Nachrichten 14.02.2026
Die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick
Newsroom, 14.02.2026, 19:21
Die Ratingagentur Fitch Ratings hat am Freitag das souveräne Rating Rumäniens bei „BBB minus“ mit negativem Ausblick bestätigt, heißt es in einer Mitteilung der Finanzbewertungsagentur. Das Rating „BBB minus“ werde durch die EU-Mitgliedschaft gestützt und sei mit Kapitalzuflüssen verbunden, die die Einkommenskonvergenz und den Zugang zu externer Finanzierung unterstützen. Das Pro-Kopf-BIP und die Regierungsführung lägen über jenen anderer Länder mit „BBB“-Rating. Diese Stärken würden jedoch – so Fitch – durch hohe und anhaltende Zwillingsdefizite im Haushalt und in der Leistungsbilanz, eine steigende Staatsverschuldung, politische Polarisierung sowie eine relativ hohe Nettoauslandsverschuldung aufgewogen. Der negative Ausblick spiegele die anhaltende Verschlechterung der öffentlichen Finanzen Rumäniens infolge hoher Haushaltsdefizite und des raschen Anstiegs des Verhältnisses von Staatsverschuldung zu BIP wider. Der private Konsum werde in diesem Jahr aufgrund des anhaltenden Rückgangs der real verfügbaren Einkommen sinken. Gleichwohl würden die Investitionen dank europäischer Mittel kräftig steigen, verstärkt durch die Aufstockung der Zuschusskomponente im Aufbau- und Resilienzplan, schätzt die Agentur. Faktoren, die zu einer Herabstufung des Länderratings führen könnten, seien laut Fitch ein Scheitern bei der Umsetzung zusätzlicher Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung, die mittelfristig eine Stabilisierung der Staatsverschuldung bewirken sollen.
Die rumänische Regierung begrüßt die sich im Abschluss befindliche Transaktion der Bank für Wiederaufbau und Entwicklung zum Verkauf des Betreibers des Internationalen Hafens Giurgiulești an die Nationale Gesellschaft für Verwaltung der maritimen Häfen. Mit diesem Erwerb übernimmt Rumänien feste Verpflichtungen zur langfristigen Entwicklung des Internationalen Hafens Giurgiulești und zur Stärkung seiner Position in der Schwarzmeerregion und im Donaubecken. Vorgesehen sind bedeutende langfristige Investitionen zur Erhöhung der Hafenkapazität, zur Verbesserung und Modernisierung der Infrastruktur sowie zur Stärkung seiner strategischen Bedeutung in der Region.
Die Investition werde zudem zur Entwicklung maritimer Kapazitäten und zur Festigung der Rolle des Hafens Constanța in der Schwarzmeerregion beitragen – insbesondere im aktuellen geopolitischen Kontext. Die Transaktion verschaffe Betreibern in Rumänien und im benachbarten Moldau zusätzliche Hebel zur Unterstützung des künftigen Wiederaufbaus der Ukraine. Sie trage zur Stärkung der strategischen Partnerschaft zwischen Rumänien und der Republik Moldau bei. Als wichtigster Hafen der Republik Moldau wickelt der Internationale Hafen Giurgiulești mehr als 70 Prozent der auf dem Wasserweg abgewickelten Im- und Exporte ab und sichert die Lieferketten des Landes für zahlreiche Warenarten.
Die Vereinigten Staaten unter Führung von Präsident Donald Trump seien bereit, zur „Wiederherstellung“ der Weltordnung überzugehen, erklärte am Samstag US-Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz, berichten AFP und Reuters. „Wir wollen, dass Europa stark ist, wir glauben, dass Europa überleben kann“, sagte Rubio in seiner Rede und fügte hinzu, die USA „werden immer ein Kind Europas sein“. Er betonte, Washington versuche nicht, das transatlantische Bündnis „zu spalten, sondern zu revitalisieren“. Zugleich kritisierte der US-Außenminister die europäischen Regierungen für ihre Migrationspolitik und äußerte die Ansicht, der Westen werde durch die Auswirkungen groß angelegter Migration „destabilisiert“. Europa solle eher als Vorbild gelten, statt kritisiert zu werden, erklärte am Freitag in München der französische Präsident Emmanuel Macron. Er verurteilte das, was er als Verunglimpfung Europas als überaltertes Konstrukt, als überregulierte und apathische Wirtschaft sowie als von barbarischer Migration betroffene Gesellschaft bezeichnete. Zum Auftakt des Gipfels forderte der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz die Wiederherstellung des transatlantischen Vertrauens, das durch Präsident Donald Trump beeinträchtigt worden sei. Die Münchner Sicherheitskonferenz, die am Sonntag endet, hat Themen wie Verteidigung, internationale Sicherheit, Migration, die Krise in den transatlantischen Beziehungen, den Krieg in der Ukraine und das Iran-Dossier auf der Agenda. Rumänien wird durch Verteidigungsminister Radu Miruță und Außenministerin Oana Țoiu vertreten.