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Nachrichten 28.07.2026

Die wichtigsten Meldungen des Tages

Nachrichten 28.07.2026
Nachrichten 28.07.2026

, 28.07.2026, 18:22

Hunderte öffentliche Krankenhäuser in Rumänien befinden sich seit heute im Generalstreik. Die Gewerkschaftsmitglieder der Föderation Sanitas protestieren gegen den derzeit noch diskutierten Entwurf des neuen einheitlichen Besoldungsgesetzes für den öffentlichen Dienst. Gleichzeitig fordern sie Maßnahmen zur Lösung der anhaltenden Probleme im Gesundheitswesen – darunter den Personalmangel, der sowohl die Arbeitsbelastung der Beschäftigten als auch die Qualität der Patientenversorgung beeinträchtigt, sowie die geplante Kürzung bestimmter Zulagen. Die Demonstrierenden verlangen daher die Besetzung offener Stellen, bessere Arbeitsbedingungen und ein Vergütungsgesetz, das der Verantwortung und der Komplexität der Tätigkeit im Gesundheitswesen gerecht wird. Vor diesem Hintergrund teilte das Gesundheitsministerium in einer Pressemitteilung mit, dass die Gesundheitsbehörden der Landkreise angewiesen wurden, die medizinische Versorgung in den Gesundheitseinrichtungen während der Gewerkschaftsaktionen genau zu überwachen. Zudem sollen sie jeden Vorfall oder jede Krisensituation, die die Kontinuität der medizinischen Versorgung der Patienten gefährden könnte, umgehend melden.

 

Der Haushaltsausschuss der Abgeordnetenkammer in Bukarest hat am Dienstag den Gesetzentwurf zur Ratifizierung des Darlehensabkommens SAFE zwischen der Europäischen Union und Rumänien in Höhe von 16.680.055.394 Euro gebilligt. Als Nächstes wird der Entwurf im Plenum der Abgeordnetenkammer, der ersten beratenden Kammer, behandelt und anschließend dem Senat zur endgültigen Entscheidung vorgelegt. Dem Gesetzentwurf zufolge wird der Schuldendienst für das Darlehen – einschließlich der Rückzahlung des Kapitals, der Finanzierungskosten, der Kosten für das Liquiditätsmanagement, der Verwaltungskosten sowie weiterer mit dem Darlehen verbundener Ausgaben – vom rumänischen Finanzministerium gemäß den geltenden gesetzlichen Bestimmungen getragen.

 

Der rumänische Premierminister Ilie Bolojan wird am Donnerstag in Bukarest seinen moldauischen Amtskollegen Vasile Tofan empfangen. Es handelt sich um dessen ersten offiziellen Besuch in Rumänien seit seinem Amtsantritt. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen Möglichkeiten zur Beschleunigung gemeinsamer bilateraler Projekte, insbesondere in den Bereichen Verkehr und Energie. Ziel ist es, die Verbindungen zwischen den beiden Ufern des Pruth weiter auszubauen und den aktuellen Herausforderungen wirksam zu begegnen. Die beiden Regierungschefs werden außerdem die Sicherheitslage in der Region im Zusammenhang mit dem anhaltenden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie dessen sicherheits- und wirtschaftspolitische Folgen erörtern. Premierminister Bolojan wird dabei die nachdrückliche Unterstützung Rumäniens für den EU-Beitritt der Republik Moldau bekräftigen. Darüber hinaus sollen konkrete Maßnahmen der bilateralen Unterstützung sowie die diplomatische und sektorale Zusammenarbeit zur weiteren Förderung des Beitrittsprozesses besprochen werden.

 

Rund 70 Prozent der Rumäninnen und Rumänen, die mindestens sieben Monate im Jahr im Ausland leben, schließen eine Rückkehr nach Rumänien innerhalb des kommenden Jahres aus. Dennoch hat die Mehrheit bereits in ihre Heimat investiert. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Meinungsumfrage hervor. Das sozial-berufliche Profil der im Ausland lebenden Rumänen zeigt eine hohe strukturelle Stabilität: 44 Prozent sind angestellt, während 23 Prozent als Führungskräfte oder Unternehmer tätig sind. Das wirtschaftlich stärkste Profil weisen die Rumänen im Vereinigten Königreich auf. Dort bekleiden 29 Prozent Führungspositionen oder sind unternehmerisch tätig, 62 Prozent verfügen über einen Hochschulabschluss, und 46 Prozent verdienen mehr als 3.000 Euro im Monat. Mehr als 60 Prozent der rumänischen Diaspora geben an, erhebliche Summen in Rumänien investiert zu haben – sei es durch finanzielle Unterstützung ihrer Familien, durch Immobilienkäufe oder durch Investitionen in kleine Unternehmen, die von Angehörigen geführt werden. Die rumänische Gemeinschaft in Deutschland verzeichnet dabei die höchste Investitionsquote: 71 Prozent der Befragten haben in Rumänien investiert, und 44 Prozent unterstützen ihre Familien in der Heimat regelmäßig finanziell.

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