Nachrichten 09.04.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 09.04.2026, 17:04
Der Präsident Rumäniens, Nicușor Dan, hat die Ernennungsdekrete für die neuen Leiter der Staatsanwaltschaften sowie für einen Teil ihrer Stellvertreter unterzeichnet. Die Entscheidungen folgen auf die vom Justizministerium organisierten Interviews und die Anhörungen im Obersten Magistraturrat. Demnach wird Cristina Chiriac neue Generalstaatsanwältin, Viorel Cerbu übernimmt die Leitung der Antikorruptionsbehörde DNA, und Codrin Miron wird Chef der DIICOT, der Behörde zur Bekämpfung von organisiertem Verbrechen und Terrorismus. Ebenfalls ernannt wurden Marius Voineag als stellvertretender Generalstaatsanwalt sowie Alex Florența als stellvertretender DIICOT-Leiter. Das Staatsoberhaupt betonte, die Priorität der neuen Führung müsse im Kampf gegen Korruption sowie gegen große Netzwerke des Drogenhandels und der Steuerhinterziehung liegen. Zugleich äußerte er die Erwartung, dass die Tätigkeit der großen Staatsanwaltschaften nach diesen Ernennungen deutlich an Dynamik gewinnt
Die Regierung billigt in ihrer heutigen Sitzung einen Entwurf für die Eilverordnung zur Einrichtung eines Datennetzwerks zur Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft. In der Begründung des Projekts heißt es, dass die Gemeinsame Agrarpolitik und der Europäische Green Deal klare Ziele vorgeben: die Verringerung von Nährstoffverlusten, die Reduzierung des Einsatzes von Düngemitteln und Pestiziden, die Senkung der Verkäufe antimikrobieller Mittel, der Ausbau des ökologischen Landbaus sowie die Förderung von Landschaftselementen mit hoher Biodiversität. Zudem wird die Regierung ein Memorandum zur Aufstockung der Gesamtstellenzahl der Nationalen Agentur für Beschäftigung erörtern. Vorgesehen ist die Schaffung von 600 neuen Stellen, die aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert werden.
Die Regierung in Bukarest hat in ihrer heutigen Sitzung den Stand der Zielvorgaben und Meilensteine des Nationalen Aufbau- und Resilienzplans, kurz PNRR, analysiert, der mit der Europäischen Kommission vereinbart wurde. Angesichts der Tatsache, dass wiederholte Verzögerungen bei Reformen erhebliche finanzielle Sanktionen nach sich ziehen können, hat die Regierung festgelegt, dass alle im Rahmen des PNRR zugesagten Investitionen bis zum 31. August 2026 umgesetzt werden müssen. Energieminister Bogdan Ivan erklärte, dass 250 Projekte im Bereich erneuerbare Energien technisch abgeschlossen seien, mit einer installierten Leistung von über 1.227 Megawatt und einem Finanzierungsvolumen von mehr als 317 Millionen Euro. Zugleich wies er darauf hin, dass es dennoch neun Projekte gebe, bei denen ein hohes Risiko bestehe, dass sie nicht fristgerecht abgeschlossen werden.
Die rumänische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr real um 0,7 Prozent gewachsen, verglichen mit dem Jahr 2024. Im letzten Quartal 2025 lag das Bruttoinlandsprodukt jedoch um 1,8 Prozent unter dem Wert des Vorquartals. Das gehen aus vorläufigen Daten hervor, die am Donnerstag vom Nationalen Institut für Statistik veröffentlicht wurden. Zuvor hatte das Institut noch einen Rückgang von 1,9 Prozent für das Schlussquartal 2025 gemeldet. Das Defizit der Handelsbilanz belief sich im Zeitraum Januar bis Februar 2026 auf 4,76 Milliarden Euro. Damit lag es um 15,6 Prozent unter dem Wert des gleichen Zeitraums im Jahr 2025.
Mehr als 24.000 Mitarbeiter des rumänischen Innenministeriums werden während der Osterfeiertage der orthodoxen Kirche täglich im Einsatz sein. Das teilte am Donnerstag die Sprecherin des Ministeriums, Monica Dajbog, mit. Den Angaben zufolge werden die Einsatzkräfte des Innenministeriums verstärkt auf den wichtigsten Straßen und Autobahnen, an Orten mit Großveranstaltungen sowie in weiteren operativ relevanten Bereichen präsent sein. Weiter erklärte sie, dass Feuerwehrkräfte und SMURD-Rettungsteams ein besonderes Augenmerk auf Gotteshäuser richten werden, in denen religiöse Feiern stattfinden. Dort werden rund 2,3 Millionen Gläubige erwartet. Im Laufe dieses Monats haben Feuerwehrkräfte zudem Schulungen für kirchliches Personal organisiert. Dabei ging es um Maßnahmen, die im Falle medizinischer Notfälle oder bei Bränden noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte ergriffen werden müssen, um eine sichere Evakuierung der Gläubigen sowie den richtigen Einsatz von Feuerlöschern zu gewährleisten, so die Sprecherin des Innenministeriums weiter.
US-Präsident Donald Trump hat bei einem privaten Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte seine Unzufriedenheit betreffend die Organisation zum Ausdruck gebracht. Hintergrund sind die angespannten Beziehungen innerhalb der Allianz im Kontext des Krieges im Iran, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Rutte erklärte nach mehr als zweistündigen Gesprächen im Weißen Haus, Trump sei „offensichtlich von vielen NATO-Verbündeten enttäuscht“, und fügte hinzu, er könne diesen Standpunkt nachvollziehen. Ohne konkrete Länder zu nennen, sagte der NATO-Generalsekretär weiter, einige Mitgliedstaaten hätten aus seiner Sicht ihre Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Einsatz im Iran nicht erfüllt. Zugleich betonte er, dass die Mehrheit der europäischen Partner Unterstützung geleistet habe.
Die US-Armee wird in der Nähe des Iran stationiert bleiben, bis ein „echtes Abkommen“ vollständig umgesetzt ist. Das erklärte US-Präsident Donald Trump, einen Tag nach der Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen Washington und Teheran, wie die Nachrichtenagenturen Reuters und AFP berichten. Der amerikanische Präsident warnte, dass Iran im äußerst unwahrscheinlichen Fall einer Nichteinhaltung des Abkommens mit Konsequenzen rechnen müsse, „härter als alles, was jemals jemand gesehen hat“. Zuvor hatte Teheran erklärt, es sei „unvernünftig“, über ein Friedensabkommen zu sprechen, nachdem Israel erneut Stellungen der Hisbollah im Libanon bombardiert habe. Die USA und Israel hatten am 28. Februar Luftangriffe gegen Iran gestartet. Dabei kam unter anderem der oberste religiöse Führer des Landes, Ajatollah Ali Khamenei, ums Leben. Teheran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel sowie auf Staaten in der Golfregion, in denen sich US-Militärstützpunkte befinden.
Das Wetter ist in weiten Teilen Rumäniens deutlich kälter geworden, der Himmel ist überwiegend bewölkt. In vielen Regionen kommt es zu Niederschlägen, im Zentrum, Nordwesten und Nordosten in Form von Regen, Schneeregen und Schnee, während in den übrigen Landesteilen überwiegend Regen fällt. In den Gebirgsregionen dominiert Schneefall. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 4 und 14 Grad. In Bukarest ist der Himmel bedeckt, es fällt leichter Regen, und die Tageshöchsttemperatur erreicht etwa 11 Grad.