Nachrichten 14.10.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 14.10.2026, 18:12
Rumänien und Bulgarien wollen sich auf Ebene der Europäischen Union und der NATO gemeinsam für strengere Maßnahmen zur Abwehr von Drohnen einsetzen. Ziel ist es, die Sicherheit der Handelsschifffahrt im Schwarzen Meer zu gewährleisten. Rumäniens Präsident Nicușor Dan telefonierte am Mittwoch mit seiner bulgarischen Amtskollegin Iliana Iotova. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand der jüngste Drohnenangriff auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer. Die Angriffe seien eine direkte Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Sie gefährdeten nicht nur die Schifffahrt in der Region, sondern auch die Versorgung anderer Kontinente mit wichtigen Agrarprodukten. Zwei Handelsschiffe waren in der Nacht von Montag auf Dienstag bei getrennten Angriffen nahe der bulgarischen Schwarzmeerküste getroffen worden. Die Vorfälle haben auch auf Ebene der NATO und der Europäischen Union Besorgnis ausgelöst.
Der Ministerpräsident Rumäniens, Ilie Bolojan, hat sich heute mit den Botschaftern der EU-Mitgliedstaaten sowie dem in Bukarest akkreditierten Vertreter der Europäischen Kommission getroffen. Dabei dankte er ihnen für ihre kontinuierliche Unterstützung. Wie die rumänische Regierung in einer Mitteilung erklärte, gratulierte Bolojan der irischen EU-Ratspräsidentschaft zu ihrer bisherigen Arbeit und wünschte ihr weiterhin viel Erfolg angesichts der Herausforderungen, vor denen die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten stehen. Auf der Tagesordnung des Treffens standen unter anderem die Maßnahmen der rumänischen Regierung zur Stabilisierung der Haushaltslage sowie Fragen der Energiesicherheit. Das teilte die Regierung in Bukarest mit.
Der rumänische Präsident Nicușor Dan hat die Unterzeichnung von Gesetzesänderungen durch seinen ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj begrüßt. Die Änderungen betreffen das Recht nationaler Minderheiten auf muttersprachlichen Unterricht. Damit können Kinder der rumänischen Minderheit in der Ukraine künftig in ihrer Muttersprache an Schulen im Nachbarland lernen. Die neuen Bestimmungen stellten klar, dass die Muttersprache unter allen Umständen verwendet werden könne und nicht nur während des Schulunterrichts, erklärte Nicușor Dan. Er versicherte zudem, dass sich Rumänien weiterhin gemeinsam mit der rumänischen Gemeinschaft und den ukrainischen Behörden dafür einsetzen werde, dass die gesetzlichen Regelungen auch tatsächlich umgesetzt werden. Ziel sei es, rumänischen Kindern den Unterricht in ihrer Muttersprache bis einschließlich zur gymnasialen Oberstufe zu ermöglichen. Die Gesetzesänderung erfolgt vor dem Hintergrund des EU-Beitrittsprozesses der Ukraine. Sie betrifft insbesondere Minderheiten, deren Sprachen in der Europäischen Union Amtssprachen sind.