Südliche Schwarzmeer-Riviera: eine Oase der Ruhe und Erholung
Ein Sommerurlaub an der südlichen Schwarzmeerküste bedeutet viel mehr als nur Unterkunft, Essen und Strand.
Ștefan Baciu, 15.07.2025, 14:15
Im südlichen Teil der rumänischen Schwarzmeerküste gibt es 6 Ferienorte, die so dicht beieinander liegen, dass es scheint, als gäbe es nur einen einzigen Ort, der sich über einen Küstenabschnitt von 6 km Länge erstreckt. Ein Sommerurlaub an der südlichen Schwarzmeerküste bedeutet viel mehr als nur Unterkunft, Essen und Strand. Viele Hotels verfügen auch über Swimmingpools, darunter auch solche, die bei ihrem Bau in den 1970er Jahren noch keinen besaßen. Darüber hinaus verfügen einige Hotels über Spa- und Wellness-Zentren mit Liegestühlen, Sonnenschirmen und eventuell Strandbars. Die Spa-Zentren in den Badeorten an der südrumänischen Schwarzmeerküste machen sich die therapeutischen Eigenschaften des Schlamms aus dem Techirghiol-See, des Schwefelwassers und des Torfschlamms bei Mangalia zunutze. Neben diesen traditionellen Kurbehandlungen, die die Sommersaison verlängern, bieten die Kur- und Wellnesszentren Behandlungen und Anwendungen an, die traditionelle und therapeutische Massagen mit von orientalischen Kulturen inspirierten Therapien und den neuesten Erkenntnissen der Präventiv- und Anti-Aging-Medizin zusammenbringen.
Für Abenteuerlustige wird auch in der Region gesorgt. Im südlichen Schwarzmeerort Neptun wurde ein Themenpark mit vielen lebensgroßen Dinosauriermodellen eröffnet, die von Informationstafeln für die jüngeren Besucher begleitet werden. In der Nähe gibt es auch einen Abenteuerpark mit Wanderwegen für Kinder und Erwachsene. Dan Nichifor, Mitarbeiter des Abenteuerparks, erläutert: „Wir haben 14 Parkour-Stecken im Park. Der Schwierigkeitsgrad ist nach Farben gestaffelt, für die Kleinen im Alter von 4 … 5 Jahren haben wir den weißen und den grauen Parkours, zwei weiße und einen grauen Parcours ohne Höhenbegrenzung. Die Strecken haben eine Mindesthöhe, beginnend mit dem gelben Parkours 120 cm, orange, grün und indigo, blau, schwarz und rot, wobei rot der schwierigste ist, 160 cm. Eine schwierige Route ist höher, viel höher, irgendwo um die 10 … 15 Meter, die rote. Es ist sehr beweglich, ich meine, alles bewegt sich sehr, sehr viel, man hat kein Gleichgewicht und man braucht neben Handkraft auch muskuläre Ausdauer.“
Der südliche Teil der rumänischen Schwarzmeerküste hat auch für Museumsbesucher einiges zu bieten. Im Archäologischen Museum Callatis in Mangalia können Besucher Exponate besichtigen, die an die mehrtausendjährige Geschichte der Stadt erinnern. Mangalia blickt auf eine über 2 500 Jahre alte Geschichte zurück und wurde im 5. Jahrhundert v. Chr. von griechischen Siedlern unter dem Namen Kallatis gegründet. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich die Stadt Kallatis zu einem wichtigen Handwerks- und Handelszentrum. Beim Bau eines Hotels wurden auch Mauern der alten Festung entdeckt, die erhalten geblieben sind und im Untergeschoss des Gebäudes besichtigt werden können.
Im Mittelalter, unter osmanischer Herrschaft, wurde die Festung von Kallatis in eine kleine Stadt namens Pangalia umgewandelt. Die Esmahan-Sultan-Moschee, die 1575 erbaut und nach der Tochter von Sultan Selim II. benannt wurde, ist bis heute erhalten geblieben. Für den Bau der Moschee im maurischen Stil wurden Steine aus den Mauern der alten Stadt Callatis verwendet, was Esmahan Sultan zum ältesten muslimischen Gotteshaus Rumäniens macht.