Nachrichten 02.04.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 02.04.2026, 18:24
Die Regierung in Bukarest hat am Donnerstag beschlossen, die Verbrauchssteuer auf Dieselkraftstoff um 30 Ban pro Liter – das entspricht etwa sechs Eurocent – zu senken. Zudem wird künftig nur noch eine einzige Preisaktualisierung pro Tag an den Tankstellen erlaubt sein. Laut einer Pressemitteilung kam die Entscheidung nach Gesprächen mit Branchenvertretern zustande. Dabei wurde festgestellt, dass andere Maßnahmen nicht einheitlich hätten umgesetzt werden können und zu Verzerrungen in der Kraftstoffversorgung geführt hätten. Die Maßnahme berücksichtigt auch die haushaltspolitischen Einschränkungen. Sie soll per Eilverordnung umgesetzt werden, die voraussichtlich am Freitag in einer außerordentlichen Regierungssitzung verabschiedet wird.
Der Gouverneur der Nationalbank Rumäniens, Mugur Isărescu, warnt, dass die Instabilität im Nahen Osten die finanziellen Verwundbarkeiten Rumäniens verschärft und gleichzeitig Auswirkungen auf das Haushalts- sowie das Handelsdefizit hat. In diesem instabilen Umfeld könnte ein Beitritt zur OECD dem Staat helfen, die Lage zu stabilisieren, erklärte der Zentralbankchef auf einer Fachkonferenz. Andererseits habe das derzeitige Wachstumsmodell der rumänischen Wirtschaft – basierend auf EU-Mitteln, niedrigen Arbeitskosten und Rücküberweisungen aus der Diaspora – seine Grenzen erreicht und müsse restrukturiert werden, sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin Oana Gheorghiu. Von besonderer Bedeutung ist zudem der Beitritt Rumäniens zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll.
„Der goldene Helm von Coțofenești und die dakischen Armreifen, Schätze des rumänischen Kulturerbes und rund 2.500 Jahre alt, kehren nach Hause zurück“, bestätigte am Donnerstag die rumänische Außenministerin Oana Țoiu, nachdem die niederländische Presse bereits über die Wiederbeschaffung der Artefakte berichtet hatte, die Anfang vergangenen Jahres aus einem Museum in den Niederlanden gestohlen worden waren. Țoiu erklärte, dass nun die Bewertung des Erhaltungszustands sowie die Festlegung des Zeitplans für die Rückgabe an den rumänischen Staat folgen, mit dem Ziel der Wiedereingliederung in den Bestand des Nationalen Geschichtsmuseums Rumäniens. „Im Zuge der Aktivierung internationaler Versicherungs- und Entschädigungsmechanismen hat Rumänien die Summe von 5,85 Millionen Euro erhalten. Diese Mittel werden zurückerstattet, sobald ein Fachgutachten den Erhaltungszustand der Objekte bestätigt. Die im Laufe des Tages eingegangenen Informationen zur Unversehrtheit der Stücke sind ermutigend, und wir hoffen, dass sie bald wieder zu Hause von all jenen bewundert werden können, die die Zeit, in der wir befürchten mussten, sie verloren zu haben, mit großer Sorge erlebt haben“, erklärte die Außenministerin weiter. Ihr zufolge erfolgte die Zusammenarbeit zur Lösung des Falls rund um das Drents Museum unter der Schirmherrschaft von EUROJUST durch die Einrichtung eines Gemeinsamen Ermittlungsteams (JIT), bestehend aus Staatsanwälten, Richtern und Polizeibeamten beider Länder.