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Nachrichten 15.05.2026

Die wichtigsten Meldungen des Tages

Nachrichten 15.05.2026
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und , 15.05.2026, 17:07

Zentralbank – Die Führung der Nationalbank Rumäniens tritt heute zu ihrer vierten geldpolitischen Sitzung des Jahres zusammen. Nach Einschätzung von Experten wird die Zentralbank angesichts der aktuellen politischen Krise den Leitzins bei 6,5 Prozent belassen. Aufgrund der starken Abwertung der Nationalwährung Leu und der hohen Inflation, die im April fast 11 Prozent erreichte, dürfte der Zinssatz bis Jahresende unverändert bleiben. Der Finanzanalyst Adrian Codirlaşu erklärte im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Rumäniens, ein wesentlicher Inflationstreiber sei das sehr hohe Haushaltsdefizit vor dem Hintergrund steigender Finanzierungskosten des Staates. Hohe Steuern und Zinsen würden zudem Konsum und private Investitionen bremsen und damit die Wirtschaft zusätzlich schwächen. Die Bevölkerung spüre die Folgen durch steigende Preise und sinkende Kaufkraft.

Konsultationen – Präsident Nicuşor Dan hat die politischen Parteien zu offiziellen Konsultationen über die Ernennung eines neuen Premierministers eingeladen. Die Gespräche beginnen am Montagmorgen; jede Delegation erhält eine Stunde Zeit, um ihre Regierungspläne vorzustellen. Den Auftakt machen Vertreter der PSD, gefolgt von den Delegationen der AUR, der PNL, der USR und der UDMR. Auch die Fraktion der nationalen Minderheiten sowie Abgeordnete von SOS Rumänien und der POT nehmen teil.

EU-Mittel – Die Europäische Kommission hat die vierte Zahlungsanforderung Rumäniens im Rahmen des Nationalen Aufbau- und Resilienzplans in Höhe von rund 2,6 Milliarden Euro genehmigt. Die Mittel sollen in die Digitalisierung von Verwaltung, Gesundheitswesen und Bildung sowie in soziale Infrastruktur, Energie und Verkehr investiert werden. Die Entscheidung muss nun noch vom Wirtschafts- und Finanzausschuss der Europäischen Union bestätigt werden, bevor die Gelder nach Bukarest überwiesen werden können. Rumänien wird damit insgesamt fast 13 Milliarden Euro aus dem europäischen Wiederaufbaufonds erhalten haben – mehr als 60 Prozent der dem Land zugewiesenen Mittel.

Ermittlungen – In Rumänien ist eine internationale kriminelle Gruppe zerschlagen worden, die Nahrungsergänzungsmittel als Heilmittel gegen unheilbare Krankheiten verkauft haben soll. Das Teilte die Staatsanwaltschaft für Antiterrorismus und Bekämpfung der organisieten Kriminalität (DIICOT) mit. Der Gruppierung gehörten rumänische, moldauische, ukrainische, russische, bulgarische und polnische Staatsbürger an. Seit 2019 soll sie in Rumänien, anderen EU-Mitgliedstaaten und darüber hinaus Schäden in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro verursacht haben. Die mutmaßlichen Drahtzieher gründeten Scheinfirmen, um Produkte zu vertreiben, von denen viele nicht zum Verkauf zugelassen waren. Vermarktet wurden sie ausschließlich online über rund 200 Webseiten; Mitarbeiter von Callcentern gaben sich teilweise als Ärzte oder Experten aus. In Rumänien wurden sechs Personen vorläufig festgenommen, in Polen drei weitere in Untersuchungshaft genommen. Gegen zehn Personen wird weiterhin in der Republik Moldau ermittelt. Das zentrale Lager wurde in Bulgarien entdeckt, wo große Mengen der Nahrungsergänzungsmittel sichergestellt wurden.

Korruption – Der Leiter der rumänischen Zollbehörde, Mihai Savin, steht für 60 Tage unter gerichtlicher Aufsicht. Zuvor war er von der Direktion zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität festgenommen und von der Staatsanwaltschaft beim Obersten Berufungsgericht in Bukarest verhört worden. Ihm wird Urkundenfälschung und Beihilfe zur Verwendung gefälschter Dokumente vorgeworfen. Laut Ermittlern soll er rückwirkend einen Dienstauftrag ausgestellt haben, damit einer seiner Mitarbeiter seinen zuvor eingezogenen Führerschein behalten konnte. Auch ein Berater und ein weiterer Beamter wurden in diesem Zusammenhang festgenommen. Savin war vor vier Monaten von Premierminister Ilie Bolojan zum Präsidenten der rumänischen Zollbehörde im Rang eines Staatssekretärs ernannt worden. Zuvor hatte er leitende Funktionen in mehreren wichtigen Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung inne.

Eurovision – Rumänien hat sich gemeinsam mit neun weiteren Ländern für das Finale des Eurovision Song Contest in Wien qualifiziert. Die Entscheidung fiel nach dem Halbfinale am Donnerstagabend. Alexandra Căpitănescu und ihre Band standen als Dritte auf der Bühne und lieferten mit dem Titel „Choke Me“ nach Einschätzung von Fachkritikern einen elektrisierenden Auftritt. Bereits am Dienstag hatte sich auch die Republik Moldau im ersten Halbfinale für das Finale qualifiziert. Die Ergebnisse des Halbfinales wurden in diesem Jahr jeweils zur Hälfte durch das Publikumsvoting und nationale Jurys bestimmt.

Wetter – In Rumänien steigen die Temperaturen weiter an und liegen für Mitte Mai auf vergleichsweise hohem Niveau. Im Westen des Landes und in den Gebirgsregionen bleibt der Himmel überwiegend bewölkt; dort werden kräftige Regenfälle und Gewitter erwartet. Die Höchstwerte liegen zwischen 17 und 25 Grad. In Bukarest scheint dagegen die Sonne, hier kletterm die Temperaturen auf bis zu 25 Grad Celsius.

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