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Nachrichten 11.03.2026

Die wichtigsten Meldungen des Tages

Nachrichten 11.03.2026
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, 11.03.2026, 18:11

Das rumänische Finanzministerium hat am Dienstag den Haushaltsentwurf für das Jahr 2026 veröffentlicht. Das Dokument sieht ein Wirtschaftswachstum von 1 %, eine durchschnittliche jährliche Inflation von 6,5 %, ein Haushaltsdefizit von 6,2 % sowie ein Bruttoinlandsprodukt vor, das erstmals 2.000 Milliarden Lei (etwa 392,5 Milliarden Euro) überschreiten soll. Im öffentlichen Sektor werden keine Prämien, Boni oder bezahlten Überstunden mehr gewährt. Außerdem erhalten Personen, die in den Ruhestand gehen, keine finanziellen Abfindungen beim Ausscheiden mehr. Auch die Renten steigen in diesem Jahr nicht. Erhöht wurden dagegen die Mittel für die Entwicklung der lokalen Gemeinschaften: Diese belaufen sich nun auf 164 Milliarden Lei (über 32 Milliarden Euro), also 25 Milliarden Lei (4,9 Milliarden Euro) mehr als im vergangenen Jahr. Ministerpräsident Ilie Bolojan kündigte an, dass der Haushalt am Donnerstag in der Regierungssitzung verabschiedet werden soll, damit er bis Ende der Woche dem Parlament vorgelegt werden kann. Allerdings ist nicht sicher, ob das Dokument im Parlament die Unterstützung der Sozialdemokratische Partei erhält, da die Sozialdemokraten mit der Höhe der den Bürgermeisterämtern zugewiesenen Mittel unzufrieden sind und außerdem die fehlende Aufnahme von finanziellen Unterstützungsmaßnahmen für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen kritisieren.

 

Das Parlament in Rumänien hat am Mittwoch den Antrag auf die vorübergehende Stationierung amerikanischer defensiver Ausrüstung und Militärkräfte auf rumänischem Gebiet im Kontext der Krise im Nahen Osten gebilligt. Die Entscheidung war zuvor im Obersten Rat für Landesverteidigung getroffen worden, der ebenfalls am Mittwoch von Präsident Nicușor Dan einberufen worden war und laut Gesetz die Zustimmung des Parlaments benötigte. Nach Angaben des Staatschefs geht es um Tankflugzeuge, Überwachungsanlagen sowie satellitengestützte Kommunikationssysteme, die mit dem Raketenabwehrsystem im südrumänischen Deveselu koordiniert werden sollen. Präsident Nicușor Dan betonte, dass es sich um rein defensive Ausrüstung handelt, die nicht mit eigener Bewaffnung ausgestattet ist. Die Stationierung soll im Rahmen der strategischen Partnerschaft zwischen Rumänien und den Vereinigten Staaten erfolgen und ähnelt der Zusammenarbeit Washingtons mit anderen NATO-Mitgliedstaaten. Der Präsident erklärte außerdem, dass diese Maßnahmen die Sicherheit Rumäniens stärken werden und dass die Bevölkerung keinen Anlass zur Sorge habe. Während derselben Sitzung befassten sich die Mitglieder des Rates auch mit der Lage rumänischer Staatsbürger, die vom Krieg im Nahen Osten überrascht wurden. Bisher sind rund 5.700 Menschen nach Rumänien zurückgekehrt, mehr als die Hälfte von ihnen mit Unterstützung der Behörden. Schließlich standen auch die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts auf der Tagesordnung, darunter steigende Preise auf dem internationalen Ölmarkt.

 

Die rumänische Außenministerin Oana Ţoiu von der Partei USR ist am Mittwoch vor der Auswärtigen Kommission der Abgeordnetenkammer in Bukarest erschienen, um Erläuterungen zur Rückführung rumänischer Staatsbürger aus den vom neuen Krieg im Nahen Osten betroffenen Regionen zu geben. Bei dieser Gelegenheit richtete die Chefin der rumänischen Diplomatie einen Appell zur Verantwortung an Bürgerinnen und Bürger, die in Konfliktregionen reisen. Sie erinnerte daran, dass im Außenministerium bereits am 2. März eine Krisenzelle einberufen worden war, zudem habe es mehrere interinstitutionelle Treffen gegeben. Nach den Worten der Ministerin dürfe „dieses erhöhte Maß an Angst, das in einer Konfliktregion ohnehin vorhanden ist, nicht zusätzlich durch die falsche Vorstellung verstärkt werden, Rumänien würde sich nicht um seine Bürger kümmern oder dies nicht im gleichen Maße tun wie andere Staaten oder nicht alle verfügbaren Ressourcen einsetzen, um den rumänischen Staatsbürgern vorrangig die sichere Rückkehr nach Hause zu ermöglichen“. „Nachdem alle rumänischen Staatsbürger wieder sicher zu Hause sind, werden wir selbstverständlich eine sehr klare Bewertung vornehmen – sowohl der Bereiche, die verbessert werden müssen, als auch der Maßnahmen, die funktioniert haben. Viele dieser Lösungen wurden in einer Situation erhöhter Verwundbarkeit und mit ohnehin begrenzten Ressourcen geschaffen“, erklärte Oana Ţoiu. Die Außenministerin fügte hinzu, dass Rumänien in den vergangenen Tagen eine klare Position eingenommen habe: die Angriffe Irans zu verurteilen, gleichzeitig jedoch zu einer Deeskalation aufzurufen beziehungsweise zu einer vorübergehenden Verringerung der Angriffe auf zivile Ziele, um gemeinsam mit den Staaten der Region die sichere Rückkehr der rumänischen Staatsbürger zu ermöglichen.

 

Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, wird am Donnerstag auf Einladung seines rumänischen Amtskollegen Nicuşor Dan in Bukarest erwartet. Dies bestätigten politische Quellen gegenüber Radio România. Es wird der zweite Besuch Selenskyjs im Nachbarland Rumänien seit Beginn der Russische Invasion in der Ukraine 2022 vor vier Jahren sein – nach seinem Besuch im Oktober 2023. Neben Gesprächen zwischen den beiden Präsidenten sieht das Besuchsprogramm auch ein Treffen Selenskyjs mit dem rumänischen Ministerpräsidenten Ilie Bolojan vor. Die beiden Länder teilen sich eine etwa 700 Kilometer lange Grenze, und seit Februar 2022 hat Rumänien Millionen ukrainische Flüchtlinge, vor allem Frauen und Kinder, aufgenommen. Nach offiziellen Angaben des Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge hielten sich Ende vergangenen Jahres rund 200.000 Ukrainer in Rumänien auf. Zudem trainieren ukrainische F-16-Kampfpiloten in Rumänien, das der Ukraine auch ein Patriot-Flugabwehrsystem überlassen hat.

 

In Rumänien ist das Wetter überwiegend schön bei wechselnder Bewölkung. Der Wind weht schwach bis mäßig, mit stärkeren Böen in den Südkarpaten sowie im Südwesten und örtlich auch im Osten des Landes. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 10 und 16 Grad. In Bukarest wird ebenfalls schönes Wetter erwartet, bei einer Höchsttemperatur von 14 Grad.

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