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Nachrichten 27.05.2020

Die COVID-19-Pandemie hat zu einer Zunahme der Anfälligkeit von gefährdeten Kindern in Rumänien geführt. Der Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität hat zu einem Anstieg der Zahl der Familien geführt, deren Einkommen gesunken ist, so ein am Mittwoch veröffentlichter Bericht von UNICEF. So sind die am meisten gefährdeten Kinder diejenigen, die in Armut leben, die von Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung bedroht sind, die in überfüllten Wohnungen leben und deren Eltern im Ausland arbeiten. Die Hauptschwierigkeiten der Gemeinschaften, die durch die COVID-19-Pandemie hervorgerufen wurden, sind die Einhaltung der Isolationsvorschriften, die Unsicherheit der Arbeitsplätze der Eltern und der Mangel an Hygiene- und Schutzmaterialien. Es gibt auch Schwierigkeiten beim Zugang zu medizinischen Diensten und Bildungsangeboten.

Nachrichten 27.05.2020
Nachrichten 27.05.2020

, 27.05.2020, 17:16

Die COVID-19-Pandemie hat zu einer Zunahme der Anfälligkeit von gefährdeten Kindern in Rumänien geführt. Der Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität hat zu einem Anstieg der Zahl der Familien geführt, deren Einkommen gesunken ist, so ein am Mittwoch veröffentlichter Bericht von UNICEF. So sind die am meisten gefährdeten Kinder diejenigen, die in Armut leben, die von Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung bedroht sind, die in überfüllten Wohnungen leben und deren Eltern im Ausland arbeiten. Die Hauptschwierigkeiten der Gemeinschaften, die durch die COVID-19-Pandemie hervorgerufen wurden, sind die Einhaltung der Isolationsvorschriften, die Unsicherheit der Arbeitsplätze der Eltern und der Mangel an Hygiene- und Schutzmaterialien. Es gibt auch Schwierigkeiten beim Zugang zu medizinischen Diensten und Bildungsangeboten.



Nach Angaben der Gruppe für strategische Kommunikation sind in Rumänien in den letzten 24 Stunden 165 Neuinfektionen gemeldet worden. Die Zahl der Todesopfer ist auf 1.219 angestiegen. Landesweit wurden über 18.600 Fälle bestätigt. Über 12.000 Menschen haben sich erholt. Mehr als 90% der Opfer hatten laut dem Nationalen Institut für öffentliche Gesundheit gesundheitliche Probleme. In der vergangenen Woche wurden die meisten Infektionen in Bukarest und in den Kreisen Suceava, Neamt, Botosani und Arad gemeldet. Jeder sechste mit dem Coronavirus infizierte Mensch ist Mediziner. Nach dem Alter aufgeschlüsselt, sind fast 77% der Opfer 60 Jahre und älter. Über die Hälfte sind Männer. Inzwischen haben mehr als 3.000 im Ausland lebende Rumänen positiv auf das Coronavirus getestet, vor allem in Italien, Spanien, Deutschland, Großbritannien und Frankreich, von denen über 100 gestorben sind.



Die öffentliche Politik im Bereich der nationalen Sicherheit wird mit dem Bürger entworfen und umgesetzt, da jeder Rumäne das Gefühl haben muss, in einer sicheren Umgebung zu leben und darauf vertrauen muss, dass die Institutionen ihn schützen und unterstützen, sagte Präsident Klaus Iohannis. Er leitete die Sitzung des Obersten Verteidigungsrates, der die neue nationale Verteidigungsstrategie Rumäniens für den Zeitraum 2020-2024 genehmigte. Diese wurde im Kontext der Pandemie herausgearbeitet, die alle Staaten der Welt betraf und eine tiefe Wirtschaftskrise auslöste, betonte das Staatsoberhaupt. Neben der bewaffneten Verteidigung befasst sich die Strategie auch mit anderen Aufgaben wie Außenpolitik, öffentliche Ordnung, Bildung, Gesundheit, Wirtschaft, Umwelt, Energiesicherheit oder Cybersicherheit. Die strategische Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika, die NATO-Mitgliedschaft und die Europäische Union werden als Säulen der Außen- und Sicherheitspolitik des Landes bekräftigt. Der Oberste Verteidigungsrat hat am Mittwoch außerdem beschlossen, dass die rumänische Armee mit 1.940 Soldaten und Zivilisten an Missionen und Operationen außerhalb des Staatsgebiets teilnehmen wird.



