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Wirtschaftswachstum wird nach unten revidiert

Die Prognosekommission hat die Schätzung des rumänischen Wirtschaftswachstums für dieses Jahr auf 4,3% nach unten korrigiert.

Wirtschaftswachstum wird nach unten revidiert
Wirtschaftswachstum wird nach unten revidiert

, 17.02.2022, 10:30

Die Nationale Strategie- und Prognosekommission in Bukarest hat die Schätzung des rumänischen Wirtschaftswachstums nach unten revidiert und rechnet nur noch mit einem Plus von 4,3 Prozent, was einem Rückgang von 0,3 Prozentpunkten gegenüber ihrer vorherigen Prognose entspricht. Die Gründe für diese Entscheidung hängen mit dem beschleunigten Anstieg der Inflation zusammen, die derzeit bei über 8 % liegt und bald eine zweistellige Zahl erreichen könnte, aber auch mit dem Auftreten der fünften Welle der Coronavirus-Pandemie und der anhaltenden Energiekrise.



Alle Schätzungen berücksichtigen nicht den Ausbruch eines Konflikts, der durch die geopolitischen Spannungen an der Grenze zur Ukraine verursacht wird, so die Autoren der Winterprognose der Kommission. Der fortgeschrittene Wert von 4,3 % berücksichtigt jedoch die Beibehaltung der Preise für Energieerzeugnisse auf einem hohen Niveau, was sich auf die Aktivität in der Industrie auswirken würde, insbesondere in der chemischen und metallurgischen Industrie, die gro‎ße Energie verbrauchende Branchen sind.



Gleichzeitig wird erwartet, dass die Unterbrechungen der Versorgungskette, die ebenfalls zu hohen Marktpreisen beitragen, anhalten werden. Auch wenn die Störungen möglicherweise ein geringeres Ausma‎ß haben, werden sie weiterhin die Automobil- und Elektroindustrie betreffen. Ein bescheidenerer Anstieg wird auch auf der Dienstleistungsseite erwartet, insbesondere bei der Komponente der Warenkäufe durch private Haushalte. Andererseits wird für den Bausektor ein signifikanterer Beitrag als in der Herbstprognose erwartet, sowohl vor dem Hintergrund der zweiten Hälfte des Jahres 2021, als sich die Aktivität in diesem Bereich verlangsamte, als auch aufgrund einer anhaltenden Dynamik, die durch den Zugang zu europäischen Fonds erwartet wird.



Auch die Nationale Kommission für Strategie und Prognose rechnet mit einer geringeren Dynamik beim privaten Konsum, aber auch bei den Investitionen im Vergleich zu ihrer letzten Prognose. Gleichzeitig wurden die Auswirkungen des Anstiegs der Strom- und Erdgaspreise auf den Inflationsverlauf im laufenden Jahr neu bewertet, was zu einem Anstieg der Verbraucherpreise führte. Die künftige Entwicklung deutet auf eine Verlangsamung des Wachstums im Februar hin, bedingt durch das Inkrafttreten neuer Verordnungen über die Höhe der Obergrenzen und der Verbrauchsquoten, gefolgt von einem Höchststand im April. Geringere Steigerungen werden auch für Juli und den Beginn der kalten Jahreszeit erwartet.



Die Schätzungen gehen auch von einer Inflation von 9,5 % Ende 2022 aus, was dem Jahresdurchschnitt von 9,9 % entspricht, wobei andere Ma‎ßnahmen zur Unterstützung der Bevölkerung, die in der nächsten Prognose quantifiziert werden, nicht berücksichtigt wurden. Nach den am Dienstag veröffentlichten Daten des Nationalen Instituts für Statistik wuchs die rumänische Wirtschaft im vergangenen Jahr um 5,6 %. Im letzten Quartal 2021 sank das BIP um 0,5 % im Vergleich zum Vorquartal, stieg aber um 2,2 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2020.

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