Nachrichten 10.05.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 10.05.2026, 22:19
Der 10. Mai ist für Rumänien ein Datum von dreifacher historischer Bedeutung. An diesem Tag begeht das Land den Nationalen Unabhängigkeitstag. Der im April 1877 ausgebrochene Russisch-Türkische Krieg bot die ideale Gelegenheit, um die Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich zu erlangen. Am 10. Mai 1877 wurde die von der Abgeordnetenkammer und dem Senat eingebrachte Motion von Fürst Karl I. unterzeichnet, trat als Gesetz in Kraft und markierte damit offiziell die Geburtsstunde des unabhängigen rumänischen Staates. Ebenfalls am 10. Mai wird der Tag der Monarchie begangen, der von 1866 bis 1947 – bis zur Machtergreifung der Kommunisten – Rumäniens Nationalfeiertag war. Der 10. Mai steht außerdem für den Beginn der 48-jährigen Herrschaft Karls I. von Hohenzollern-Sigmaringen, des ersten Königs einer Dynastie aus vier Herrschern. Auf Initiative des Verteidigungsministeriums finden heute in Bukarest sowie in mehreren Großstädten des Landes Feierlichkeiten zu Ehren des 10. Mai statt.
Rumäniens interrimistischer Premierminister Ilie Bolojan richtete am Sonntag zum 10. Mai eine Botschaft an die Öffentlichkeit, in der er an die Ereignisse von 1877 erinnerte und auf die gegenwärtigen Herausforderungen des Landes einging. Der 10. Mai sei das Datum, an dem Rumänien einen entscheidenden Schritt vollzogen habe und seinen Status als unabhängiger Staat unmissverständlich angenommen habe, schrieb er. Im Jahr 1877 habe Rumänien dank des Mutes und der Weitsicht von Führungspersönlichkeiten wie Mihail Kogălniceanu und Karl I. seine Unabhängigkeit ausgerufen und auf dem Schlachtfeld bewiesen, dass Freiheit erkämpft und verteidigt werden müsse. Damals seien die Grundlagen eines modernen und funktionsfähigen Staates gelegt worden, heißt es in der auf Facebook veröffentlichten Botschaft Bolojans. Heute bestehe die Herausforderung in einem besseren Funktionieren der Institutionen und der Verwaltung – effizient und gerecht für alle Bürgerinnen und Bürger. Rumänien brauche tiefgreifende Reformen in Verwaltung, Wirtschaft und im öffentlichen Dienst. Die damals errungene Unabhängigkeit verpflichte heute zu Verantwortung und zur Fortsetzung der Staatsmodernisierung durch solide Institutionen, den Abbau von Verschwendung und die Wiedergewinnung des Bürgervertrauens, fügte der Regierungschef hinzu.
Rumäniens Staatspräsident Nicușor Dan empfängt am Mittwoch den Gipfel des Bukarester Formats B9 und der Nordischen Länder, an dem NATO-Generalsekretär Mark Rutte sowie zahlreiche Staats- und Regierungschefs und Minister teilnehmen werden. Die Veranstaltung wird gemeinsam vom rumänischen Staatspräsidenten und dem polnischen Präsidenten Karol Nawrocki geleitet. Das 2015 von Rumänien und Polen ins Leben gerufene Bukarester Format B9 vereint die Länder der NATO-Ostflanke: Rumänien, Polen, Bulgarien, Ungarn, die Tschechische Republik, die Slowakische Republik, Estland, Litauen und Lettland.
Das rumänische Abwrackprämieprogramm „Rabla“ zur Erneuerung des nationalen Fahrzeugbestands geht mit einem Rekordbudget und einer neuen Bedingung in die entscheidende Phase: Die Fahrzeuge müssen in Europa produziert oder montiert worden sein. Die InterimsßUmweltministerin Diana Buzoianu kündigte an, dass das Budget für Privatpersonen 300 Millionen Lei betragen werde – 100 Millionen mehr als im Vorjahr. Eine wichtige Nachricht für Käufer: Das Modell Dacia Spring bleibt trotz seiner Fertigung in China weiterhin förderfähig, da es als europäische Marke eingestuft wird.