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Nachrichten 13.06.2026

Die wichtigsten Meldungen des Tages

Nachrichten 13.06.2026
Nachrichten 13.06.2026

, 13.06.2026, 17:00

Der rumänische Staatspräsident Nicușor Dan hat am Samstag am Denkmal auf dem Universitätsplatz in Bukarest einen Kranz niedergelegt. Das Monument ist den Opfern der sogenannten Mineriade vom 13. bis 15. Juni 1990 gewidmet. Bereits am Mittwoch hatte der Präsident ein Dekret unterzeichnet, mit dem der 15. Juni zum Nationalen Gedenktag für die Opfer der Mineriade von 1990 und der antidemokratischen Repression erklärt wurde. Ziel ist es, der Opfer der gewaltsamen Ereignisse im Juni 1990 zu gedenken, die politische Bildung zu fördern und eine Wiederholung solcher Übergriffe zu verhindern. Die gewaltsamen Ereignisse beziehen sich auf die Niederschlagung der Proteste auf dem Universitätsplatz durch Sicherheitskräfte, die dabei von Bergarbeitern unterstützt wurden. Die Demonstrationen, die sich als antikommunistische Bewegung verstanden, richteten sich gegen die damalige Regierung der Nationalen Rettungsfront sowie gegen Präsident Ion Iliescu. Die Proteste hatten bereits am 22. April 1990 mit dem sogenannten „Phänomen Universitätsplatz“ begonnen. Nach dem gewaltsamen Eingreifen der zur Unterstützung herbeigerufenen Bergarbeiter kamen vier Menschen ums Leben. Rund 1.300 Personen wurden verletzt, etwa 1.200 weitere nach offiziellen Angaben rechtswidrig festgenommen.

 

Die Übergangsregierung in Bukarest hat mehrere Maßnahmen zur Unterstützung von Personen in schwierigen Lebenslagen sowie zur Aufstockung der Mittel für öffentliche Dienstleistungen in verschiedenen Gemeinden beschlossen. Das frühere Regierungsbündnis aus PNL, USR und UDMR war im Mai durch ein Misstrauensvotum gestürzt worden. Die derzeitige Übergangsregierung verfügt daher verfassungsrechtlich weder über die Befugnis, Notverordnungen zu erlassen, noch Gesetzesentwürfe auszuarbeiten und dem Parlament zur Beratung und Verabschiedung vorzulegen. Unterdessen zeigt sich der designierte Ministerpräsident Eugen Tomac optimistisch mit Blick auf die Parlamentsabstimmung in der kommenden Woche. Der geschäftsführende Premierminister Ilie Bolojan, zugleich Vorsitzender der PNL, hält eine technokratische Regierung hingegen für kaum überlebensfähig. Die Sozialdemokratische Partei PSD knüpft ihre Unterstützung im Parlament an die Rücknahme der Sparmaßnahmen. Die USR hat bereits angekündigt, das Kabinett Tomac nicht zu unterstützen. Die UDMR will ihre offizielle Entscheidung Anfang kommender Woche treffen. Führende Vertreter der Partei haben jedoch bereits erklärt, dass sie nicht an den Erfolg einer technokratischen Regierung glauben.

 

Das rumänische Außenministerium hat mitgeteilt, dass aus Nordirland bislang elf Anträge auf konsularische Unterstützung von rumänischen Staatsbürgern eingegangen sind, die sich aufgrund der lokalen Proteste gegen Einwanderung bedroht fühlten. Insgesamt baten 41 rumänische Staatsangehörige um Hilfe, darunter 17 Minderjährige. Die Konsularabteilung der rumänischen Botschaft in Dublin hat bisher 15 Reiseausweise ausgestellt, damit Betroffene nach Rumänien zurückkehren können. Darüber hinaus besuchte der rumänische Generalkonsul in Edinburgh die Familien der von den Ausschreitungen in Belfast betroffenen Rumänen. Dabei führte er Gespräche mit den örtlichen Behörden und der Polizei. Das Außenministerium empfiehlt allen rumänischen Staatsbürgern in Nordirland, den Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte Folge zu leisten und Gebiete zu meiden, in denen Demonstrationen gegen Einwanderung stattfinden.

 

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben sich auf die Eröffnung des ersten Verhandlungskapitels im EU-Beitrittsprozess der Ukraine und der Republik Moldau verständigt. Die erste Regierungskonferenz ist bereits für Montag angesetzt. Dabei soll offiziell das Kapitel zu den grundlegenden Voraussetzungen eines EU-Beitritts eröffnet werden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßte die Entscheidung als bedeutendes politisches und moralisches Signal für sein Land – insbesondere vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges mit Russland. Auch die Präsidentin der Republik Moldau, Maia Sandu, erklärte im sozialen Netzwerk X, ihr Land habe seine Aufgaben erfüllt und werde die Reformen fortsetzen, um Teil der europäischen Familie zu werden. In Bukarest sprach Präsident Nicușor Dan von einem historischen Tag für die Erweiterung der Europäischen Union. Er sicherte sowohl der Republik Moldau als auch der Ukraine umfassende Unterstützung auf ihrem weiteren europäischen Weg zu. Bereits am 23. Juni 2022 hatte der Europäische Rat der Ukraine und der Republik Moldau den Status von EU-Beitrittskandidaten verliehen und die Europäische Kommission aufgefordert, die Erfüllung der Beitrittsvoraussetzungen zu bewerten. Im Rahmen der überarbeiteten EU-Erweiterungsmethodik billigte der Rat am 21. Juni 2024 den Verhandlungsrahmen. Vier Tage später fanden die ersten Regierungskonferenzen mit der Ukraine und der Republik Moldau statt, mit denen die Beitrittsverhandlungen offiziell eingeleitet wurden. Mit der nun beschlossenen Öffnung des ersten Verhandlungspakets erreicht der Beitrittsprozess beider Länder eine neue Etappe auf dem Weg in die Europäische Union.

 

Die rumänische Säbelfechterin Amalia Covaliu ist zur besten Nachwuchssportlerin Europas des Jahres 2025 gewählt worden. Sie erhielt den renommierten Piotr-Nurowski-Preis bei der 55. Generalversammlung der European Olympic Committees in Budapest. Die Auszeichnung wird jährlich durch Abstimmung vergeben und ehrt herausragende junge Athletinnen und Athleten im europäischen Sport. Amalia Covaliu ist Kadetten-Weltmeisterin im Säbelfechten und gewann bereits mehrere Medaillen bei Junioren-Europameisterschaften. Der Preis wurde zum Gedenken an Piotr Nurowski ins Leben gerufen. Er kam 2010 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Die Auszeichnung wird jedes Jahr getrennt für Sommer- und Wintersportarten vergeben. Aus Rumänien hatte zuvor lediglich der Olympiasieger im Schwimmen David Popovici den Preis gewonnen – im Jahr 2021. Bereits 2012 belegte die Turnerin Larisa Iordache den zweiten Platz. Mit dem Erfolg von Amalia Covaliu geht die prestigeträchtige Nachwuchsauszeichnung nun zum zweiten Mal nach Rumänien.

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