Nachrichten 24.08.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages im Überblick
Newsroom, 24.08.2026, 22:17
Das bikamerale Parlament in Bukarest tritt heute zu einer neuen dreitägigen Sondersitzung zusammen – in der letzten Woche, in der Rumänien die noch ausstehenden Ziele des mit der Europäischen Kommission vereinbarten Aufbau- und Resilienzplans (PNRR) erfüllen kann. Die Senatoren beraten im Eilverfahren über das Wasserstoffgesetz, einen Meilenstein, ohne den das Land eine Tranche von 2,84 Milliarden Euro zu verlieren droht. Parallel dazu müssen die Abgeordneten das Integritätsgesetz erneut prüfen, das nach Einwänden des Verfassungsgerichts geändert wurde, sowie die neuen Regeln für die Aufnahmeprüfung ans Gymnasium. Ungewiss bleibt die Verabschiedung des neuen Gesetzes zur Besoldung im öffentlichen Dienst, ein wichtiger PNRR-Meilenstein, von dem 770 Millionen Euro abhängen. Obwohl die Frist am 31. August abläuft, wird der Entwurf noch von den Parteien beraten – nach Gesprächen zu diesem Thema mit Präsident Nicușor Dan. Bislang haben nur die Liberalen erklärt, die jüngste, von den Gewerkschaften heftig kritisierte Fassung des Entwurfs zu unterstützen.
Die durch die innenpolitische Lage verursachten Unsicherheiten stellen ein Risiko für den Wechselkurs des Leu dar, warnt die Rumänische Nationalbank (BNR) im Protokoll ihrer jüngsten geldpolitischen Sitzung. Nach Einschätzung der BNR bestehen weitere erhebliche Risiken durch die Entwicklung des Nahostkonflikts sowie insbesondere durch die sogenannten Zwillingsdefizite – das Haushaltsdefizit und das Defizit der Handelsbilanz. Die Zentralbank betont die Bedeutung politischer und Regierungsstabilität sowie die Notwendigkeit, die fiskalische Korrektur zum Abbau der beiden Defizite fortzusetzen. Mehr dazu nach den Nachrichten.
Die Bewohner des Kreises Galați, im Südosten Rumäniens, erhielten heute Morgen eine RO-Alert-Meldung, in der sie vor der Möglichkeit herabfallender Objekte aus dem Luftraum gewarnt und aufgefordert wurden, Schutz zu suchen. Das Verteidigungsministerium teilte mit, sein Radarüberwachungssystem habe intermittierende Signale im Luftraum der Republik Moldau erfasst; eines dieser Signale sei anschließend im Gebiet von Târgu Bujor im Kreis Galați aufgetaucht. Zur Überwachung der Lage wurden zwei F-16-Kampfflugzeuge der rumänischen Luftstreitkräfte sowie ein IAR-330-SOCAT-Hubschrauber gestartet. Das Nationale Militärische Führungszentrum informierte den Generalinspektorat für Notsituationen (IGSU) über die Einleitung von Maßnahmen zur Alarmierung der Bevölkerung im betroffenen Gebiet.