Die Europäische Kommission will, dass die EU-Mitgliedstaaten ein Paket von Initiativen zur Wiederbelebung der Wirtschaft in Höhe von 2,4 Billionen Euro unterstützen, sagte die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen am Mittwoch. Sie betonte, dass der Vorschlag ein dringendes und außergewöhnliches Bedürfnis nach einer dringenden und außergewöhnlichen Krise sei. Das Paket enthält drei Hauptlinien von Finanzzuweisungen in Form von Darlehen, aber auch als nicht rückzahlbare Beihilfe. Eine davon wurde als Europäische Union der nächsten Generation bezeichnet, hat einen Wert von 750 Milliarden Euro und wird auf verschiedene Weise an die von der Pandemie am stärksten betroffenen Mitgliedstaaten verteilt. 33 Milliarden Euro sind Rumänien vorbehalten. Der Plan wird jedoch von der Zurückhaltung mehrerer Mitgliedstaaten getroffen, vor allem der Niederlande, Dänemarks, Österreichs und Schwedens, die es vorgezogen hätten, die EU-Wirtschaft nur durch Kredite und nicht durch Subventionen zu unterstützen. Das Projekt der Europäischen Kommission wird auf der Tagesordnung des nächsten europäischen Gipfels vom 18. bis 19. Juni stehen.

Die Abgeordnetenkammer in Bukarest hat am Mittwoch für
den einfachen Antrag gegen die Bildungsministerin Monica Anisie abgestimmt. Es waren
172 Ja-Stimmen, 90 Gegenstimmen und 47 Enthaltungen. Der Antrag wurde von der PSD
und PRO Romania (in der Opposition) eingeleitet. Die Unterzeichner behaupten,
dass es im rumänischen Bildungssystem nie ein derartiges Chaos gegeben habe,
der durch Inkompetenz oder Gleichgültigkeit hervorgerufen worden sei. Sie
forderten den Rücktritt der liberalen Ministerin und behaupteten, sie habe
weder eine Vision noch eine Strategie. Als Antwort behauptete Monica Anisie,
dass die rumänische Schule unter dem Niveau der heutigen Herausforderungen
liege, denen sich die gegenwärtigen Generationen von Schülern gegenübersehen,
weil sie konservativen Formeln und einem System, das die Fähigkeiten der
Schüler nicht betont, treu geblieben sei. Sie beschuldigte die
sozialdemokratischen Minister, dass sie sich auf den online-Unterricht gar
nicht konzentriert haben. Die Billigung eines einfachen Antrags bedeutet nicht
den Rücktritt des betreffenden Ministers.


Die Regierung in Bukarest ist am Mittwoch zusammengetreten, um eine Reihe von Beschlüssen und Eilverordnungen zu erörtern. Premierminister Ludovic Orban sagte zu Beginn des Treffens, dass der Entwurf der Eilverordnung, die neue Maßnahmen nach dem 1. Juni einführt, vor den Ministern verlesen werden wird. Gesundheitsminister Nelu Tataru sagte am Dienstag, dass die Beschränkungen Anfang Juni weiter gelockert würden, und nannte als Beispiel die Öffnung von Biergärten, unter der Bedingung, dass der Sicherheitsabstand weiter eingehalten wird. Auch der Strand an der Schwarzmeerküste kann nach Angaben des Ministers ab Juli oder August geöffnet werden.



Die nationale rumänische Fluggesellschaft TAROM hat am Dienstag Flüge nach Rom und Mailand und zurück eingeführt. Auf den Flughäfen und an Bord der Flugzeuge werden die von der Alarmbereitschaft auferlegten Regeln eingehalten. Von Rumänien nach Italien dürfen italienische Staatsbürger, Saisonarbeiter mit Arbeitsvertrag und Angestellte im Transportsektor reisen, während von Italien nach Rumänien nur rumänische Staatsbürger reisen dürfen, die in das Land kommen wollen. Am Mittwoch wird es einen ähnlichen Flug von Bukarest nach Paris und zurück geben.

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