Nachrichten 02.11.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 02.11.2026, 18:17
Der rumänische Premierminister Luca Niculescu führt heute Konsultationen mit Vertretern der Gewerkschaftsbünde, die über die wirtschaftlichen und sozialen Maßnahmen sprechen wollen, die im Zusammenhang mit dem Haushalt für 2027, dem Defizitabbau und dem künftigen Besoldungsgesetz für den öffentlichen Sektor vorbereitet werden. Zugleich fordern die Organisationen ein Treffen mit dem PSD-Vorsitzenden Sorin Grindeanu und den elf sozialdemokratischen Ministern, um die sozialen und wirtschaftlichen Prioritäten zu erörtern und konkrete Maßnahmen zum Schutz des Lebensstandards und der Rechte der Arbeitnehmer festzulegen. Der Premierminister hat sich bereits mit Vertretern der Wirtschaft getroffen, die eine Senkung der Steuerlast für Unternehmer ohne Erhöhung von Steuern und Abgaben gefordert hatten.
Der rumänische Präsident Nicușor Dan hat heute der Siegerin der Präsidentschaftswahl in Bulgarien gratuliert. „Glückwunsch, Iliana Jotowa, zur Wahl zur Präsidentin Bulgariens! Ich freue mich auf eine enge Zusammenarbeit und auf die Vertiefung unserer bilateralen Kooperation. Als Nachbarn, EU-Partner und NATO-Verbündete haben wir viel für die Sicherheit und Entwicklung unserer Region zu tun, angefangen beim Schwarzen Meer. Ich freue mich darauf, Präsidentin Jotowa bald in Rumänien zu empfangen“, schrieb das rumänische Staatsoberhaupt auf der Plattform X. Die scheidende Präsidentin Iliana Jotowa, die sich für einen Dialog mit Moskau zur Beendigung des Krieges in der Ukraine ausspricht, hat am Sonntag die Präsidentschaftswahl in Bulgarien mit rund 57 % der Stimmen gewonnen und sich damit gegen ihren Rivalen Andrej Gjurow durchgesetzt, einen ehemaligen Interims-Ministerpräsidenten, der von der prowestlichen Opposition unterstützt wurde. Die Präsidentschaftswahl fand vor dem Hintergrund einer Serie von Drohnenangriffen auf Handelsschiffe vor der bulgarischen Küste im vergangenen Monat statt, die international verurteilt wurden und Besorgnis über die zunehmenden Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auslösten.
Der rumänische Verteidigungsminister Radu Oprea erklärte heute in Bukarest, die Sicherheit der Republik Moldau sei eng mit der Rumäniens verbunden, und betonte, wie wichtig es sei, die Zusammenarbeit der beiden Nachbarstaaten im Verteidigungsbereich zu stärken, insbesondere beim Informationsaustausch. Die Äußerung fiel bei der Zeremonie zur Unterzeichnung der Dokumente, mit denen das Verteidigungsministerium der Republik Moldau Partner im SAFE-Projekt „Multifunktionale Radtransportplattformen“ wird. Im Rahmen dieser Vereinbarung werden beide Staaten gemeinsam knapp 3.000 multifunktionale Radtransportplattformen (Militärfahrzeuge des Herstellers Iveco) beschaffen. Der Minister hob zudem die Bedeutung der rumänischen Beteiligung an diesem Projekt hervor, bei dem erstmals gemeinsame Beschaffungen im Rahmen des SAFE-Programms zusammen mit der Republik Moldau koordiniert werden. Ein weiterer Punkt, den Radu Oprea unterstrich, war der Ausbau der rumänischen Verteidigungsindustrie und die Möglichkeit, im Inland gefertigte Produkte auch an ausländische Partner zu liefern.
Das Verteidigungsministerium in Bukarest teilt mit, dass die ukrainischen Donauhäfen in der vergangenen Nacht Ziel massiver Drohnenangriffe waren. Aus dem Bereitschaftsdienst der Luftpolizei stiegen F-16-Kampfflugzeuge sowie ein Hubschrauber auf. Zudem wurde eine RO-Alert-Warnung an die Bewohner im Norden des Kreises Tulcea an der Grenze zur Ukraine verschickt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden keine Verletzungen des rumänischen Luftraums gemeldet. Wir kommen nach den Nachrichten darauf zurück.
In den Vereinigten Staaten verschärft sich der Wahlkampf vor den Zwischenwahlen am 3. November, die Umfragen zufolge das Kräfteverhältnis zwischen Demokraten und Republikanern im Kongress verändern könnten. Die Demokraten versuchen, die knappe republikanische Mehrheit im Kongress sowie die Unzufriedenheit der Wähler mit der wirtschaftlichen Lage und der Politik der Regierung von Donald Trump zu nutzen. Das Wahlergebnis wird darüber entscheiden, wer in den kommenden zwei Jahren die beiden Kammern des US-Parlaments kontrolliert, berichtet die BBC. Eine Rekordzahl von 47,9 Millionen Amerikanern hat bei den Zwischenwahlen in den USA bereits ihre Stimme abgegeben, meldet AFP und stellt fest, dass in mehreren Schlüsselstaaten ein deutlicher Anstieg der Wahlbeteiligung zu beobachten ist; unter denjenigen, die bereits gewählt haben, gibt es mehr demokratische als republikanische Wähler. Das Repräsentantenhaus und der Senat werden derzeit von den Republikanern kontrolliert, der Partei von Präsident Donald Trump. Das Wahlergebnis wird maßgeblich darüber entscheiden, inwieweit er seine politische Agenda in den letzten zwei Jahren seiner Amtszeit umsetzen kann.