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Wohltätigkeitsauktion bringt 1 Million Euro ein

Eine Rekordsumme von 1 Million Euro wurde beim Festival der Weihnachtsbäume gesammelt, das am 8. Dezember von der NGO Rettet die Kinder versteigert wurde.

Wohltätigkeitsauktion bringt 1 Million Euro ein
Wohltätigkeitsauktion bringt 1 Million Euro ein

, 20.12.2023, 12:35

Eine Rekordsumme von 1 Million Euro wurde beim Festival der Weihnachtsbäume gesammelt, das am 8. Dezember von der NGO Rettet die Kinder versteigert wurde. 22 Bäume wurden von bekannten rumänischen Künstlern und Designern geschmückt. Das gesammelte Geld wird für die soziale und schulische Unterstützung bedürftiger Kinder verwendet, die stark von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht sind.




Die Auktion, die in Zusammenarbeit mit dem Rumänischen Nationalmuseum für Kunst organisiert wurde, fand nun schon zum 20. George Roman, Programmdirektor bei Rettet die Kinder, erzählt uns mehr darüber:




„Das Festival der Weihnachtsbäume ist zu einer beliebten Wohltätigkeitsveranstaltung für Unternehmen und Unternehmer geworden, die über ausreichende Mittel verfügen, um Programme für Kinder zu unterstützen. Bei jeder Veranstaltung werden etwa 20-25 Weihnachtsbäume, die von berühmten Designern entworfen wurden, versteigert. Die Bäume können dann eine Woche lang oder länger an den Orten bewundert werden, an denen die Auktion stattfindet, in der Regel in Hotels, einige Male im Parlamentspalast und in den letzten Jahren im Nationalen Kunstmuseum von Rumänien. Am Galaabend werden die Bäume von Geschäftsleuten oder Vertretern von Unternehmen versteigert, mit denen wir bereits zusammengearbeitet haben oder die die Organisation Rettet die Kinder bei der Durchführung ihrer Bildungsprogramme für Kinder unterstützen möchten.




George Roman erwähnte auch einige der Prominenten, die die Organisation unterstützt haben:




„Ich möchte mit Doina Levintza beginnen, einer au‎ßergewöhnlichen Künstlerin, die seit 2001 jedes Jahr au‎ßergewöhnliche Bäume für uns gestaltet hat. Die Summe, die mit ihren Bäumen gesammelt wurde, ist wahrscheinlich die höchste. Viele Persönlichkeiten aus der Welt des Sports haben durch ihre Teilnahme an den Versteigerungen geholfen, wie Horia Tecău, Ilie Năstase, Ion Țiriac, Nadia Comăneci, die an zwei oder drei Ausgaben teilgenommen hat, Gabriela Szabo und Simona Halep. Zu den Fernsehstars, die uns geholfen haben, gehören Andreea Esca und Andreea Raicu, die die Auktion schon seit einigen Jahren moderieren, sowie Smiley und Cătălin und Andra Măruță. Bei der ersten Ausgabe haben wir von der Hilfe des britischen und des schwedischen Botschafters profitiert.




Die zu versteigernden Weihnachtsbäume sind alle einzigartig. In diesem Jahr brachten die beiden erfolgreichsten jeweils 140.000 Euro ein. Insgesamt wurden bei dieser Veranstaltung mehr als 9 Millionen Euro gesammelt. Ist das viel oder im Gegenteil sehr wenig im Vergleich zu dem, was benötigt wird? George Roman:




„Sagen wir, es ist eine nützliche Summe, denn sie ermöglicht es uns, unsere Aktivitäten in vielen Gemeinden zu vervielfachen, und das können wir nur tun, wenn wir jedes Jahr so viel sammeln. Einige der von uns durchgeführten Programme, die langfristige Ma‎ßnahmen beinhalten, können bis zu 300-400.000 Euro erfordern. Die Ergebnisse sind au‎ßergewöhnlich, denn wir alle wissen um die Qualität der Bildung in den ländlichen Gebieten. Eine vor wenigen Tagen veröffentlichte PISA-Studie zeigt einen gro‎ßen Unterschied zwischen den Ergebnissen von Kindern, die durch Armut gefährdet sind, und jenen, die in einem begünstigten Umfeld leben, ein Unterschied, der drei Schuljahre beträgt. Daher sind unsere Programme auf diese Gebiete ausgerichtet, weil sie dort am dringendsten benötigt werden.




Dank des Festivals der Weihnachtsbäume werden mehr als 200 000 Kinder von den Programmen von Rettet die Kinder profitieren können. erklärt George Roman:




Solche Beispiele sind die Bildungsprogramme, insbesondere die Förderprogramme, die Kindern eine zweite Chance geben sollen, die vor einigen Jahren die Schule abgebrochen haben und ohne speziellen Unterricht nicht ohne weiteres wieder in das System eingegliedert werden können, sowie das Programm „Schule nach der Schule“, das Kindern in vielen Gemeinden auch eine warme Mahlzeit bietet. Fast 150.000 Kinder, die soziale und wirtschaftliche Unterstützung oder Programme zur Verhinderung des Schulabbruchs erhielten, wurden wieder in das Schulsystem integriert. Wir führen auch Programme für Kinder im Vorschulalter durch, den so genannten Sommerkindergarten, vor allem in den ärmsten Gemeinden Rumäniens, wo es keine Kindergärten gibt und wo die zwei bis drei Monate Unterricht vor der Einschulung entscheidend sind. Studien zeigen, dass der Schulabbruch in den ersten Schuljahren genau auf die fehlende Ausbildung in den Vorschuljahren zurückzuführen ist, und deshalb haben die Sommerkindergartenprogramme für uns Priorität. Bisher konnten wir 10.000 Kinder in abgelegenen Dörfern in Rumänien unterstützen.




Au‎ßerdem wurden mehr als 100 Schulbibliotheken mit Zehntausenden von Büchern ausgestattet, Klassenzimmer renoviert und neu eingerichtet, Zehntausende von Kindern erhielten Schulmaterial und ihre Eltern wurden unterstützt, denn es ist fast unmöglich, Ma‎ßnahmen für die Schulbildung von Kindern zu konzipieren, ohne ihre Familien zu berücksichtigen.




In Rumänien war das Risiko von Armut und sozialer Ausgrenzung in den ländlichen Gebieten schon immer viel höher als in den städtischen Gebieten. Der jüngste PISA-Bericht der OECD unterstreicht, dass ohne zusätzliche Investitionen in den Gebieten, die mit struktureller Armut zu kämpfen haben, die Kluft noch grö‎ßer wird. George Roman, ein Programmdirektor von Rettet die Kinder, warnt:




„Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir das Land mit den niedrigsten Investitionen in die Bildung sind und nur durch eine schrittweise Erhöhung der Investitionen den europäischen Durchschnitt erreichen können. Derzeit investiert Rumänien 3-3,2 % seines BIP in die Bildung, während der europäische Durchschnitt bei 5 % liegt. Es gibt also einen gro‎ßen Nachholbedarf, damit eine Schule auf dem Land genauso aussieht wie eine in der Stadt. Das ist das Anständigste, was eine Regierung für rumänische Kinder tun kann. Kein Kind sollte wegen seines Geburtsortes zu Armut und mangelnder guter Bildung verdammt sein!“

Foto: Artyom Korshunov / unsplash.com
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