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Nachrichten 29.08.2026

Die wichtigsten Meldungen des Tages

Nachrichten 29.08.2026
Nachrichten 29.08.2026

, 29.08.2026, 16:30

Der rumänische Präsident Nicușor Dan und die im Parlament vertretenen Parteien werden am 1. September erneut zu Gesprächen über die Ernennung des künftigen Ministerpräsidenten zusammenkommen. Das Staatsoberhaupt zeigt sich zuversichtlich, dass diesmal eine Mehrheit für eine stabile Regierung gefunden werden kann. Dan erklärte, dass er in den vergangenen Monaten auf eine weitere Nominierung verzichtet habe, weil eine wiederholte Ablehnung von Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten dem wirtschaftlichen Ansehen Rumäniens hätte schaden können. Die Möglichkeit einer technokratischen Regierung schließt Präsident Nicușor Dan diesmal aus. Seiner Einschätzung nach wird das künftige Kabinett vielmehr überwiegend aus Politikern bestehen. Nachdem die von dem Liberalen Ilie Bolojan geführte Regierung im Mai gestürzt war, hatte Präsident Nicușor Dan mehrere Gesprächsrunden mit den im Parlament vertretenen Parteien einberufen – bislang jedoch ohne Ergebnis.Vier Monate nach Beginn der politischen Krise ist es den ehemaligen Koalitionsparteien noch immer nicht gelungen, sich auf eine gemeinsame Regierungsformel zu einigen.

 

Das Gesetz zur Integrität im öffentlichen Bereich, das Präsident Nicușor Dan am Freitag unterzeichnet hat, nachdem es vor kurzem vom rumänischen Parlament verabschiedet worden war, ist inzwischen im Amtsblatt veröffentlicht worden. In einer Presseerklärung betonte das Staatsoberhaupt, dass er weiterhin an den Argumenten aus seiner Verfassungsbeschwerde festhalte. Diese hatte er beim Verfassungsgericht eingereicht, das die Beschwerde jedoch zurückgewiesen hatte. Nicușor Dan erklärte, unter anderen Umständen hätte er das Gesetz zur erneuten Beratung an das Parlament zurückverwiesen. Dies wäre möglich gewesen, wenn nicht das Risiko bestanden hätte, wegen einer verspäteten Verabschiedung die EU-Mittel aus dem Nationalen Aufbau- und Resilienzplan – kurz PNRR – zu verlieren, und wenn ausreichend Zeit für eine ausführliche Debatte zur Verfügung gestanden hätte. Der Präsident forderte das Parlament allerdings auf, die Beratungen über das Gesetz in der Herbstsitzung wieder aufzunehmen und weiter zu vertiefen. Am Freitag unterzeichnete Nicușor Dan außerdem mehrere Gesetze, die bis zum 31. August in Kraft treten müssen. An diesem Tag läuft die Frist für die Erfüllung aller im PNRR vorgesehenen Meilensteine und Ziele ab. Dabei geht es unter anderem um Änderungen der Rechtsvorschriften zur Deinstitutionalisierung von Erwachsenen mit Behinderungen, um die Nutzung von Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen in Industrie und Verkehr, um einen Aktionsplan zum Schutz der biologischen Vielfalt sowie um das Gesetz zum finanziellen und operativen Abschluss des PNRR. „Die PNRR-Mittel bedeuten für unser Land Entwicklung, Modernisierung und Fortschritt“, erklärte Nicușor Dan weiter. Die größten Investitionen aus dem Programm seien in die Verbesserung der Straßen- und Schieneninfrastruktur, die energetische Sanierung von Gebäuden, den Bau und die Ausstattung medizinischer Einrichtungen sowie in bessere Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen geflossen.

