Koalitionskrise +++ Reform von Staatsunternehmen +++ Washington-Besuch +++ Inflation +++ Schulschiff Mircea
Angesichts des Nahostkriegs steigen die Lebensmittelpreise in Rumänien weiter. Laut Angaben des Nationalen Statistikinstituts hat sich das Tempo der Preissteigerungen in Rumänien im März beschleunigt. Rumänien ist nach wie vor das Land mit der höchsten Inflation in der EU.
Obwohl es der Regierung in Bukarest gelungen ist, das Haushaltsdefizit – nach wie vor das größte in der Europäischen Union – auch durch unpopuläre Maßnahmen zu reduzieren, sind ihre Möglichkeiten zur Inflationsbekämpfung weiterhin begrenzt. Steigende Energiepreise beeinflussen die jährliche Inflationsrate.
Rumänien verzeichnete im Januar mit 8,5 % die höchste jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union.
Dass Rumäniens Wirtschaftslage derzeit alles andere als bequem ist, überrascht niemanden mehr. Die Menschen kämpfen weiter mit signifikaten Teuerungsraten – den höchsten in der EU –, Unternehmer verweisen auf diesen Inflationsdruck und warnen, dass die wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheit das Vertrauen in die Zukunft bremst und Investitionen dämpft. Auch die Regierung steht unter Zugzwang und muss Lösungen in einer Lage mit vielen Unbekannten finden. Am Ende ist die Ursache einfach darzustellen: Der Konsum, das wichtigste Zugpferd der Wirtschaft, ist eingebrochen – gedrückt von Inflation sowie höheren Steuern und Abgaben. Und das alles vor dem Hintergrund eines seit Jahren hohen Haushaltsdefizits.
Bukarest: Die rumänische Nationalbank (BNR) hat ihre Inflationsprognose für Ende 2025 von 8,8 % auf 9,6 % nach oben korrigiert und geht davon aus,...
Tausende Mitglieder des Nationalen Gewerkschaftsbundes (BNS), einer der größten Gewerkschaften Rumäniens, protestierten am Mittwoch erneut im Zentrum Bukarests. Sie waren unzufrieden mit den Sparmaßnahmen der Regierung und dem damit einhergehenden Kaufkraftverlust der Bevölkerung.
Rumänien steckt weiterhin im Verfahren wegen eines übermäßigen Defizits – und Finanzminister Alexandru Nazare hat auf einem Wirtschaftsforum in Bukarest erklärt, wie das Land die Lage wieder in den Griff bekommen will.
Premierminister Ilie Bolojan gegenüber einem privaten Fernsehsenders: „Wir können dieses Jahr trotz aller Maßnahmen, die wir ergriffen haben, nicht mit einem Defizit von unter 8 % abschließen."
Misstrauensantrag +++ Unzufriedenheit zum Schulbeginn +++ Galoppierende Inflation +++ Drohnenangriff +++ Spionageaffäre
Die Inflation ist laut Daten des Nationalen Statistikamtes (INS) innerhalb nur eines Monats um mehr als zwei Prozentpunkte gestiegen und nähert sich nun der 10-Prozent-Marke.