In der Gemeinde Desești im Kreis Maramureș (Nordrumänien) befindet sich eine der acht Kirchen des Kreises Maramureș, die 1999 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurden: die Holzkirche der Heiligen Jungfrau Parascheva. Neben dieser berühmten Holzkirche ist die Gemeinde in Maramureș ein wahrer Anziehungspunkt für kulturelle und soziale Veranstaltungen. So finden in Desești beispielsweise ein Malkurs und die „Desești-Poesieabende“, die heute den Namen „Nichita-Stănescu-Poesieabende“ tragen, statt. Kurz vor den Winterferien sprach Eugen Cojocariu mit Pfarrer Ioan Ardelean über die sozialen und karitativen Projekte, die er mit EU-Geldern in der Pfarrgemeinde umgesetzt hat und weiterhin umsetzt. Wie hat alles angefangen?
Rumänien steht laut den jüngsten Analysen des Nationalen Statistikamts (INS) vor einem stark beschleunigten demografischen Rückgang. Die Projektionen zeigen, dass die Bevölkerung des Landes bis 2080 um bis zu ein Viertel gegenüber dem heutigen Stand schrumpfen könnte.
Das Jahr 2025 war das dritte Jahr in Folge, in dem Rumänien mehr Auswanderer als Einwanderer verzeichnete. Der Forscher Anatolie Coșciug argumentiert, dass diese Entwicklung auf ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren zurückzuführen ist, darunter der Bedarf des Arbeitsmarktes, die gesellschaftliche Wahrnehmung und Einstellung gegenüber Migranten sowie die nationale und europäische Migrationspolitik.
Jährlich kommen weltweit etwa 140 Millionen Kinder zur Welt. Rund 15 Millionen von ihnen beeilen sich sozusagen dabei – sie werden frühzeitig geboren, also etwa zehn Prozent. Die Rate der Frühgeburten schwankt je nach Land zwischen fünf und achtzehn Prozent. Die Frühgeburtlichkeit ist ein gravierendes Gesundheitsproblem – sie ist weltweit die zweithäufigste Todesursache bei Kindern unter fünf Jahren, nach Lungenentzündungen. Viele der betroffenen Kinder behalten zudem lebenslange Behinderungen körperlicher, neurologischer oder kognitiver Art. Meist brauchen sie langfristige medizinische Unterstützung.
Ein Bericht des Weltwirtschaftsforums zeigt, dass sich bis 2030 fast 39 % der heutigen Mitarbeiterkompetenzen verändern werden. Künstliche Intelligenz (KI) wird die Menschen jedoch nicht ersetzen, sondern unsere Arbeitsweise grundlegend verändern. Zu den wichtigsten Zukunftskompetenzen zählen der Umgang mit KI und Big-Data-Tools, Resilienz, kreatives Denken und digitale Kompetenz. Gleichzeitig werden Netzwerk- und Cybersicherheitskenntnisse zu unverzichtbaren Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt.
Gewalttaten auf offener Straße gegen ausländische Arbeitskräfte sind in Rumänien immer häufiger Thema aktueller Meldungen. Gleichzeitig bleibt das Problem des illegalen Aufenthalts von Ausländern ebenso akut – bislang ohne jede Strategie der Behörden, um dem entgegenzuwirken.
Rumänien war das einzige mehrheitlich orthodoxe Land der Welt, das keine Nationalkathedrale besaß – ein seit über eineinhalb Jahrhunderten bestehendes Ziel, das nun Wirklichkeit geworden ist.
Der fast eineinhalb Jahrhunderte alte Traum der rumänisch-orthodoxen Gläubigen – von Geistlichen ebenso wie von einfachen Gläubigen –, eine Nationale Kathedrale zu bauen, ist Wirklichkeit geworden.
Jeden Tag wirft ein Rumäne durchschnittlich eine Portion Essen weg. Das bedeutet, dass in Rumänien täglich über 6.000 Tonnen Lebensmittel verschwendet werden, das sind 2,5 Millionen Tonnen pro Jahr – das entspricht 150 Kilogramm Lebensmitteln, die pro Person weggeworfen werden. Die Europäische Union hat gefordert, diese Verluste bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren, und Rumänien hat bereits seine Gesetzgebung zur Abfallbekämpfung aktualisiert.
Der UNICEF-Bericht 2025 zeigt einen deutlichen Anstieg der Kinderfettleibigkeit in Rumänien. Der Anteil übergewichtiger Kinder im Alter von fünf bis 19 Jahren stieg von 10 Prozent im Jahr 2000 auf 23 Prozent im Jahr 2022. Der Anteil der fettleibigen Kinder erhöhte sich im gleichen Zeitraum von zwei auf neun Prozent. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind inzwischen 28 Prozent der rumänischen Kinder zwischen sieben und neun Jahren übergewichtig und 12 Prozent fettleibig. Unter den 10- bis 15‑Jährigen beträgt der Anteil der Fettleibigen und Übergewichtigen jeweils rund 16 Prozent – das entspricht mehr als 215.000 betroffenen Kindern.
In Rumänien boomt der Markt für Arbeitskräfte aus dem Ausland. Mehr als 7 000 Agenturen sind offiziell registriert, um Menschen aus Asien, Afrika oder Südamerika zu vermitteln. Doch hinter dieser Zahl verbirgt sich ein undurchsichtiges System – mit dubiosen Praktiken, rechtlichen Grauzonen und menschlichen Schicksalen. Wer kontrolliert eigentlich diese Agenturen? Und wer schützt die Arbeitskräfte, die nach Rumänien kommen, um ein besseres Leben zu finden?
Sie sind günstig, schnell und überall in der Stadt unterwegs: E-Scooter. Auch in Rumänien gehören sie inzwischen zum Alltag. Doch der Boom hat eine Schattenseite: Die Zahl der Unfälle steigt rasant – und immer öfter enden sie tragisch.
Im Parlament in Bukarest ist vor Kurzem erstmals ein Sonderausschuss mit der Betitelung „Rumänien ohne Gewalt“ ins Leben gerufen worden – als Reaktion auf die hohe Zahl von Gewalttaten im Allgemeinen und von häuslicher Gewalt im Besonderen. Die Initiative wurde von allen Fraktionen unterstützt. Dem Ausschuss gehören 25 Abgeordnete sämtlicher im Parlament vertretenen Parteien an.
Die Präsenz asiatischer Arbeitskräfte war in den vergangenen Tagen Anlass für Debatten in den Medien und hat die öffentliche Meinung in Rumänien gespalten.
Im Jahr 2023 waren im Durchschnitt etwas mehr als 21 % der Bevölkerung der Europäischen Union von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, und Rumänien war das Land mit dem höchsten Anteil an davon betroffener Bevölkerung: 32 %. Zugleich gehörte Rumänien im zweiten Quartal desselben Jahres zu den drei führenden EU-Ländern in Bezug auf das Wirtschaftswachstum. Wie erklären Experten diese Diskrepanz? Zu diesem Thema haben wir uns mit dem Politologen Andrei Țăranu unterhalten.