 

Die Außenministerin Rumäniens, Oana Țoiu, hat am Freitag gemeinsam mit ihrer lettischen Amtskollegin Baiba Braže den neuen Sitz der rumänischen Botschaft in Riga eröffnet. Nach Angaben des rumänischen Außenministeriums findet die Eröffnung in einem Jubiläumsjahr für die bilateralen Beziehungen statt. In diesem Jahr jähren sich die diplomatischen Beziehungen zwischen Rumänien und Lettland zum 105. Mal. Gleichzeitig sind 35 Jahre seit ihrer Wiederaufnahme vergangen. Diese erfolgte am 13. September 1991, nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Lettlands. Oana Țoiu verwies bei der Eröffnung auf die historischen Verbindungen und die gemeinsamen Werte, die beide Länder miteinander verbinden. Sie betonte die Bedeutung der neuen diplomatischen Vertretung für eine weitere Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit – unter anderem in den Bereichen Verteidigung, Cybersicherheit, strategische Kommunikation, Hochtechnologien, Energie und Landwirtschaft. Rumänien und Lettland teilen ähnliche Einschätzungen zur Sicherheitslage und zu den Herausforderungen in der Region. Beide Länder arbeiten zudem eng im Rahmen der NATO und der Europäischen Union zusammen, teilte das Außenministerium in Bukarest mit.

 

Am Internationalen Flughafen Bukarest-Băneasa „Aurel Vlaicu“ wird am Samstag die Bucharest International Air Show, kurz BIAS 2026, fortgesetzt. Auf dem Programm stehen spektakuläre Flugvorführungen, eine Drohnenshow, ein Feuerwerk und ein Konzert. Die 16. Ausgabe der Veranstaltung begann am Freitag mit den offiziellen Trainingsflügen. Heute haben die rumänischen Luftstreitkräfte die großen Flugvorführungen eröffnet – mit Kunstflug, taktischen Übungen und Formationsflügen. Zu den Höhepunkten der diesjährigen Air Show gehört die Rückkehr der Frecce Tricolori, der offiziellen Kunstflugstaffel der italienischen Luftwaffe. Nach 14 Jahren sind die Italiener erstmals wieder in Bukarest zu sehen – mit neun MB-339-Flugzeugen. Auch die Turkish Stars kehren nach acht Jahren nach Bukarest zurück. Die türkische Kunstflugstaffel wird mit NF-5-Kampfjets an der Show teilnehmen. Zum internationalen Programm gehört außerdem die französische Luft- und Raumfahrtstreitkraft, die nach ihrer Teilnahme im Jahr 2024 erneut bei der BIAS vertreten ist. Insgesamt nehmen in diesem Jahr mehr als 200 militärische und zivile Teilnehmer aus Rumänien und dem Ausland an der Flugschau teil. Die diesjährige Ausgabe ist dem rumänischen Luftfahrtpionier Traian Vuia gewidmet. Anlass ist der 120. Jahrestag seines historischen Fluges mit einem selbstangetriebenen Fluggerät.

 

Mehr als 600 Menschen, darunter auch ausländische Touristen, sind nach den verheerenden Überschwemmungen vom Mittwoch im Norden Nepals ums Leben gekommen. Fast 3.000 weitere Menschen gelten als vermisst, berichtet Reuters. Der Einsturz eines Gletschers löste eine gewaltige Flutwelle aus Geröll, Eis, Schlamm und Trümmern aus. Die Wassermassen bahnten sich ihren Weg durch die Flusssysteme im Himalaya. Die Überschwemmungen trafen vor allem Gebiete nahe der Grenze zu China. Ganze Ortschaften wurden zerstört, außerdem wurden Wasserkraftwerke schwer beschädigt. Tausende Rettungskräfte aus Nepal und China suchen weiterhin nach Überlebenden. Die betroffene Region ist sowohl Ziel ausländischer Pilger als auch ein beliebtes Gebiet für Bergsteiger.

 

In Rumänien steigen die Temperaturen im Vergleich zum Vortag. Der Himmel zeigt sich wechselnd bewölkt, im Südosten überwiegend klar. Zeitweise sind jedoch dichtere Wolken, Schauer und Gewitter möglich. Am Abend betrifft das vor allem den Westen, den Nordwesten und die Westkarpaten. In der Nacht muss insbesondere im Südwesten, im Zentrum sowie im Norden und Nordosten mit Schauern und Gewittern gerechnet werden. Der Wind weht schwach bis mäßig. Im Westen kann er zeitweise auffrischen und örtlich Geschwindigkeiten von 50 bis 70 Kilometern pro Stunde erreichen. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 25 und 34 Grad Celsius. In Bukarest wurden zur Mittagszeit 27 Grad gemessen. Bis Sonntagabend gilt landesweit eine Wetterwarnung vor hohen Temperaturen und Hitze, erhöhter Hitzebelastung sowie vor einer zunehmenden atmosphärischen Instabilität.

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