Nachrichten 13.04.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 13.04.2026, 17:08
Der rumänische Präsident Nicușor Dan hat dem ungarischen Oppositionsführer Péter Magyar nach seinem Sieg bei den Parlamentswahlen am Sonntag gratuliert. Das Staatsoberhaupt betonte, dass Rumänien und Ungarn Nachbarn, Partner sowie Mitglieder der Europäischen Union und der NATO sind, und äußerte den Wunsch, ein neues Kapitel in den bilateralen Beziehungen aufzuschlagen. Auch europäische Spitzenpolitiker begrüßten das Wahlergebnis. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, erklärte, Ungarn kehre nach Europa zurück, wodurch Europa insgesamt stärker werde. Glückwünsche kamen zudem von der Präsidentin des Europäischen Parlaments, vom französischen Präsidenten, vom deutschen Bundeskanzler, vom polnischen Regierungschef sowie vom ukrainischen Präsidenten. Wolodymyr Selenskyj betonte, er sei bereit für eine gemeinsame, konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle beider Nationen sowie für Frieden, Sicherheit und Stabilität in Europa. Die Oppositionspartei TISZA hat die Parlamentswahl gewonnen und eine Zweidrittelmehrheit im Budapester Parlament errungen. TISZA kommt auf 138 der insgesamt 199 Mandate, während FIDESZ 55 Sitze erhält und die Partei „Unsere Heimat“ mit sechs Mandaten ins Parlament einzieht. Mit diesem Sieg beendet die von Péter Magyar geführte Formation die 16-jährige Regierungszeit von Ministerpräsident Viktor Orbán. Bei einer Rekordwahlbeteiligung von 77,8 Prozent – der höchsten seit Jahrzehnten – markiert diese Abstimmung einen bedeutenden Wandel auf der politischen Bühne Ungarns.
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In Rumänien begehen die mehrheitlich orthodoxen Christen sowie die griechisch-katholischen Gläubigen heute den zweiten Ostertag und stehen damit am Beginn der sogenannten „Lichten Woche“. Das Fest der Auferstehung des Herrn, das höchste im Christentum, ist das einzige, dem drei Tage gewidmet sind. Diese Woche steht ganz im Zeichen des Lichts – als Symbol für die Auferstehung Christi. Der übliche Gruß wurde bereits seit Sonntag durch ein Bekenntnis ersetzt: „Christus ist auferstanden! – Wahrhaftig, er ist auferstanden!“, ein öffentlicher Ausdruck des Glaubens an die Auferstehung. Der Montag der Lichten Woche wird auch „Weißer Montag“ genannt. Der Überlieferung zufolge öffnen sich an diesem Tag die Tore des Himmels und der Vergebung. Christen aller Konfessionen haben am Sonntag die Auferstehung Jesu Christi gefeiert – das größte Fest der Christenheit. Die Auferstehung des Herrn, auch die Heiligen Ostern genannt, ist das „Fest der Feste“, das das gesamte Leben der Kirche erleuchtet und prägt, erklärte der Patriarch der Rumänisch-Orthodoxen Kirche, Daniel, den Gläubigen während der Auferstehungsmesse in der Patriarchalkathedrale in Bukarest. „Die Auferstehung Christi ist keine Rückkehr zum vergänglichen biologischen Leben, sondern die Überwindung des Todes und der Beginn des ewigen himmlischen Lebens“, betonte das Oberhaupt der orthodoxen Kirche.
