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Nachrichten 08.06.2026

Die wichtigsten Meldungen des Tages

Nachrichten 08.06.2026
Nachrichten 08.06.2026

, 08.06.2026, 17:39

Der Wettbewerbsrat hat 10 Banken in Rumänien mit Rekordbußgeldern von über 700 Millionen Euro belegt, wegen der mutmaßlichen Verletzung der Wettbewerbsregeln bei der Festlegung des ROBOR-Index, der die Kreditzinsen beeinflusst. Nach Angaben des Wettbewerbsrats hätten die sanktionierten Finanzinstitute ihr Verhalten durch den Austausch vertraulicher Informationen im Rahmen des Verfahrens zur Festlegung des ROBOR-Index koordiniert und damit gegen die nationalen und europäischen Wettbewerbsvorschriften verstoßen. Der Präsident der Institution, Bogdan Chirițoiu, präzisierte, dass sich die Untersuchung ausschließlich auf das Verhalten der Banken in der sogenannten Fixing-Phase bezogen habe, in der die Notierungen unabhängig und geheim hätten sein müssen. Einzelheiten nach den Nachrichten.

 

„Der Druck ist sehr groß, die Verantwortung gegenüber dem Land enorm. Ich wünsche mir, dass die Parteien – ungeachtet ihrer Unzufriedenheit oder ihrer berechtigten Erwartungen – mir die Chance geben, Rumänien eine kompetente und gut vorbereitete Regierung zu präsentieren, die den Herausforderungen des Landes gewachsen ist.“ Das erklärte der designierte rumänische Ministerpräsident Eugen Tomac, der Verhandlungen mit den Parlamentsparteien aufgenommen hat, um die für seine Ernennung erforderlichen 233 Stimmen zu sichern. Die ersten Gespräche führte Tomac mit den Liberalen. Anschließend zeigte er sich zuversichtlich und sprach von konstruktiven Beratungen. „Eine Technokratenregierung ohne eine klare politische Unterstützung im Parlament wird die notwendigen Reformen für Rumänien nicht umsetzen können“, sagte der Vorsitzende der Liberalen und geschäftsführende Premierminister Ilie Bolojan. Eine Entscheidung über die Unterstützung werde die Partei Mitte der Woche treffen. Danach traf sich der designierte Regierungschef mit Vertretern der USR. Im Anschluss erklärte Tomac, er sei optimistisch, dass die Mitglieder der Partei sein künftiges Kabinett im Parlament unterstützen würden. USR-Vorsitzender Dominic Fritz hingegen bezeichnete eine Unterstützung der Regierung Tomac als eher unwahrscheinlich. Die endgültige Entscheidung liege jedoch bei den zuständigen Parteigremien. Für die USR sei es besonders wichtig, dass die künftige Regierung die bereits von der Regierung Bolojan eingeleiteten Reformen nicht rückgängig mache, betonte Fritz. Auf dem Programm der heutigen Konsultationen steht außerdem die PSD. Die Gespräche mit der vierten Partei der ehemaligen prowestlichen Regierungskoalition, der UDMR, sind für Dienstag vorgesehen. Ebenfalls am Dienstag wird Eugen Tomac mit der Fraktion der nationalen Minderheiten – mit Ausnahme der ungarischen Minderheit – sowie mit unabhängigen und fraktionslosen Abgeordneten und Senatoren zusammentreffen. Nach den Bestimmungen der Verfassung hat Tomac, der ein ausschließlich aus Fachleuten bestehendes Kabinett vorbereiten will, nur noch eine Woche Zeit, bevor er das Vertrauen von Senat und Abgeordnetenkammer für sein Regierungsprogramm und sein Ministerteam beantragt.

 

Der Sprecher des rumänischen Außenministeriums (MAE), Andrei Țărnea, erinnert daran, dass kein EU-Mitgliedsland an dem teilgenommen habe, was er als das Festival der Russland-Unterstützer in Sankt Petersburg bezeichnete. In einem auf der Plattform X verbreiteten und von den Medien in Bukarest aufgegriffenen Beitrag betont Țărnea, dass die Union und ihre Mitglieder Werte verkörperten, die mit der wirtschaftlichen Oligarchie und der Vereinnahmung des Staates oder mit Regimen, die illegale Eroberungskriege gegen Nachbarn führen, unvereinbar seien. Seine Erklärung erfolgt, nachdem die Presse über die Anwesenheit der Vorsitzenden der populistischen Partei S.O.S. România, der Europaabgeordneten Diana Șoșoacă, beim berühmten Wirtschaftsforum von Sankt Petersburg in dieser Woche berichtet hatte – einer Politikerin, die in der heimischen Öffentlichkeit als unverbesserliche Russophile und leidenschaftliche Skandalmacherin gilt. Sie führte zudem im Rahmen einer der Sitzungen des Treffens einen Dialog mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

 

Die rumänische Handball-Vizemeisterin CSM București hat das kleine Finale der Champions League gewonnen, nachdem sie am Sonntag in Budapest, Ungarn, die französische Mannschaft Brest mit 32 zu 26 besiegt hatte. Am Vortag hatten die Rumäninnen im Halbfinale mit 27:32 gegen eine andere französische Mannschaft, Metz, verloren, während Brest von den Ungarinnen aus Győr mit 31:30 geschlagen worden war. CSM București gewann die Champions League im Jahr 2016, und in den Jahren 2017 und 2018 qualifizierte sich der Verein für das Final Four und beendete dieses jeweils auf dem dritten Platz. Neue Europameisterin ist Metz mit einem 31:29-Sieg gegen Győr im großen Finale.

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