In einer Welt, in der Energiesicherheit, Klimawandel und globaler Wettbewerb immer intensiver werden, befindet sich die Europäische Union an einem entscheidenden Punkt ihrer wirtschaftlichen und technologischen Transformation. Die Art und Weise, wie Energie produziert und verbraucht wird, bestimmt nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die geostrategische Rolle des Kontinents. Nun zeichnet sich ein Umdenken in der EU hinsichtlich der Energieversorgung ab.
Europa will bis 2050 klimaneutral werden. Dafür müssen die Treibhausgasemissionen auf Null reduziert oder durch CO2-Entnahme wieder ausgeglichen werden.
Das Jahr 2024 wird als das erste in die Geschichte eingehen, in dem die Durchschnittstemperaturen der Erde den international vereinbarten Grenzwert von 1,5 Grad Celsius übertroffen haben – bezogen auf das vorindustrielle Zeitalter, bevor der Mensch in großem Umfang fossile Brennstoffe verbrannte. Diese Bestätigung stammt vom Copernicus-Dienst zur Überwachung des Klimawandels der EU und sollte als Weckruf verstanden werden.
Bei ihrem Treffen in Brüssel einigten sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten darauf, die Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber 1990 um mindestens 55% zu reduzieren.
Im Kontext der Coronavirus-Pandemie kündigt die EU-Kommissionspräsidentin die Gründung einer eigenen biomedizinischen Behörde für fortgeschrittene Forschung und Entwicklung an.