Nachrichten 29.05.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 29.05.2026, 18:26
Der russische Generalkonsul in Constanța, der größten rumänischen Hafenstadt am Schwarzen Meer, ist zur Persona non grata erklärt worden. Das teilte Präsident Nicușor Dan am Freitag nach der Sitzung des Obersten Rates für Landesverteidigung mit. Nach Angaben des Staatschefs wird das russische Generalkonsulat in Constanța geschlossen. Präsident Dan erinnerte zudem an einen schweren Zwischenfall in der vergangenen Nacht, bei dem zwei rumänische Staatsbürger verletzt wurden. Die volle Verantwortung dafür trage Russland, das seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führe. Eine Drohne war in Galați, unweit der rumänisch-ukrainischen Grenze, in einen Wohnblock eingeschlagen und explodiert. Nach Angaben der Ärzte wurden eine 53-jährige Frau und ihr 14-jähriger Sohn verletzt, befinden sich jedoch außer Lebensgefahr. Präsident Dan reiste nach Galați und besuchte die beiden Verletzten im Krankenhaus. Unterdessen erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow, Präsident Wladimir Putin sei über die Drohnenexplosion informiert worden, machte jedoch keine weiteren Angaben. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, warnte ihrerseits, Russland werde auf die Entscheidung der rumänischen Behörden reagieren, den russischen Konsul in Constanța zur Persona non grata zu erklären.
Die Außenministerin Rumäniens, Oana Țoiu, hat den russischen Botschafter in Bukarest einbestellt. Dabei informierte sie ihn über die Maßnahmen der rumänischen Behörden nach dem Absturz einer russischen Drohne auf ein Wohngebäude in Galați. Die NATO und die Europäische Union reagierten scharf auf den Vorfall. NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte, das Bündnis sei bereit, jeden Zentimeter des Territoriums seiner Mitgliedstaaten zu verteidigen. Dies habe er auch dem rumänischen Präsidenten in einem Gespräch am heutigen Morgen zugesichert. Das rücksichtslose Verhalten Russlands stelle eine Gefahr für alle Verbündeten dar, sagte Rutte weiter. Zugleich betonte er, dass die NATO ihre Verteidigungsfähigkeit weiter ausbaue und die Ukraine unterstütze. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, erklärte ihrerseits, Russland überschreite mit diesem Vorfall erneut eine rote Linie. Die Europäische Union stehe solidarisch an der Seite Rumäniens und seiner Bürgerinnen und Bürger. Nach ihren Worten verstärkt die EU weiterhin ihre Verteidigung, insbesondere an der Ostflanke, und wird den Druck erhöhen, damit Russland diesen Krieg nicht weiterführen kann. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte, Moskau dürfe nicht länger ungestraft den europäischen Luftraum verletzen. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich zu dem Vorfall. In einer Online-Botschaft erklärte er, die Ukraine werde Rumänien in jeder notwendigen Weise unterstützen. Zugleich hoffe Kiew darauf, dass die neuen EU-Sanktionen gegen Russland tatsächlich hart ausfallen und Russland spüren lassen, dass seine Angriffe ihm selbst erhebliche Verluste zufügen. Reaktionen kamen auch vom Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, sowie aus zahlreichen europäischen Staaten. Die französische Regierung bestellte den russischen Botschafter in Paris ein. Österreich sprach von einer ernsthaften Eskalation, während die baltischen Staaten, Polen und Belgien auf eine dringende Verstärkung der Ostflanke drängen. Selbst Ungarn, das sich bislang zurückhaltender geäußert hatte, verurteilte den Vorfall, bekundete Solidarität mit Rumänien und rief zu Geschlossenheit innerhalb der Europäischen Union und der NATO auf.
Der rumänische Ministerpräsident Ilie Bolojan brach seinen Besuch in der Republik Moldau ab, nachdem eine von der Russischen Föderation gestartete Drohne in einen Wohnblock in Rumänien gestürzt war. Bolojan führte Gespräche mit der rumänischen Präsidentin Maia Sandu und seinem moldauischen Amtskollegen Alexandru Munteanu. Im Mittelpunkt der Gespräche standen gemeinsame Projekte und die Zusammenarbeit beider Länder im Kontext der kontinuierlichen Unterstützung Rumäniens für die Republik Moldau. Bolojan besuchte außerdem das Kultur- und Bildungszentrum in Stauceni, ein lokales Entwicklungsprojekt, das mit Unterstützung der rumänischen Regierung realisiert wird.
Das rumänische Außenministerium hat eine Reisewarnung für die Portugiesische Republik herausgegeben. Dort findet am 3. Juni ein landesweiter Generalstreik statt, der voraussichtlich zu Beeinträchtigungen im portugiesischen Verkehrssystem führen wird. Im gesamten Staatsgebiet ist mit Verspätungen und Ausfällen im Bahn-, Straßen- und Luftverkehr zu rechnen. Das Ministerium empfiehlt rumänischen Staatsbürgern, die Informationen der verschiedenen Verkehrsunternehmen, insbesondere der lokalen Fluggesellschaften, sowie die aktuellen Meldungen der lokalen Behörden regelmäßig zu überprüfen. Betroffene rumänische Staatsbürger können unter den Telefonnummern der rumänischen Botschaft in Lissabon +351 213 966 463 oder +351 213 960 866 konsularische Hilfe anfordern. Die rumänische diplomatische Vertretung in Lissabon hat eine Hotline für besondere Situationen unter +351 927 411 628 eingerichtet.
Die rumänische Tennisspielerin Sorana Cirstea spielt heute im Achtelfinale des Grand-Slam-Turniers Roland Garros. Die Weltranglisten-18. trifft auf Solana Sierra aus Argentinien. Cirstea gewann das erste Aufeinandertreffen mit 7:5, 6:0.