Nachrichten 03.09.2026
Die wichtigsten Meldungen im Überblick
Newsroom, 03.09.2026, 18:25
Der russische Botschafter in Bukarest, Wladimir Lipaew, wird wegen des Drohnenvorfalls am Flughafen Leipzig ins rumänische Außenministerium einbestellt. Das kündigte die kommissarische Außenministerin Oana Țoiu an. Rumänien stehe solidarisch an der Seite Deutschlands und der anderen europäischen Staaten, die mit hybriden Aktivitäten, Einmischungen und wiederholten Provokationen Russlands konfrontiert seien, sagte Țoiu. „Wir handeln entschlossen und gemeinsam als EU-Mitgliedstaaten und NATO-Verbündete“, erklärte die Ministerin. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und NATO-Generalsekretär Mark Rutte kündigten unterdessen an, den Druck auf Russland nach dem mutmaßlich von Moskau verübten hybriden Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig weiter zu erhöhen.
Die rumänischen Regierungsparteien PNL und USR haben am Mittwoch aus Protest die Plenarsitzung der Abgeordnetenkammer boykottiert. Anlass war die Verteilung der Führungsämter in der Kammer, die am Dienstag beschlossen worden war. PNL und USR werfen einer Mehrheit aus Sozialdemokraten und Nationalisten einen Machtmissbrauch vor. Der politische Proporz sei verletzt und die vorgeschriebenen Verhandlungen zwischen den Fraktionsvorsitzenden seien ausgeblieben. Der liberale Fraktionschef Gabriel Andronache verwies auf eine entsprechende Rechtsprechung des Verfassungsgerichts aus dem Jahr 2010. Die Linken weisen Spekulationen über ein Bündnis mit der Rechtspopulisten entschieden zurück. Der sozialdemokratische Abgeordnete Mihai Ghigiu erklärte, die Entscheidung entspreche der Position der Mehrheit der Fraktionsvorsitzenden und sei ein übliches parlamentarisches Verwaltungsverfahren. PNL und USR wollen kommende Woche das Verfassungsgericht anrufen.
Rumänien setzt sich für einen „ambitionierten“ künftigen EU-Haushalt mit umfangreichen Mitteln für die Kohäsionspoltik und die Landwirtschaft ein. Das erklärte Präsident Nicușor Dan bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit EU-Ratspräsident António Costa. Dan hatte Costa in Bukarest zu Gesprächen über die Prioritäten und Anliegen Rumäniens empfangen. Hauptthema sei die Verhandlung des EU-Haushalts für die Jahre 2028 bis 2034 gewesen, sagte Dan. Rumänien brauche einen ambitionierten Haushalt, um seinen Entwicklungsrückstand gegenüber den anderen europäischen Ländern zu verringern. Costa bezeichnete die jüngsten Verletzungen des rumänischen Luftraums sowie Zwischenfälle mit Seedrohnen als „zutiefst besorgniserregend“. Brüssel werde weiter an der Seite Rumäniens stehen, denn die Sicherheit Rumäniens sei Teil der Sicherheit Europas insgesamt. Für einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine müsse Europa geschlossen auftreten, sagte Costa. Zudem dankte er Rumänien für seine „starke Unterstützung der Republik Moldau auf ihrem Weg zur EU-Integration“. Costa reist weiter nach Bulgarien und Griechenland. Zuvor hatte er bereits die Slowakei, Estland, Lettland, Litauen, Tschechien, Ungarn, Kroatien und Luxemburg besucht.
Die rumänische Tennisspielerin Sorana Cîrstea hat bei den US Open die Französin Diane Parry in der zweiten Runde mit 2:0 Sätzen besiegt. In der dritten Runde trifft die 36-Jährige am Freitag auf die Italienerin Jasmine Paolini. Cîrstea ist in New York an Nummer 16 gesetzt. Bei den Grand-Slam-Turnieren 2026 erreichte sie bei den Australian Open die zweite Runde, bei den French Open das Viertelfinale und in Wimbledon die dritte Runde.