In Rumänien wurden humanistische oder kulturelle Berufe von vielen lange Zeit mit Skepsis betrachtet – als finanziell unattraktiv, wenn nicht gar als eine Art „Verurteilung zur Armut“. Dies rührte auch daher, dass während der kommunistischen Ära Hochschulabsolventen häufig in der Provinz auf Stellen versetzt wurden, die nichts mit ihrem Studium zu tun hatten. Obwohl seit dem Regimewechsel einige Zeit vergangen ist, hat sich die Situation in diesen Bereichen nicht grundlegend verbessert, sodass eine gewisse Zurückhaltung bis heute spürbar ist.
Tina Savoi ist Leiterin der italienischen Schule Aldo Moro in Bukarest. Den Lernprozess in der Schule hat sie gründlich verändert, indem sie den Akzent auf das kritische Denken und die individuelle Entwicklung setzte.
Auch vor dem Hintergrund der PISA-Tests, bei denen die rumänischen Schüler schlechter als bisher abgeschnitten haben, ist das Thema Bildung hochaktuell.