Der rumänische Minister für Investitionen und europäische Projekte, Dragoș Pâslaru, führt heute in Brüssel Gespräche über den Abschluss der letzten Etappen des Nationalen Aufbau- und Resilienzplans. Es wird erwartet, dass noch in diesem Monat auch die Zahlungsanträge drei und vier genehmigt werden. Diese betreffen strukturelle Reformen sowie Investitionen in Infrastruktur, Energie und Digitalisierung. Die Regierung hat kürzlich den Fortschritt aller im Rahmen des Plans enthaltenen Projekte analysiert und 14 Prioritäten für den unmittelbaren Zeitraum festgelegt, von denen erhebliche Finanzmittel abhängen. Dazu zählen unter anderem die Reform der Steuerbehörde ANAF, die Verbesserung der Zollverwaltung, das Management staatlicher Unternehmen sowie ein neues Gesetz zur Vergütung der Beschäftigten im öffentlichen Sektor. Dragoș Pâslaru erklärte, dass die jüngsten politischen Spannungen innerhalb der Regierungskoalition die Erfüllung der von Rumänien eingegangenen Verpflichtungen nicht gefährden werden. Unterdessen wird die Sozialdemokratische Partei (PSD), die derzeit an der Regierung beteiligt ist, in einer Woche darüber entscheiden, ob und in welcher Form sie ihre Regierungsbeteiligung fortsetzt. Hintergrund sind zahlreiche Unzufriedenheiten mit der Zusammenarbeit in der Koalition, insbesondere mit der Tätigkeit des liberalen Premierministers Ilie Bolojan. Der Vorsitzende der Sozialdemokraten, Sorin Grindeanu, erklärte, dass in den kommenden Tagen weitere regionale Treffen mit Parteivetretern stattfinden werden. Nach bisherigen Gesprächen sei die Mehrheit der PSD-Mitglieder jedoch der Ansicht, die derzeitige Form der politischen Zusammenarbeit nicht fortsetzen zu wollen.
Das US-Militär hat angekündigt, ab Montag eine Seeblockade gegen den Iran zu verhängen. Grundlage sind die Befehle von Präsident Donald Trump. Das US-Zentralkommando teilte mit, dass die Blockade unparteiisch gegenüber Schiffen aller Nationen angewendet werde, die iranische Häfen sowie Küstengebiete anlaufen oder verlassen. Betroffen sind unter anderem sämtliche iranischen Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman. Die iranischen Streitkräfte bezeichneten die US-Blockade als „illegal“ und als einen Akt der Piraterie. Zugleich warnten sie, dass kein Hafen im Golf sicher sein werde, sollten die eigenen Häfen bedroht werden. Am Samstag endeten in Pakistan Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran ohne Einigung zur Beendigung des Konflikts im Nahen Osten. Präsident Trump erklärte, der Iran strebe weiterhin den Besitz von Atomwaffen an und habe dies auch bei dem Treffen in Islamabad deutlich gemacht. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hingegen erklärte, beide Seiten seien „nur einen Schritt“ von einer Einigung entfernt gewesen. Iran habe sich jedoch mit „Maximalforderungen, veränderten Spielregeln und Blockaden“ konfrontiert gesehen. Pakistan rief die USA und den Iran dazu auf, weiterhin das am Mittwoch vereinbarte zweiwöchige Waffenstillstandsabkommen einzuhalten, trotz des Scheiterns der Friedensgespräche. Unterdessen stiegen am Sonntag die Ölpreise im frühen Handel deutlich an, nachdem die USA die Blockade iranischer Häfen angekündigt hatten. Der Preis für US-Rohöl überschritt 104 Dollar pro Barrel, während die internationale Referenzsorte Brent auf 102 Dollar anstieg. Der Brent-Preis hat im Verlauf des Konflikts stark geschwankt: Von rund 70 Dollar pro Barrel vor Beginn der Auseinandersetzungen Ende Februar bis auf zeitweise über 119 Dollar.
In Rumänien liegen die Temperaturen im Süden, Osten und in der Landesmitte im Bereich der jahreszeitlich üblichen Werte, während sie in den übrigen Regionen leicht darüber liegen. Der Himmel ist zeitweise bewölkt, und im Osten sowie im Süden fällt örtlich leichter Regen. In den Hochlagen der Gebirge treten Niederschläge in Form von Schneeregen und Schnee auf. Der Wind weht schwach bis mäßig, mit stärkeren Böen im Südwesten (im Allgemeinen 50 bis 60 km/h, im Hochgebirge 70 bis 90 km/h), aber auch lokal und vorübergehend im Süden, in der Mitte und im Nordwesten des Landes (mit Geschwindigkeiten von 40 bis 50 km/h). Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 10 und 21 Grad Celsius. Zur Mittagszeit wurden in Bukarest 15 Grad Celsius gemessen.