Nachrichten 26.05.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 26.05.2026, 18:29
Die Regierung in Bukarest lädt die Gewerkschaften am Dienstag zu Beratungen über das neue Gesetz zur einheitlichen Besoldung im öffentlichen Dienst ein. Das Gesetz steht seit Montag zur öffentlichen Debatte. Nach Angaben des kommissarisch amtierenden Arbeitsministers Dragoș Pîslaru soll keiner der insgesamt 1,2 Millionen Staatsbediensteten durch die Reform Gehaltseinbußen erleiden. Ziel sei nicht eine allgemeine Lohnerhöhung, sondern mehr Gerechtigkeit im öffentlichen Vergütungssystem. Vorgesehen sind zwölf Gehaltsstufen sowie ein Referenzwert von zunächst 4.100 Lei, umgerechnet rund 790 Euro. Dieser Betrag wird mit Koeffizienten zwischen 1 und 8 multipliziert. Das höchste Gehalt soll künftig der Staatspräsident mit 32.800 Lei, etwa 6.300 Euro, erhalten. Zugleich werden zahlreiche Zulagen gestrichen. Gewerkschaften aus dem Gesundheitswesen und der Polizei warnen deshalb vor Einkommensverlusten bei Beschäftigten, die stark von Risiko- und Nachtarbeitszulagen abhängig sind. Das Gesetz ist Teil des nationalen Aufbauplans PNRR und muss bis zum 1. Juli vom Parlament verabschiedet werden. Mehr zum Thema im Hintergrundbericht gleich nach den Meldungen.
Die amtierende rumänische Außenministerin Oana Țoiu nimmt heute in Brüssel am Rat Allgemeine Angelegenheiten der Europäischen Union teil. Im Mittelpunkt stehen die Beratungen über den mehrjährigen Finanzrahmen der EU für den Zeitraum 2028 bis 2034 sowie die Vorbereitung des Europäischen Rates im Juni. Außerdem geht es um die Beziehungen der EU zu Großbritannien sowie um die Rechtsstaatlichkeit in den Mitgliedstaaten. Parallel dazu tagt in Brüssel auch der Rat für Landwirtschaft und Fischerei, an dem der amtierende rumänische Landwirtschaftsminister Barna Tánczos teilnimmt. Themen sind unter anderem der Zugang der Landwirte zu bezahlbaren Düngemitteln und die Entwicklung des europäischen Agrarhandels.
Der österreichische Innenminister Gerhard Karner besucht heute Rumänien anlässlich einer gemeinsamen Übung zur Bekämpfung illegaler Migration. Geplant sind Einsätze zu Wasser und an Land zur Überprüfung gemeinsamer Verfahren und zur Stärkung der Zusammenarbeit im Schengen-Raum. In der Hafenstadt Constanța wollen Karner und sein rumänischer Amtskollege Cătălin Predoiu gemeinsam vor die Presse treten. Nach Angaben des rumänischen Innenministeriums konnte die illegale Migration an den EU-Außengrenzen durch die Zusammenarbeit Rumäniens mit Bulgarien, Ungarn und Österreich um mehr als 80 Prozent reduziert werden.
Der Menschenrechtskommissar des Europarats, Michael O’Flaherty, besucht bis Donnerstag Rumänien. Im Mittelpunkt stehen die Bedingungen in Pflege- und Betreuungszentren für ältere Menschen. Dabei soll geprüft werden, wie Lebensqualität, Schutz vor Misshandlung und medizinische Versorgung in diesen Einrichtungen gewährleistet werden.
Iran: Nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio könnte ein Friedensabkommen mit dem Iran kurz bevorstehen – trotz neuer amerikanischer Angriffe auf iranische Ziele. Das US-Militär teilte mit, es habe Raketenstellungen sowie Boote angegriffen, die Minen im Persischen Golf verlegen wollten. Ziel der Einsätze sei der Schutz amerikanischer Truppen in der Region gewesen. Medienberichten zufolge gehörten auch Einheiten der Revolutionsgarden und Einrichtungen nahe der Hafenstadt Bandar Abbas zu den Angriffszielen.
In Bukarest sind am Montagabend die Preise der rumänischen Theaterunion UNITER verliehen worden. Ausgezeichnet wurden die besten Theaterproduktionen und künstlerischen Leistungen des Jahres 2025. Vergeben wurden unter anderem Preise für die beste Schauspielerin, den besten Schauspieler, die beste Regie und die beste Inszenierung. Hinzu kamen Ehren- und Sonderpreise für das Lebenswerk.
In weiten Teilen Rumäniens bleibt das Wetter heute freundlich und warm. Im Zentrum und Westen steigen die Temperaturen deutlich an, lediglich in den Bergen sind vereinzelt leichte Regenfälle möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen 24 und 31 Grad. In Bukarest wurden zur Mittagszeit bei strahlender Sonne 26 Grad Celsius gemessen.