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Nachrichten 21.12.2023

Die wichtigsten Meldungen des Tages im Überblick

Nachrichten 21.12.2023
Nachrichten 21.12.2023

, 21.12.2023, 17:16

Gedenken: Heute finden in Bukarest Gedenkfeiern für die Helden statt, die vor 34 Jahren in der antikommunistischen Revolution vom Dezember 1989 für die Freiheit starben. Der 21. Dezember 1989 gilt als der erste Tag der Revolution in der Hauptstadt, nach der gescheiterten Kundgebung, zu der Diktator Nicolae Ceauşescu aufgerufen hatte. Ceauşescus Rede, in der er die Errungenschaften des Kommunismus beschwor, wurde durch die Buhrufe der Teilnehmer unterbrochen. Die Übertragung der Kundgebung im staatlichen Radio und Fernsehen wurde eingestellt und durch Propagandasendungen ersetzt. Am Abend versammelten sich Gruppen von Demonstranten vor dem Gebäude des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei und an anderen Orten im Stadtzentrum. Die Demonstranten errichteten Barrikaden und im Zuge der folgenden Nacht wurde der antikommunistische Aufstand zunächst blutig niedergeschlagen. Die Repressionskräfte des Regimes eröffneten das Feuer gegen die Demonstranten. Dadurch wurden viele von ihnen getötet oder verwundet. Viele weitere wurden festgenommen. Die eine Woche zuvor in der westrumänischen Stadt Timisoara (Temeswar) begonnene und auf andere Gro‎ßstädte ausgeweitete Revolution gipfelte am 22. Dezember in Bukarest in der Flucht Ceauşescus mit dem Helikopter vom Dach des Zentralkomitee-Gebäudes. Wenige Tage später wurden Ceauşescu und seine Ehefrau Elena gefasst, vor Gericht gestellt und am 25. Dezember 1989 hingerichtet. Rumänien war das einzige kommunistische Land in Europa, in dem der Regimewechsel mit Blutvergie‎ßen einherging. Im Dezember 1989 wurden hier mehr als tausend Menschen getötet.



Sterblichkeit: Laut dem EU-Bericht über den Gesundheitszustand 2023 steht Rumänien an erster Stelle in der Europäischen Union, was die Zahl der Todesfälle aufgrund vermeidbarer und behandelbarer Ursachen angeht. In Rumänien wurden in der Zeit der durchgeführten Statistik 358 vermeidbare Todesfälle pro 100 000 Einwohner registriert, fast doppelt so viele wie im EU-Durchschnitt, der bei 180 Todesfällen pro 100 000 Einwohner liegt. Au‎ßerdem wurden 235 Todesfälle pro 100 000 Einwohner infolge von Erkrankungen registriert, die behandelbar gewesen wären. Das sind wiederum 2,5 Mal so viele wie im EU-Durchschnitt (92 Todesfälle pro 100 000 Einwohner). Die Pro-Kopf-Ausgaben für das Gesundheitswesen sind in Rumänien nach wie vor die niedrigsten unter den EU-Ländern, und zahlreiche Personengruppen sind von der Krankenversicherungspflicht nicht erfasst. Rumänien wendet nur 6,5 % des BIP für das Gesundheitswesen auf. Die Lebenserwartung bei der Geburt in Rumänien, die bis 2019 auf 75,3 Jahre angestiegen war, sank zwischen 2019 und 2021 um fast 3 Jahre auf 72,8 Jahre. Somit ist die Lebenserwartung in Rumänien derzeit die drittniedrigste in der Europäischen Union und liegt um 5,4 Jahre unter dem EU-Durchschnitt.



Investitionen: Die Regierung in Bukarest hat heute einen Gesetzentwurf über die Entwicklung von Investitionen im Bereich der Offshore-Windenergie im Schwarzen Meer verabschiedet. Gemä‎ß dem Entwurf soll das Energieministerium Dienstherr im Bereich der Offshore-Windparks werden. Die Verabschiedung eines gesetzlichen Rahmens für den Beginn der Nutzung der rumänischen Offshore-Windressourcen ist ein wichtiger Schritt, um Rumäniens Energieunabhängigkeit und Widerstandsfähigkeit zu gewährleisten, und gleichzeitig eine Verpflichtung unseres Landes im Rahmen des Nationalen Plans für Aufbau und Resilienz“, hei‎ßt es in einer Pressemitteilung des Energieministeriums. Daten der Weltbank zeigen, dass Rumänien über ein Offshore-Windpotenzial von 76 GW installierter Leistung verfügt, was ein günstiges Umfeld für die Entwicklung dieser Art von erneuerbaren Energien darstellt. Durch dieses Projekt macht Rumänien Fortschritte bei der angestrebten Umstellung und Dekarbonisierung des Energiesystems sowie bei der Konsolidierung seines Status als regionaler Marktführer im Energiebereich.



Flugverkehr: Die staatliche rumänische Fluggesellschaft TAROM hat in einer Pressemitteilung angekündigt, dass sie ab dem 1. Januar 2024 den Flugbetrieb auf der Strecke nach Tel Aviv mit zwei wöchentlichen Flügen wiederaufnehmen wird. Das Unternehmen teilte mit, dass es die Sicherheitslage in Israel weiterhin beobachte und regelmä‎ßig mit den lokalen und internationalen Behörden im Hinblick auf die Wiederaufnahme des Flugbetriebs kommuniziere. Im Zusammenhang mit der Änderung der aktuellen Lage in Israel werde der Flugplan entsprechend angepasst und in das Buchungssystem aufgenommen werden, so die Mitteilung von TAROM.



Wetter: In West-, Mittel- und Nordrumänien ist der Himmel meist bewölkt. In den Bergen und im Osten schneit es, im Norden werden gemischte Niederschläge verzeichnet. Leichter bis mä‎ßiger Wind mit stärkeren Böen in den Ost- und Westkarpaten, vor allem im Hochland, wo es zu Schneestürmen kommen kann. Die Höchsttemperaturen liegen am Donnerstag zwischen 2 und 8 Grad Celsius. In Bukarest wurden gegen Mittag 8 Grad Celsius gemessen.

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