Nachrichten 25.09.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 25.09.2026, 18:12
In Rumänien geht die Regierungsbildung in die entscheidende Phase. Der designierte Ministerpräsident, der liberale Europaabgeordnete Siegfried Mureșan, kündigt an: Das Regierungsprogramm und die Zusammensetzung des Kabinetts sollen noch in dieser Woche fertiggestellt und dem Parlament vorgelegt werden. Heute traf Mureșan mit Staatspräsident Nicușor Dan zusammen. Dabei präsentierte er das Regierungsprogramm und die Liste der vorgesehenen Minister. Außerdem informierte er den Präsidenten über den Stand der Verhandlungen zur Sicherung der notwendigen Mehrheit. Nicușor Dan betonte erneut: Vorgezogene Neuwahlen seien keine Lösung. Die im Parlament vertretenen Parteien müssten einen politischen Kompromiss finden. Mureșan kann sich derzeit auf 170 Stimmen von PNL, USR und UDMR stützen. Für die Bestätigung der Regierung sind allerdings 233 Stimmen erforderlich. Unterdessen kommt Widerstand von den Sozialdemokraten. Ihr Vorsitzender Sorin Grindeanu erklärte, seine Partei habe das Regierungsprogramm bislang nicht erhalten. Die PSD werde die Regierung Mureșan nicht unterstützen. Grindeanu forderte den designierten Ministerpräsidenten deshalb auf, sein Mandat zurückzugeben. Nach seiner Einschätzung werde Mureșan nicht genügend Stimmen für die Bildung seiner Regierung bekommen. Unterdessen beraten PNL, USR und UDMR heute über die Zusammensetzung des neuen Kabinetts. Die Führungsgremien der drei Parteien sollen den von Siegfried Mureșan vorgeschlagenen Regierungskurs bestätigen.
Regionale Zusammenarbeit muss uns dabei helfen, Herausforderungen zu bewältigen, die über nationale Grenzen hinausgehen. Das sagte die rumänische Außenministerin Oana Țoiu am Donnerstag in New York. Als amtierende Vorsitzende der Zentraleuropäischen Initiative, kurz ZEI, und des Südosteuropäischen Kooperationsprozesses, kurz SEECP, widmete die rumänische Ministerin eine Gesprächsrunde der Zukunft der regionalen Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Zusammenarbeit in einer Zeit zunehmender geopolitischer Herausforderungen gestärkt werden kann. Das Thema der Veranstaltung lautete: „Regionale Zusammenarbeit in einer sich verändernden Welt – Stabilität, Widerstandsfähigkeit und nachhaltiges Wachstum durch vertrauensbasierte und ergebnisorientierte Kooperation.“ Um relevant zu bleiben, müsse regionale Zusammenarbeit ihren konkreten Mehrwert unter Beweis stellen, betonte Oana Țoiu. Sie dürfe nicht nur als Plattform für den politischen Dialog dienen, sondern müsse auch konkrete Ergebnisse ermöglichen. Nach Angaben des rumänischen Außenministeriums bekräftigte Țoiu außerdem die Unterstützung Rumäniens für die Ukraine und die Republik Moldau. Gleichzeitig unterstrich sie die Notwendigkeit, Gesprächskanäle und die praktische Zusammenarbeit auch in Zeiten regionaler Spannungen aufrechtzuerhalten.
Das durchschnittliche Bruttomonatsgehalt in Rumänien lag im Jahr 2025 bei 8.716 Lei, umgerechnet rund 1.653 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das geht aus den am Freitag veröffentlichten Daten des Nationalen Statistikamtes INS hervor. Der durchschnittliche Nettolohn erreichte 5.266 Lei, also etwa 1.000 Euro. Damit stieg er im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent. Die höchsten durchschnittlichen Nettolöhne wurden 2025 in Branchen wie Telekommunikation, Programmierung und IT-Beratung sowie bei der Rundfunk- und Fernsehverbreitung erzielt. Deutlich niedrigere Einkommen als im Landesdurchschnitt gab es dagegen unter anderem im Hotel- und Gastgewerbe, in der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Fischerei. Auch im Kultur-, Sport- und Freizeitsektor lagen die durchschnittlichen Nettolöhne unter dem landesweiten Durchschnitt.