Nachrichten 10.09.2026
Die wichtigsten Meldungen im Überblick
Newsroom, 10.09.2026, 17:32
Die Europäische Kommission bereitet Reaktionen auf die jüngsten PISA-2025-Ergebnisse vor. Die Tests zeigen einen starken Rückgang der schulischen Leistungen in der Europäischen Union. Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, die Rumänin Roxana Mînzatu, will im November ein Bildungspaket vorstellen. Es soll den Mitgliedstaaten, darunter auch Rumänien, helfen, den negativen Trend bei den Grundkompetenzen umzukehren. Bei den PISA-Tests belegte Rumänien den drittletzten Platz in der EU. Mehr als die Hälfte der 15-jährigen Schüler erreicht in Mathematik nicht das grundlegende Kompetenzniveau. Beim Lesen sind es 48 Prozent, in den Naturwissenschaften knapp 46 Prozent. Die Ergebnisse von 2025 liegen in Mathematik und Naturwissenschaften insgesamt nahe an denen von 2022. Beim Lesen haben sich die Leistungen dagegen verschlechtert.
Rumänien schickt keine Kampftruppen in die Ukraine. Die jüngsten Meldungen im Internet seien alarmistische Manipulationen, teilte die Präsidialverwaltung auf Facebook mit. Die oberste Priorität des rumänischen Staates bleibe der Schutz und die Verteidigung der eigenen Bürger. Die Stellungnahme folgt auf die verzerrte Darstellung einer Verwaltungsentscheidung, mit der nach Angaben des Präsidialamtes unbegründete Theorien über eine Verwicklung Rumäniens in den Krieg geschürt werden sollten. Tatsächlich geht es um die vom Präsidenten beim Parlament beantragte Genehmigung für die Entsendung von bis zu 20 Soldaten zu einem operativen Kommando zur Unterstützung der Ukraine. Diese Struktur hat ausschließlich Koordinierungs- und Planungsaufgaben und keine Kampffunktion. Sie arbeitet in Frankreich und Großbritannien, Tausende Kilometer von der Front entfernt, betont die Präsidialverwaltung.
In Rumänien landen jedes Jahr fast dreieinhalb Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Gleichzeitig sind mehr als 27 Prozent der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das geht aus Daten des Verbands der rumänischen Tafeln hervor. Allein 2025 hat das Netzwerk mehr als 10.000 Tonnen Lebensmittel gerettet und daraus 20 Millionen Portionen für Bedürftige bereitgestellt. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden weitere 8.500 Tonnen über Partner-Nichtregierungsorganisationen an Hunderttausende Bedürftige verteilt. Die Vorstellung der Zahlen erfolgte anlässlich des zehnten Jahrestages der Gründung der ersten Lebensmittelbank – das Pendant der deutschen Tafeln.
Das rumänische Abgeordnetenhaus hat einstimmig die neuen europäischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Drogenhandels verabschiedet. Der Aktionsplan der Europäischen Union für die kommenden fünf Jahre sieht eine frühzeitige Prävention und eine stärkere Kontrolle an den Außengrenzen vor. Ein Schwerpunkt liegt auch auf dem Einsatz moderner Scan-Technologien. Für Rumänien hat die Bekämpfung der Schmuggelnetzwerke im Schwarzmeerhafen Constanța und an den Landgrenzen oberste Priorität. Weitere Einzelheiten nach den Nachrichten.
Der rumänische Präsident Nicușor Dan hat ein Gesetz unterzeichnet, das unter außergewöhnlichen Umständen eine Änderung der Grenzen bestimmter Naturschutzgebiete erlaubt. Damit soll die Fortsetzung bestimmter Wasserkraftprojekte ermöglicht werden, die vor dem 29. Juni 2007 begonnen wurden. Das Gesetz ändert die Bestimmungen zur Umweltverträglichkeitsprüfung öffentlicher und privater Projekte. Präsident Dan hatte das Gesetz im November 2025 beim Verfassungsgericht angefochten. Das Gericht wies seine Beschwerde jedoch zurück. Auch auf dieses Thema gehen wir nach den Nachrichten ausführlicher ein.
Der Ölpreis ist angesichts der zunehmenden Spannungen im Golf gestiegen. Aus Sorge, dass der Transport durch die Straße von Hormus noch stärker beeinträchtigt werden könnte, überschritt die internationale Referenzsorte Brent erstmals seit Juli wieder die Marke von 100 Dollar pro Barrel. Das berichten Nachrichtenagenturen. Die USA haben ihre Wirtschaftssanktionen gegen den Iran erneut verschärft. US-Präsident Donald Trump warnte Teheran zudem vor einer Ausweitung der Aktivitäten an einer unter einem Berg verborgenen Nuklearanlage nahe Natanz. In den USA setzen die steigenden Energiepreise die Wirtschaft bereits unter Druck. Benzin und Diesel werden teurer, die Wall Street reagierte negativ. Die Folgen des Konflikts gehen inzwischen über die militärische Auseinandersetzung hinaus. Nach Einschätzung von Analysten könnten die Amerikaner die Auswirkungen direkt bei den Transportkosten und den Preisen für Waren des täglichen Bedarfs spüren. Auch in Rumänien sind die Folgen zu spüren. Der Kraftstoffmarkt bleibt weiterhin äußerst angespannt.