Nachrichten 31.07.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 31.07.2026, 17:00
Der rumänische Gewerkschaftsverband Sanitas hat den landesweiten Generalstreik bis zur Vorlage eines neuen Gesetzentwurfs zur Bezahlung von Beschäftigten im öffentlichen Dienst ausgesetzt. In einem Beitrag auf Facebook erklärte Sanitas, der Streik habe ein erstes Ziel erreicht: die tatsächliche Lage im öffentlichen Gesundheitswesen und in der Sozialfürsorge öffentlich sichtbar zu machen. Zudem sei die Verabschiedung des Gesetzes über die Vergütung der aus öffentlichen Mitteln bezahlten Beschäftigten zumindest vorerst verschoben worden. Die Gewerkschaft verweist außerdem auf eine Gerichtsentscheidung, die bestätigt, dass die Regierung unter Ilie Bolojan nur geschäftsführend im Amt ist und daher nicht über die politische Befugnis verfügt, einen Gesetzentwurf auszuarbeiten und ins Parlament einzubringen. Nach Angaben der Gewerkschaft wurde darüber hinaus ein Änderungsantrag verabschiedet, der die Wiederbesetzung freier Stellen im Gesundheitswesen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel ermöglicht. Als neue Ziele nennt Sanitas die Aushandlung eines neuen Entwurfs für das Besoldungsgesetz sowie Verhandlungen mit einer politisch legitimierten Entscheidungsinstanz – entweder dem Parlament oder einer regulär eingesetzten Regierung. Während des dreitägigen Generalstreiks gewährleisteten rund 480 Krankenhäuser landesweit ausschließlich die Notfallversorgung sowie etwa ein Drittel der regulären medizinischen Leistungen.
Im Einzugsgebiet der Donau herrscht extreme Dürre. Der Wasserstand des Flusses ist drastisch gesunken und beeinträchtigt die Energieerzeugung, die Schifffahrt, die Landwirtschaft und den Tourismus erheblich. Hydrologen warnen, dass sich die Lage in den kommenden Tagen weiter verschärfen wird. Am Pegel Baziaș, an der rumänischen Grenze, soll der Durchfluss auf rund 1.600 Kubikmeter pro Sekunde sinken – das ist fast dreimal weniger als der langjährige Durchschnitt für diesen Monat. An den Eisernen Toren bei Drobeta-Turnu Severin arbeiten die beiden rumänisch-serbischen Wasserkraftwerke derzeit nur mit etwa einem Viertel ihrer installierten Leistung. Frachtschiffe können ihre Ladekapazität nicht mehr vollständig ausschöpfen. Die Schifffahrt wurde daher angewiesen, nach Möglichkeit die serbische Schleuse zu nutzen. Der niedrigste Wasserstand der Donau in den vergangenen 41 Jahren wurde 1985 gemessen. Damals betrug der Durchfluss lediglich 1.400 Kubikmeter pro Sekunde.
Spanien entsendet im Rahmen der NATO-Luftüberwachungsmission ein Kontingent von rund 200 Soldaten der Luft- und Weltraumstreitkräfte zum Luftwaffenstützpunkt Mihail Kogălniceanu im Südosten Rumäniens nahe dem Schwarzen Meer. Wie das spanische Verteidigungsministerium mitteilte, stehen dem Kontingent während des viermonatigen Einsatzes insgesamt sieben Kampfflugzeuge zur Verfügung. In den ersten beiden Monaten wird die Mission zusätzlich von einem Tankflugzeug unterstützt. Für die abschließende Phase werden außerdem drei Hubschrauber nach Rumänien verlegt, die zur Abwehr von Drohnen eingesetzt werden sollen.
Vom 1. August bis zum 15. September beteiligt sich ein rumänisches Spezialmodul zur Bekämpfung von Waldbränden am EU-Programm zur Vorpositionierung von Einsatzkräften in Griechenland. Das Programm wird von der Generaldirektion für Europäische Katastrophenschutz- und humanitäre Hilfsmaßnahmen organisiert. Das erste Kontingent mit 40 Feuerwehrleuten und entsprechender Ausrüstung ist bereits am 30. Juli nach Nea Makri in der Region Attika aufgebrochen. Der Einsatzort liegt rund 25 Kilometer nordöstlich von Athen. Der Personalwechsel ist für den 16. und den 31. August vorgesehen. Dann übernehmen jeweils weitere Kontingente mit je 40 Feuerwehrleuten die Aufgaben der derzeit im Einsatz befindlichen Kräfte. Unterdessen unterstützt ein drittes rumänisches Feuerwehrkontingent weiterhin die Waldbrandbekämpfung in Frankreich. Rumänien hat seine Beteiligung an dieser Hilfsmission um weitere zwei Wochen verlängert. Der Wechsel der Einsatzkräfte erfolgt am 1. August. Dann übernehmen 40 rumänische Feuerwehrleute des neuen Kontingents die operativen Aufgaben ihrer derzeit in Frankreich eingesetzten Kolleginnen und Kollegen.
Eine Hitzewelle breitet sich von Westen her allmählich über Rumänien aus und wird sich in den kommenden Tagen weiter verstärken. Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes wird der Höhepunkt der Hitzewelle voraussichtlich zwischen dem 3. und 6. August erreicht. Vor allem in der Westhälfte und in den zentralen Landesteilen herrscht große Hitze. Dort ist die Wärmebelastung erheblich, und der Hitze-Feuchte-Index überschreitet leicht den kritischen Schwellenwert von 80 Punkten. Der Himmel ist überwiegend klar. Vorübergehend ziehen über die Ost- und Südkarpaten einige Wolken auf. Dort sind vereinzelt kurze Regenschauer mit Niederschlagsmengen von meist zwei bis fünf Litern pro Quadratmeter sowie einzelne Gewitter möglich. Der Wind weht schwach bis mäßig und frischt in der Nacht im Südwesten örtlich mit Geschwindigkeiten von bis zu 45 Kilometern pro Stunde auf. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 26 und 38 Grad Celsius. In Bukarest wurden zur Mittagszeit 28 Grad gemessen.