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Nachrichten 21.03.2026

Die wichtigsten Meldungen des Tages

Nachrichten 21.03.2026
Nachrichten 21.03.2026

, 21.03.2026, 16:45

Rumänien schließt sich einer gemeinsamen Erklärung von Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden und Japan an. Darin geht es um die Sicherung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus, die durch den neuen Krieg im Nahen Osten beeinträchtigt ist. Präsident Nicușor Dan erklärte in einem Facebook-Beitrag, dass sich Bukarest dieser Initiative vor dem Hintergrund der schwerwiegenden Folgen anschließt, die eine mögliche Sperre der Straße für die globalen Energiemärkte und die Weltwirtschaft hätte. Die Auswirkungen seien auch in Rumänien spürbar – insbesondere bei den Kraftstoffpreisen. Der Präsident Dan betonte, Rumänien sei bereit, sich an den internationalen Bemühungen zu beteiligen, um die Preise auf einem für die Bevölkerung tragbaren Niveau zu halten. Gleichzeitig hält Rumänien an seiner klaren Entscheidung fest, sich nicht in den Konflikt im Nahen Osten einzumischen. Man arbeite gemeinsam mit internationalen Partnern an einer Deeskalation, so Nicușor Dan weiter. Die Unterzeichnerstaaten der Erklärung erklärten zudem, sie seien bereit, ihre Anstrengungen zu bündeln, um eine sichere Passage von Schiffen durch die Straße von Hormus zu gewährleisten. Außerdem kündigten sie Maßnahmen zur Stabilisierung der Energiemärkte an. In der Erklärung werden die jüngsten Angriffe Irans auf unbewaffnete Handelsschiffe im Golf, Angriffe auf zivile Infrastruktur – einschließlich Öl- und Gasanlagen – sowie die faktische Schließung der Straße von Hormus aufs Schärfste verurteilt.

 

Rumänien hat im Januar 2026 eine Erdölproduktion von 199.500 Tonnen Öläquivalent verzeichnet. Das sind 19.500 Tonnen beziehungsweise 8,9 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Dies geht aus Daten des Nationalen Instituts für Statistik hervor. Auch die Rohölimporte lagen unter dem Vorjahresniveau – sie waren um 13,2 Prozent geringer als im Januar 2025. Nach der jüngsten Energieprognose der Nationalen Kommission für Strategie und Prognose wird die Erdölproduktion Rumäniens bis 2027 weiter zurückgehen – mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von 2,5 Prozent. Für das Jahr 2026 wird eine Fördermenge von 2,68 Millionen Tonnen Öläquivalent erwartet – ein Rückgang von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für 2027 wird ein weiterer Rückgang auf 2,63 Millionen Tonnen prognostiziert, das entspricht minus 1,9 Prozent. Als Hauptursachen nennt die Kommission den natürlichen Rückgang der Lagerstätten sowie den Weiterbetrieb der bestehenden Förderanlagen. Gleichzeitig wird ein Anstieg der Rohölimporte erwartet: Für 2026 um 7,4 Prozent auf 7,52 Millionen Tonnen Öläquivalent und für 2027 um weitere 7,8 Prozent.

 

 

Der Oberste Magistraturrat in Rumänien übt scharfe Kritik an der Entscheidung, Haushaltsmittel umzuleiten, die ursprünglich für die Auszahlung gerichtlich zugesprochener Gehaltsansprüche von Beschäftigten im Justizsystem vorgesehen waren. Konkret handelt es sich um eine Maßnahme der Regierungskoalition, mit der rund eine Milliarde Lei , rund 200 Millionen Euro, zur Finanzierung sozialer Maßnahmen bereitgestellt werden sollen. Diese waren von der Sozialdemokratischen Partei zur Unterstützung des Staatshaushalts gefordert worden. Vor diesem Hintergrund kündigte der Magistraturrat an, alle notwendigen Schritte einzuleiten und zu unterstützen, um die den Richtern und Justizangestellten zugesprochenen Rechte einzufordern. Der Oberste Gerichtshof Rumäniens teilte bereits mit, dass auch eine Anrufung des Verfassungsgerichts möglich ist. Begründet wird dies damit, dass die Umsetzung gerichtlicher Entscheidungen nicht optional sei und weder verschoben noch neu ausgelegt werden dürfe.

 

Ein iranischer Staatsbürger und eine rumänische Staatsbürgerin sind angeklagt worden, nachdem sie versucht haben sollen, in den Sicherheitsbereich einer Marinebasis einzudringen, die Teil der nuklearen Abschreckung des Vereinigten Königreichs ist. Darüber berichten britische Medien. Ein 34-jähriger Mann und eine 31-jährige Frau wurden nach dem Vorfall auf der Marinebasis HM Clyde im Norden Schottlands festgenommen, die auch unter dem Namen Faslane bekannt ist. Die schottische Polizei teilte mit, dass die Ermittlungen derzeit noch andauern. Die Basis Faslane beherbergt den Kern der britischen U-Boot-Flotte sowie das nukleare Abschreckungssystem Trident.

 

Wenn am kommenden Sonntag Parlamentswahlen in Rumänien stattfinden würden, läge die nationalistische Oppositionspartei AUR mit 35 Prozent der Stimmen deutlich vorn. Das geht aus einer am Samstag veröffentlichten Umfrage des Instituts Avangarde hervor. Es folgen die vier Parteien der prowestlichen Regierungskoalition: Die Sozialdemokratische Partei käme auf 22 Prozent, die Nationalliberale Partei auf 14 Prozent, die Partei „Rettet Rumänien“ auf 11 Prozent und der Demokratische Verband der Ungarn in Rumänien auf 5 Prozent. Alle übrigen Parteien würden an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Die Umfrage zeigt zudem eine deutliche Unzufriedenheit mit der Regierung unter Ministerpräsident Ilie Bolojan. Auf die Frage nach der Arbeit der Regierung gaben 43 Prozent der Befragten an, völlig unzufrieden zu sein, weitere 37 Prozent äußerten sich eher unzufrieden. 17 Prozent zeigten sich eher zufrieden, lediglich 1 Prozent sehr zufrieden. Auch die Bewertung des Regierungschefs fällt kritisch aus: 49 Prozent der Befragten sind überhaupt nicht zufrieden mit seiner Tätigkeit, 24 Prozent eher unzufrieden. 20 Prozent äußerten sich eher zufrieden, nur 1 Prozent sehr zufrieden. Auf die Frage nach der allgemeinen Richtung des Landes erklärten 79 Prozent der Befragten, Rumänien bewege sich in die falsche Richtung. 18 Prozent halten den Kurs für richtig, 3 Prozent machten keine Angabe. Die Umfrage wurde zwischen dem 10. und 17. März 2026 telefonisch unter 1.000 Personen durchgeführt. Die maximale Fehlermarge liegt bei plus/minus 3 Prozent.

 

Das Wetter in Rumänien ist für diese Jahreszeit relativ mild. In der östlichen Landeshälfte fällt leichter Regen. In den Gebirgsregionen kommt es zu gemischten Niederschlägen, überwiegend in Form von Schneeregen und Schnee. Vereinzelt können die Niederschlagsmengen 10 Liter pro Quadratmeter erreichen oder überschreiten. Die Höchsttemperaturen liegen landesweit zwischen 9 und 14 Grad Celsius.

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