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Der Warnzustand wird verlängert

In Rumänien wurde der Warnzustand aufgrund der Corona-Pandemie um weitere 30 Tage verlängert.

Der Warnzustand wird verlängert
Der Warnzustand wird verlängert

, 14.12.2020, 15:37






Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie wird in Rumänien der Warnzustand über die Feiertage verlängert. Die Entscheidung, trat am heutigen Montag in Kraft. Der Warnzustand wurde erstmals Mitte Mai verhängt und später immer wieder verlängert, nachdem ab dem 16. März, für zwei Monate, der Ausnahmezustand gegolten hat. Der neue Regierungsbeschluss hält die zuvor vom Notstandskomitee vorgeschlagenen Einschränkungen aufrecht, darunter auch das Verbot nach 23 Uhr ohne triftigen Grund das Haus zu verlassen, das auch während der Feiertage gilt. Zu den bisherigen Beschlüssen kommen jedoch einige weitere hinzu. Dabei geht es um die Arbeits- und Organisationsweise der Seilbahnbetreiber auf den Skipisten, die zwar weiter arbeiten können, aber unter Auflagen, die die Einhaltung des Abstands sicherstellen sollen. Restaurants und Hotels, die sich in der Nähe der Skipisten befinden, werden unter den bereits festgelegten Bedingungen offen bleiben.




In der Zwischenzeit steigt die Zahl der Corona-Infektionen in Rumänien weiter an. In den letzten Tagen wurden neue Negativrekorde in Bezug auf die Zahl der verstorbenen Corona-Patienten beziehungsweise derjenigen, die mit schweren Krankheitsverläufen auf Intensivstationen behandelt werden müssen, erreicht. Die Hauptstadt hat weiterhin die landesweit die höchste Infektionszahl. Behörden warnen, dass der Druck auf das Bukarester Gesundheitssystem zunehmen und dass es notwendig sein wird, weiterhin Patienten in Städte zu verlegen, in denen das Gesundheitssystem nicht ganz so stark belastet ist.




In diesem Zusammenhang kündigte Staatssekretär und Leiter der Direktion für Notfallsituationen, Raed Arafat die Verteilung von weiteren 500 Sauerstoffgeneratoren an medizinische Einrichtungen an, um die Anzahl der Stationen zu erhöhen, an denen Corona-Patienten mit Sauerstoff behandelt werden können. Obwohl die Zahl der Infektionen in Bukarest weiter ansteigt, erwägen die Behörden zurzeit nicht, die Stadt unter Lockdown zu stellen. Sie sind der Meinung, dass die bestehenden Ma‎ßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt ausreichen. Es gibt jedoch einige Orte in der Umgebung der Hauptstadt, die unter Quarantäne stehen, weil dort die Infektionsrate zwischen 7 und fast 9 pro tausend Einwohnern liegt. Die restriktiven Ma‎ßnahmen wurden, gezielt, auch auf andere Orte im Land mit hoher Inzidenz ausgeweitet.




Im Gegenzug haben die Behörden beschlossen die Quarantäne im zentral rumänischen Landkreis Sibiu (dts. Hermannstadt) beginnend mit dem heutigen Montag aufzuheben, nachdem die Infektionsrate im gesamten Kreis von mehr als 9 auf 3,65 Fälle pro tausend Einwohner gesunken ist. Davon betroffen sind die Landkreishauptstadt und sieben weitere Ortschaften. Die Situation in den Krankenhäusern hat sich etwas entspannt, die Betten sind zu 50 % mit Corona-Patienten belegt. Die Betten für intensivmedizinische Behandlung bleiben aber, auch mit Patienten, die aus anderen Landkreisen verlegt werden, voll belegt.

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