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BNR: Politische Stabilität und Haushaltskonsolidierung entscheidend für Kurs und Wirtschaft

Die innenpolitische Lage birgt nach Einschätzung der Nationalbank ein Risiko für den Wechselkurs des rumänischen Leu. Darauf weist die Nationalbank in der Zusammenfassung ihrer geldpolitischen Sitzung vom 10. August hin, die Ende vergangener Woche veröffentlicht worden ist. Zu den weiteren großen Risiken zählt die BNR die Entwicklung des Konflikts im Nahen Osten und vor allem die nach wie vor hohen sogenannten Zwillingsdefizite Rumäniens – das Haushaltsdefizit und das Handelsbilanzdefizit.

Foto: romania-actualitati.ro
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, 24.08.2026, 12:56

Nach der Analyse der Nationalbank wird die jährliche Inflationsrate im dritten Quartal dieses Jahres deutlich zurückgehen, da die direkten Auswirkungen des Wegfalls der Preisobergrenze für Strom sowie der Erhöhung von Mehrwertsteuer und Verbrauchsteuer auslaufen. Die Inflation soll damit von 8,2 Prozent im Juli auf 6,1 Prozent im Dezember sinken und Ende kommenden Jahres 3,4 Prozent erreichen.

Kurzfristig wird die Inflationsentwicklung jedoch weiterhin durch die indirekten Folgen der höheren Kraftstoff- und Erdgaspreise für Unternehmen beeinflusst. Hinzu kommen die Auswirkungen höherer Telekommunikationstarife und gestiegener Preise für die Kfz-Haftpflichtversicherung RCA.

Die BNR hält politische und Regierungstabilität sowie die Fortsetzung der Haushaltskorrektur für entscheidend für die Wirtschaft und auch für die Finanzierung des öffentlichen Sektors. Grundlage dafür ist die mit der Europäischen Kommission getroffene mittelfristige Vereinbarung. Hinzu kommt die Notwendigkeit, die Mittel aus dem Wiederaufbauplan PNRR abzurufen.

Die Nationalbank erwartet für das zweite und dritte Quartal dieses Jahres eine schwächere Erholung der Wirtschaft als bislang prognostiziert. Das Nachfragedefizit dürfte demnach weniger stark zurückgehen als zuvor erwartet.

Die neue vorläufige Fassung der statistischen Daten bestätigt die Stagnation der Wirtschaft im ersten Quartal 2026, nachdem sie im vierten Quartal 2025 um 1,9 Prozent geschrumpft war. Ebenfalls bestätigt wurde ein Rückgang der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2026 um 1,2 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum, nachdem sie im vierten Quartal 2025 noch um 0,2 Prozent gewachsen war, betonen die BNR-Experten.

Entscheidend für den Rückgang war demnach vor allem der deutlich stärker negative Beitrag der Veränderung der Lagerbestände. Hinzu kam eine leichte Verschärfung des Rückgangs beim Konsum der privaten Haushalte.

Zum Arbeitsmarkt erklärte die Nationalbank, die neuen Daten deuteten im zweiten Quartal 2026 auf eine nahezu vollständige Unterbrechung des Trends zur Lockerung der Bedingungen am Arbeitsmarkt hin. So habe sich der Rückgang der Beschäftigtenzahl in der Wirtschaft im April und Mai 2026 gegenüber dem Vorquartal verlangsamt.

Außerdem sei das jährliche Wachstum der nominalen Bruttolöhne im April und Mai weiter zurückgegangen. Ausschlaggebend dafür war die Entwicklung im privaten Sektor. Die Lohnentwicklung erreichte damit historisch niedrige Werte.

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