Nachrichten 19.03.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 19.03.2026, 18:27
Die Spitzen der Koalition in Bukarest – PSD, PNL, USR und UDMR – sind heute im Parlament zusammengekommen, um den Streit um den Haushalt 2026 zu entschärfen. Der Konflikt war in den gemeinsamen Haushaltsausschüssen eskaliert. Hintergrund: Die PSD konnte ihren Vorschlag für ein sogenanntes Solidaritätspaket nicht durchsetzen. Die Sitzung wurde schließlich ohne Ergebnis unterbrochen – obwohl der Haushalt eigentlich schon bis Mittwochabend durch die Ausschüsse gehen und heute im Plenum verabschiedet werden sollte. Nach Angaben von Premierminister Ilie Bolojan gibt es nun eine Einigung: Der Vorschlag der Sozialdemokraten soll von der gesamten Koalition getragen werden. Weitere Änderungsanträge werde es nicht geben, so der Regierungschef. Die Beratungen im Haushaltsausschuss sollen noch heute fortgesetzt werden. Die endgültige Abstimmung im Parlament ist für Freitag geplant.
Rumänien spielt eine Schlüsselrolle an der NATO-Ostflanke, vor allem in der strategisch wichtigen Schwarzmeerregion. Das sagte NATO-Generalsekretär Mark Rutte nach einem Treffen mit Präsident Nicuşor Dan in Brüssel. Rutte betonte, die Truppenpräsenz in der Region sei zuletzt verstärkt worden. Die Allianz sei wachsam und bereit, „jeden Zentimeter“ ihres Territoriums zu verteidigen. Zugleich lobte er die gestiegenen Verteidigungsausgaben Rumäniens und die Unterstützung für die Ukraine. Präsident Dan erklärte, im Mittelpunkt der Gespräche hätten Sicherheit, neue Fähigkeiten für die Ostflanke und hybride Bedrohungen gestanden. Zudem kündigte er an, dass Mark Rutte im Mai zum B9-Gipfel nach Rumänien kommt. Im Anschluss nimmt Dan an einem europäischen Gipfel teil – dort geht es neben der Ukraine auch um die wirtschaftlichen Folgen der Konflikte im Nahen Osten.
Außenministerin Oana Ţoiu hat betont, dass es keine direkten Bedrohungen aus dem Iran gibt. Die Menschen in Rumänien könnten sich weiterhin sicher fühlen. Zuvor hatte das iranische Außenministerium angedeutet, Rumänien könne politisch und rechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Hintergrund ist die Entscheidung, vorübergehend US-Militärkräfte und -Ausrüstung im Land zu stationieren – im Kontext des Konflikts im Nahen Osten. Das rumänische Außenministerium stellte klar: Rumänien sei keine Konfliktpartei. Vorrang habe weiterhin die diplomatische Deeskalation.
In der Republik Moldau gibt es erste positive Signale zur Wasserqualität im Fluss Dnjestr. Die Behörden sprechen von einer Verbesserung, halten die Vorsichtsmaßnahmen aber vorerst aufrecht. Ministerpräsident Alexandru Munteanu erklärte, entscheidend seien mindestens zwei aufeinanderfolgende, unbedenkliche Testergebnisse im Abstand von 24 Stunden. Nur so könne sichergestellt werden, dass das Wasser keine Gefahr für die Gesundheit darstellt. Der Dnjestr war schwer verschmutzt worden, nachdem russische Streitkräfte am 7. März flussaufwärts eine ukrainische Energieanlage angegriffen hatten.
Rumänien ist von Donnerstag bis Sonntag auf der Leipziger Buchmesse vertreten – einem der wichtigsten europäischen Treffpunkte der Literatur- und Verlagsbranche. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr der Donauraum und der Austausch zwischen den literarischen Identitäten der zehn Anrainerstaaten. Der rumänische Stand – erneut der größte aus Mittel- und Osteuropa – bietet mehr als 20 Veranstaltungen, darunter Buchvorstellungen, Lesungen und Diskussionen. Gezeigt werden außerdem über 100 Neuerscheinungen, darunter 13 neue Übersetzungen ins Deutsche. Die Leipziger Buchmesse zählt mehr als 2.000 Aussteller und zieht jedes Jahr Hunderttausende Besucher an.
Das Wetter in Rumänien kühlt sich ab. In allen Regionen werden Temperaturen um die für diese Jahreszeit üblichen Werte gemessen. Der Himmel ist überwiegend bewölkt. In den Bergen fällt stellenweise Schnee, im Nordosten und Südwesten regnet es. Die Höchstwerte liegen zwischen 5 Grad in den Niederungen und bis zu 13 Grad im Westen und Nordwesten des Landes. In Bukarest wurden zur Mittagszeit 6 Grad gemessen.