, Grundschul- und Gymnasialbereich konzipiert.
Die Energiewende in Rumänien nimmt Fahrt auf! Das Land hat enormes Potenzial, durch die Nutzung erneuerbarer Ressourcen zu einem regionalen Drehkreuz für die Produktion und Speicherung von Grünstrom zu werden. Experten sehen nicht nur in Wasser, Wind und Sonne große Chancen, sondern auch in der Geothermie und der Biogas-Produktion aus Abfällen. Das ist entscheidend, denn Rumäniens Energie- und Wärmenetze müssen dringend modernisiert werden. Der Nutzen ist enorm: niedrigere Kosten für Verbraucher und saubere Städte durch Dekarbonisierung!
Mit dem Einzug der kalten Jahreszeit und sinkenden Temperaturen verschlechtert sich die Luftqualität in Rumäniens Städten wieder drastisch. Was die Bürger nun atmen, ist ein giftiger Cocktail. Insbesondere Bukarest kämpft erneut mit gefährlichen Verschmutzungswerten. Hauptursachen sind die Heizsysteme und der stark zunehmende Autoverkehr. Experten warnen, der Einfluss auf die Volksgesundheit sei verheerend. Tausende vorzeitige Todesfälle sind jährlich die traurige Folge.
Der Bericht „Status des Klimas – Rumänien 2025“ zeichnet ein besorgniserregendes Bild einer sich entfaltenden Klimakrise. Die Auswirkungen sind längst keine ferne Bedrohung mehr, sondern eine Realität, die direkt unsere Gesundheit, Wirtschaft und den Alltag betrifft.
Gute Nachrichten für den Naturschutz: In der Region Isaccea an der Donau fand vor Kurzem eine wichtige Wiederansiedlungsaktion statt. 3000 Jungtiere des Russischen Störs – wissenschaftlich Acipenser gueldenstaedtii – wurden in den Fluss entlassen.
Es ist eine wichtige Schutzmaßnahme für unsere Gewässer: In der kalten Jahreszeit, vom 1. November bis zum 15. März, ist in Rumänien das Fischen in der Nähe von Brücken, die Stützpfeiler im Wasser haben, komplett untersagt. Das Gesetz legt eine massive Schutzzone fest – 500 Meter flussaufwärts und 500 Meter flussabwärts von diesen Bauwerken. Doch das ist keine willkürliche Entscheidung, sondern eine essentielle Maßnahme zum Schutz der Wassertiere in ihrer wohl verwundbarsten Phase.
Die Kreislaufwirtschaft – ein Begriff, der immer öfter fällt. Sie ist die Alternative zum traditionellen Wirtschaftsmodell. Anders als beim klassischen Zyklus von „Produzieren, Nutzen, Entsorgen“ setzt die Kreislaufwirtschaft auf das Prinzip der Regeneration. Ziel ist es, Produkte, Komponenten und Materialien so lange wie möglich im Wirtschaftskreislauf zu halten. Dieses Modell soll nun auch in der Textilindustrie greifen, einem Sektor mit enormem Einfluss auf unsere Umwelt.