Unzufriedenheit, steigende Lebenshaltungskosten und Sorgen um die Zukunft prägen derzeit die Stimmung in Rumänien. Eine neue Umfrage zeigt: Mehr als drei Viertel der Bevölkerung sind der Ansicht, dass sich das Land in die falsche Richtung entwickelt. Von der Regierung erwarten die Menschen vor allem niedrigere Preise, höhere Einkommen und eine geringere Steuerbelastung. Gleichzeitig wächst der Druck von Arbeitgebern und Gewerkschaften.
Die Energiepreise, drohende weitere Preissteigerungen und die Frage, ob die europäischen Staaten ihren Strombedarf im Winter decken können, standen am Donnerstag im Mittelpunkt eines Treffens der EU-Energieminister in Luxemburg. Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund einer schwierigen internationalen Lage statt, die von geopolitischen Spannungen und dem Druck auf die Brennstoffmärkte geprägt ist.
Das Schwarze Meer entwickelt sich zunehmend zu einem Brennpunkt der Sicherheitslage in Europa. Immer häufiger geraten Handelsschiffe zwischen die Fronten des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Allein in diesem Monat wurden mehrere zivile Schiffe vor der bulgarischen Küste von Drohnen getroffen. Wie Rumänien gemeinsam mit Bulgarien, der Türkei und der NATO auf die wachsenden Risiken für die Schifffahrt reagieren will.
Die Europäische Kommission fordert von EU-Raffinerien eine höhere Diesel- und Kerosinproduktion, um den Marktdruck zu mindern und die Versorgung auch im Falle einer militärischen Krise zu sichern.
Rumänien bekräftigt seine nachdrückliche Unterstützung für die benachbarte Republik Moldau.
Drei ausländische Staatsbürger werden der Sabotage gegen Rumänien beschuldigt, die von Russland koordiniert wurde.
In Rumänien hat am Sonntag die Notimpfung von Schafen und Ziegen gegen Pocken sowie gegen die Pest der kleinen Wiederkäuer begonnen.
Allein in dieser Woche kam es an rumänischen Schulen zu zwei Angriffen mit Stichwaffen. Die Vorfälle werfen erneut die Frage auf, wie sich die zunehmende Gewalt in der Gesellschaft eindämmen lässt und wie Kinder und Jugendliche besser geschützt werden können.
Der Oberste Verteidigungsrat Rumäniens unterstreicht die zentrale Bedeutung der Sicherheit im Schwarzen Meer für die nationale Sicherheit und die Sicherheit des euroatlantischen Bündnisses. Angesichts zunehmender Zwischenfälle auf See und wiederholter Luftraumverletzungen will Bukarest seine Abwehrfähigkeiten ausbauen. Auch das Europäische Parlament fordert eine stärkere militärische Zusammenarbeit in der Region.
Rumänien verzeichnete auch 2025 das höchste Haushaltsdefizit in der Europäischen Union. Nach Angaben von Eurostat sank es zwar von 9,2 auf 7,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, lag damit aber weiterhin deutlich über dem EU-Durchschnitt. Die neue Regierung unter Luca Niculescu hält am Ziel fest, das Defizit schrittweise zu senken. Dabei setzen Experten vor allem auf eine bessere Mehrwertsteuererhebung und eine verlässliche Haushaltsplanung.
Nach vier gescheiterten Anläufen zur Regierungsbildung und fast sechs Monaten politischer Blockade hat Rumänien endlich wieder eine stabile Regierung. Das Parlament in Bukarest hat das Kabinett des parteilosen designierten Ministerpräsidenten Luca Niculescu bestätigt.
Die Sicherheit im Schwarzen Meer war Thema des Nordatlantikrats und einer Debatte im Europäischen Parlament.
Die Aussicht auf eine neue, voll handlungsfähige Regierung wirkt sich positiv auf die rumänischen Finanzmärkte aus. Der Leu hat gegenüber dem Euro an Wert gewonnen, der Bukarester Aktienindex legte zu und die Renditen rumänischer Staatsanleihen sind gesunken. Auch beim Haushalt gibt es Fortschritte: Das Defizit lag nach den ersten neun Monaten deutlich unter dem Vorjahreswert. Doch um das Jahresziel zu erreichen, muss Rumänien seine Ausgaben weiterhin genau im Blick behalten.
Nach fast einem halben Jahr politischer Unsicherheit könnte Rumänien bald wieder eine voll handlungsfähige Regierung haben. Der designierte Ministerpräsident Luca Niculescu hat seine Ministerkandidaten ins parlamentarische Prüfverfahren geschickt. Die Vertrauensabstimmung ist für Dienstagnachmittag geplant. Doch neben der schwierigen Mehrheitsbildung warten auf das neue Kabinett dringende wirtschaftliche Aufgaben – allen voran die Senkung des Haushaltsdefizits und die Verabschiedung des Budgets für 2027.
In Rumänien steht die Bildung einer neuen Regierung kurz vor dem Abschluss. Der designierte Ministerpräsident Luca Niculescu, ein Diplomat und ehemaliger Journalist ohne Parteibuch, setzt auf eine Mischung aus Sozialdemokraten und parteilosen Fachleuten. Zwei Drittel der Ministerposten sollen an Vertreter der Sozialdemokratischen Partei PSD gehen, die übrigen an unabhängige Experten. Die Liberalen wollen der Regierung im Parlament zur Mehrheit verhelfen, anschließend aber in die Opposition wechseln. Damit könnte eine fast sechsmonatige politische Krise in Bukarest überwunden sein.