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Solidarität mit der Türkei

Mehrere europäische Länder, darunter auch Rumänien, haben der Türkei nach dem verheerenden Erdbeben in diesem Land Hilfe angeboten.

Solidarität mit der Türkei
Solidarität mit der Türkei

, 07.02.2023, 14:20

Nach den schweren Erdbeben wurden Such- und Rettungsteams aus den Vereinigten Staaten und Europa in die Türkei entsandt. Die verheerenden Erdbeben, die am Montag die südliche Hälfte des Landes erschütterten, haben bisher mehr als dreitausend Menschen in der Türkei sowie zahlreiche Opfer im benachbarten Syrien gefordert. Allein in der Türkei zählten die Behörden fast 5.000 eingestürzte Gebäude. Und durch den radikalen Temperatursturz besteht bei den Verletzten, die noch in den Trümmern eingeschlossen sind, zusätzlich die Gefahr der Unterkühlung.



Mehrere EU-Mitgliedstaaten haben auf das Hilfeersuchen der Türkei im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens reagiert. Such- und Rettungsteams aus Bulgarien, Kroatien, der Tschechischen Republik, Frankreich, Griechenland, den Niederlanden und Polen werden mobilisiert, und auch Ungarn, Italien, Spanien, Malta und die Slowakei haben ihre Hilfe angeboten. Das Copernicus-Satellitensystem der EU wurde ebenfalls aktiviert, um den lokalen Behörden Notfallkartierungsdienste zur Verfügung zu stellen.



Rumänien hat sich den europäischen Staaten angeschlossen, die derzeit der Türkei helfen. Drei Militärflugzeuge mit 60 rumänischen Rettungskräften – spezialisierten Such- und Rettungsteams, Ärzten und Assistenten, einem Team aus Fachpersonal und einem Hundeteam – sowie entsprechender Spezialausrüstung sind in Adana (Süden) gelandet. Das rumänische Rettungsteam setzte sich mit den türkischen Behörden in Verbindung und kam in der Provinz Hatay an.



Die rumänischen Retter begannen mit dem Aufbau der Einsatzbasis und bereiteten gleichzeitig die erste Schicht für den Beginn des Unterstützungseinsatzes vor. Sie stehen in ständigem Kontakt mit den türkischen Behörden, wobei die Vertreter der Behörde für Katastrophen- und Notfallmanagement für die Festlegung des Einsatzgebietes und die Intervention der zur Unterstützung angereisten Teams verantwortlich sind. In Bukarest mobilisiert das Gesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit den Universitäten für Medizin und Pharmazie Fachleute, die als Freiwillige bei der Bildung medizinischer Teams helfen wollen, die in die betroffenen Gebiete in der Türkei reisen können.



Gleichzeitig wurde eine Blutspendeaktion für die Opfer organisiert, die Transfusionen benötigen. Medikamente und Sanitätsmaterial werden ebenfalls vorbereitet und können den türkischen Behörden zur Verfügung gestellt werden. Au‎ßerdem steht das Gesundheitsministerium in Kontakt mit der rumänischen Botschaft in Ankara, um Anfragen zu beantworten und die medizinische Untersuchung und psychologische Betreuung der aus der betroffenen Region zurückgekehrten Personen sicherzustellen.



Die Türkei ist eines der 33 Länder, die am EU-Katastrophenschutzverfahren teilnehmen, zusammen mit den 27 Ländern des Blocks sowie Norwegen, Island, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien. Die EU-Hilfe kann jedoch von jedem Land der Welt angefordert werden, dessen nationale Notfallressourcen durch eine Katastrophe überfordert sind und zusätzliche Hilfe benötigen. Im Rahmen ihrer humanitären Hilfsprogramme ist die EU auch bereit, die Betroffenen in Syrien zu unterstützen.

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