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Prognosen des IWF zum Wirtschaftswachstum Rumäniens

Die rumänische Wirtschaft soll dieses Jahr einen größeren Vorsprung verzeichnen als zuvor prognostiziert, verlautet aus dem neuesten Bericht des IWF.

Prognosen des IWF zum Wirtschaftswachstum Rumäniens
Prognosen des IWF zum Wirtschaftswachstum Rumäniens

, 15.04.2015, 16:28

Der Internationale Währungsfonds hat die Prognosen zur Entwicklung des BIP Rumäniens für dieses Jahr auf 2,7% nach oben revidiert. Das verlautet aus dem am Dienstag von der internationalen Finanzinstitution veröffentlichten Bericht. Im Herbst letzten Jahres hatte der IWF für 2015 ein Wachstum der rumänischen Wirtschaft um 2,4% vorausgesagt. Was das Jahr 2016 anbelangt, geht der IWF von einem Vorsprung von 2,9% aus, also über den von 2,5%, der im Oktober letzten Jahres vorausgesagt wurde.



Nach der Evaluierungsmission von Februar verfügte der Fonds über dieselben Zahlen. Dieser äu‎ßerte die Meinung, dass der Hauptfaktor für diese Entwicklung die Konsolidierung des Privatverbrauchs sei. Die besagte Konsolidierung soll vor dem Hintergrund der Steigerung des Reallohnes, der niedrigen Ölpreise und der niedrigen Zinsraten, die Rekordmindestwerte erreicht haben, erfolgen. Der IWF hat die Schätzungen bezüglich der Verbrauchsgüterpreise in Rumänien nach unten überarbeitet. Diese sollen 2015 um 1% steigen.



Die Prognosen aus dem Herbst gingen von einem Wachstum von 1,5% aus. Für 2016 sieht der IWF eine Steigerung der Konsumpreise um 2,4%, weniger als die im Herbst prognostizierte Steigerung von 2,9%. Eine ähnliche Situation gibt es im Falle des Leistungsbilanzdefizits. Die ursprünglichen Vorhersagen des IWF wurden nach unten revidiert, von 1,2% auf 1,1% für 2015 und von 1,8% auf 1,5% für 2016. Laut dem IWF bremste letztes Jahr die Wirtschaft auf Regionalebene und mehrere Länder verzeichneten Deflation. Die Währungspolitik müsste in Polen und Rumänien, vor dem Hintergrund einer niedrigen Inflationsprognose und des Phänomens der quantitativen Entspannung im Euroraum, gelockert bleiben“, so der IWF.



Unterdessen bestätigte die Finanzbewertungsagentur Standard&Poors (S&P) die Ratings Rumäniens für langfristige und kurzfristige Darlehen in ausländischer und in inländischer Währung bei BBB minus/A-3. Die zugehörige Perspektive ist stabil. Standard&Poors machte die Klarstellung, dass die Beibehaltung der Bewertungen Rumäniens durch den gemä‎ßigten externen Verschuldungsgrad, vor dem Hintergrund der recht stabilen Wirtschaftswachstumsperspektiven gerechtfertigt sei.



Die Bewertungsagentur glaubt aber weiterhin, dass die Ratings Rumäniens von der schwachen Qualität der Regierungsführung, trotz der jungen Bemühungen zur Korruptionsbekämpfung, eingeschränkt werden. Ein weiterer Nachteil sei das niedrige BIP pro Einwohner, verglichen mit anderen Ländern derselben Kategorie. Dieses beträgt 8.600 Dollar. Au‎ßerdem gebe es eine hohe Verschuldung im Privatbereich, auch wenn diese eine Abwärtstendenz befolgt, die die Währungspolitik beeinträchtigen kann. Die Wirtschaft Rumäniens wird im Zeitraum 2015-2018, im Schnitt ein Wachstum von rund 3% jährlich verzeichnen, antizipiert S&P.

Banca Naţională a României a crescut prognoza de inflaţie pentru finalul acestui an de la 4,7% la 4,9%.  (foto: pixabay.com)
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