Nachrichten 03.03.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Dora Mihălcescu, 03.03.2026, 18:13
Mehr als 300 Rumänen, die auf dem Landweg aus Israel nach Ägypten gebracht worden waren, sind in der Nacht von Montag auf Dienstag nach Rumänien zurückgekehrt. Sie wurden im Kontext der Spannungen im Nahen Osten mit zwei Sonderflügen der nationalen Fluggesellschaft TAROM aus Kairo nach Bukarest gebracht. Die rumänische Außenministerin Oana Țoiu erklärte, sie habe gemeinsam mit ihrem ägyptischen Amtskollegen vereinbart, die Zusammenarbeit bei der Unterstützung von Touristengruppen fortzusetzen. Die Empfehlung der rumänischen Behörden lautet jedoch, dass die Betroffenen vorerst an ihrem derzeitigen Aufenthaltsort bleiben sollten, bis sich der Flugverkehr in der Region normalisiert hat. Nach offiziellen Angaben sind Tausende Rumänen in der Golfregion gestrandet. Die meisten, rund 14.000, befinden sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dabei handelt es sich sowohl um zahlreiche Touristen als auch um dort ansässige Personen. Die rumänischen Behörden bereiten die Rückführung rumänischer Staatsbürger aus den vom Krieg betroffenen Ländern vor. Vorrang haben Kinder sowie medizinische Notfälle.
Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, erklärte, die Operationen gegen Teheran würden voraussichtlich vier bis fünf Wochen dauern, er sei jedoch bereit, „weit darüber hinaus“ fortzufahren. Das US-Außenministerium rief die Amerikaner seinerseits auf, den größten Teil des Nahen Ostens aufgrund erheblicher Sicherheitsrisiken zu verlassen. Unterdessen setzte Teheran seine Angriffe in der Region fort und griff Israel sowie verschiedene Ziele in den Golfstaaten an, darunter Energieanlagen in Katar und die US-Botschaft in Saudi-Arabien. Der Iran erklärte, die Straße von Hormus sei geschlossen, und drohte, jedes Schiff anzugreifen, das versuche, diese für die globalen Märkte zentrale Seeroute zwischen dem Golf und der Weltwirtschaft zu passieren. Der Krieg im Iran hat bereits zu steigenden Ölpreisen und höheren Kosten für die Anmietung von Transportschiffen geführt. Vor diesem Hintergrund hielt die Europäische Kommission eine Dringlichkeitssitzung ab, versicherte jedoch, dass die EU-Mitgliedstaaten keine Probleme bei der Energieversorgung hätten.
Die rumänische Außenministerin Oana Țoiu befindet sich heute auf offiziellen Besuch in Warschau, auf Einladung des stellvertretenden Ministerpräsidenten und Außenministers Polens, Radosław Sikorski, anlässlich des Tages der rumänisch-polnischen Solidarität. Auf der Agenda stehen Themen wie die bilaterale und europäische Zusammenarbeit, aktuelle internationale Herausforderungen mit Schwerpunkt auf der Sicherheitslage sowie die Verhandlungen über EU-Mittel im nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen, die von den Außenministerien koordiniert werden. Mit diesem Besuch in Warschau unterstreicht Ministerin Oana Țoiu „das ausgezeichnete Niveau der Beziehungen zwischen Rumänien und Polen, die auf tiefen historischen Verbindungen und einer Tradition enger Zusammenarbeit beruhen, bestätigt durch die Strategische Partnerschaft zwischen den beiden Ländern“, teilte das Außenministerium mit. Aufgrund der Notwendigkeit, den jüngsten sicherheitspolitischen Entwicklungen und der konsularischen Lage im Nahen Osten Vorrang einzuräumen, wurde die ursprünglich vom 3. bis 5. März geplante Reise auf einen Tag verkürzt.
Der Präsident Rumäniens, Nicușor Dan, unterzeichnete am Dienstag das Dekret zur Ernennung von Mihai Dimian zum Minister für Bildung und Forschung. Er wurde von der mitregierenden PNL für das Amt vorgeschlagen, nachdem Daniel David Ende Dezember zurückgetreten war. Seitdem hatte Premierminister Ilie Bolojan die Funktion interimistisch ausgeübt. Mihai Dimian ist seit 2024 Rektor einer Universität in Suceava im Nordosten des Landes. In der Zeit von 2006 bis 2016 war er Professor und assoziierter Professor mit Promotionsbefugnis an der Howard University in Washington, D.C.
Der neue Botschafter der Vereinigten Staaten in Bukarest, Darryl Nirenberg, überreicht heute seine Akkreditierungsschreiben. Er wird in Bukarest von Präsident Nicușor Dan empfangen und tritt damit offiziell sein Amt an. Darryl Nirenberg war Ende vergangenen Jahres als Botschafter bestätigt worden. Bei seiner Anhörung im Auswärtigen Ausschuss des US-Senats im November erklärte er, die Beziehungen zu Rumänien seien noch nie so wichtig gewesen. Das strategisch am Schwarzen Meer gelegene Land mit einer Grenze zur Ukraine sei ein Schlüsselverbündeter innerhalb der NATO. Zudem biete Rumänien große Chancen für amerikanische Unternehmen und habe das Potenzial, eine entscheidende Rolle im Bereich der Energieressourcen zu spielen, so der neue US-Botschafter in Bukarest. Nirenberg übernimmt das Amt von Kathleen Kavalec, die vom ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden ernannt worden war und den Posten im Mai 2025 verlassen hatte.